Die letzte Frage ist beantwortet, auf „Absenden“ ist geklickt. Und jetzt? Bei vielen Umfragen taucht an dieser Stelle ein nüchternes „Danke für Ihre Teilnahme“ auf oder überhaupt nichts.
Dabei ist genau das die Seite deiner Befragung, die alle zu Gesicht bekommen, die bis zum Schluss dabeigeblieben sind. Das Problem: Weil die Daten zu diesem Zeitpunkt bereits gespeichert sind, wird sie beim Erstellen als letzte geschrieben und als erste vergessen.
Auf die Abschlussseite einer Umfrage gehören ein Satz des Dankes für die Teilnahme und ein Hinweis darauf, was mit den Ergebnissen geschieht. Je nach Befragung ergänzt du eine Möglichkeit für Rückfragen und einen Hinweis, wie es danach weitergeht. Alles, wofür du Kontaktdaten brauchst, etwa ein Gewinnspiel, gehört ebenfalls hierher und nicht in den Fragenteil.
📌 Das Wichtigste im Überblick
- Dank und Hinweis auf die Ergebnisse gehören auf jede Abschlussseite.
- Das Dankeschön kommt erst auf die Endseite nach dem Absenden.
- Kontaktdaten für ein Gewinnspiel erfragst du erst nach dem Absenden.
- Für den Abschlusstext genügen zwei bis vier Sätze.
- Ein Versprechen zu den Ergebnissen zählt nur mit Datum.
- Bei empirio.ai aktivierst du die Endseite mit einem Klick.
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Warum die letzte Seite mehr ausmacht, als man glaubt
Für die Antworten dieser Befragung spielt der Abschlusstext tatsächlich keine Rolle. Für die nächste Befragung sehr wohl. Wer sich ordentlich verabschiedet fühlt, klickt beim nächsten Mal wieder auf den Link.
Das betrifft mehr Leute, als man meint. Vereine befragen ihre Mitglieder jedes Jahr, Betriebe ihre Kundschaft nach jedem Einkauf, Hochschulen ihre Lehrveranstaltungen jedes Semester. Mit der Abschlussseite sorgst du dafür, dass beim nächsten Durchgang wieder viele mitmachen.
Dazu kommt ein handfester Grund. Viele Teilnehmende wollen nach der letzten Frage noch etwas loswerden, eine Rückfrage oder eine Anmerkung, die in kein Antwortfeld gepasst hat. Fehlt eine Kontaktmöglichkeit, geht das verloren. Dabei sind gerade das oft die aufschlussreichsten Rückmeldungen.
Unterm Strich ist die Abschlussseite keine Höflichkeitsfloskel, sondern eine Übergabe. Sie erklärt, was jetzt passiert und wer sich darum kümmert.
Was auf die Abschlussseite gehört
Mit den folgenden fünf Punkten bist du bei fast jeder Befragung gut aufgestellt. Nicht jeder davon ist immer nötig. Die Seite kommt ohnehin mit zwei bis vier Sätzen aus, denn die eigentliche Arbeit ist an dieser Stelle erledigt.
- Ein Satz des Dankes, konkret und ohne Floskeln.
- Was mit den Ergebnissen passiert und wann.
- Bei Bedarf eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen. Bei einer Mitarbeiterbefragung kennen die meisten die zuständige Person ohnehin.
- Falls vorgesehen: der Weg zum Gewinnspiel oder zur Belohnung.
- Falls gewünscht: wohin es danach weitergeht, zum Beispiel zurück auf die Website oder ins interne Dashboard.

Auf dieser Endseite einer Mitarbeiterbefragung bedankt sich das Team und kündigt an, sich zu den nächsten Schritten zu melden. Was noch fehlt, ist ein Zeitpunkt. Erst damit wird aus dem freundlichen Satz ein Versprechen, das sich überprüfen lässt. Eine Kontaktadresse braucht es hier nicht, weil ohnehin alle wissen, wer hinter der Befragung steckt.
Ausgerechnet der zweite Punkt hat die größte Wirkung und fällt trotzdem oft unter den Tisch. „Die Ergebnisse stellen wir im Dezember in den Mitgliederbereich“ ist eine Zusage, an der man dich messen kann. „Wir werden Ihr Feedback sorgfältig prüfen“ ist keine.
Datenschutzhinweis und Einwilligung haben auf der Abschlussseite nichts verloren. Sie kommen vor der ersten inhaltlichen Frage, wie der Überblick zum Aufbau einer Umfrage zeigt. Auf der letzten Seite genügt höchstens ein Hinweis, wo man die Angaben nachlesen kann.
Vier Abschlusstexte zum Anpassen
Die vier Beispiele decken die häufigsten Situationen ab. Du kannst sie wortwörtlich übernehmen und ersetzt nur die Angaben in den eckigen Klammern.
Allen vier gemeinsam ist zweierlei: Der Dank steht gleich im ersten Satz und das Versprechen zu den Ergebnissen nennt einen Zeitpunkt. Sie unterscheiden sich im Ton und darin, ob du überhaupt Kontaktdaten brauchst.
Kundenbefragung mit Gewinnspiel
Bei einer Kundenbefragung mit Gewinnspiel treffen zwei Dinge aufeinander: der Dank und das Gewinnspiel. Entscheidend ist, dass die E-Mail-Adresse ein eigener, freiwilliger Schritt ist und nicht einfach die fünfzehnte Frage. Wer nicht mitspielen möchte, soll die Seite verlassen können, ohne etwas einzugeben. Gleich daneben gehört der Hinweis, dass die Adresse getrennt von den Antworten gespeichert wird.
Danke, dass du dir die zwei Minuten Zeit genommen hast! [Name] liest deine Rückmeldung persönlich.
Anfang [Monat] werten wir alle Antworten aus.
Wenn du beim Gewinnspiel mitmachen möchtest, folg dem Link unten und gib dort deine E-Mail-Adresse ein. Wir speichern sie getrennt von deinen Antworten.
Die passenden Fragen findest du fertig aufbereitet in unserer Vorlage für die Kundenbefragung.
Mitarbeiterbefragung
Bei einer Mitarbeiterbefragung wird der Abschluss besonders aufmerksam gelesen, weil alle wissen wollen, ob sich wirklich etwas tut. Ein Datum und ein Rahmen, etwa die Betriebsversammlung, sind hier mehr wert als jede Dankesformel. Wer dieses Versprechen einmal einlöst, bekommt bei der nächsten Befragung meist spürbar offenere Antworten.
Danke für deine Zeit und deine ehrlichen Antworten!
Die Ergebnisse präsentieren wir bei der Betriebsversammlung am [Datum], zusammen mit den Maßnahmen, die wir daraus ableiten. Einzelne Antworten sind dabei nicht zu sehen.
Rückfragen zur Umfrage beantwortet die Personalabteilung unter [E-Mail-Adresse].
Eine vollständige Befragung mit Einleitung, Fragen und Endseite findest du in der Vorlage zur Mitarbeiterzufriedenheit.
Umfrage für die Abschlussarbeit
Bei einer Umfrage für die Abschlussarbeit kommt ein Punkt hinzu, der in den anderen Texten fehlt: die Löschung der Daten. Ein halber Satz reicht und beantwortet die Frage, die viele beim Ausfüllen im Hinterkopf haben. Bietest du an, die Ergebnisse später zu schicken, melden sich oft erstaunlich viele.
Vielen Dank, dass du meinen Fragebogen ausgefüllt hast! Deine Antworten fließen in die Auswertung für meine Bachelorarbeit zum Thema [Thema] ein.
Nach der Abgabe im [Monat] lösche ich sämtliche Daten.
Möchtest du die Ergebnisse lesen, schreib mir einfach an [E-Mail-Adresse].
Wie ein wissenschaftlich sauberer Fragebogen als Ganzes aussieht, zeigt die Vorlage für Abschlussarbeiten.
Vereins- oder Gruppenbefragung
Im Verein kennt man sich, deshalb darf der Text persönlich klingen. Hier funktioniert auch die Bitte, den Link weiterzuschicken, denn die Mitglieder erreichen die anderen oft besser als du. Bei einer Kundenbefragung käme dieselbe Bitte eher aufdringlich an.
Danke fürs Mitmachen!
Anhand deiner Antworten legen wir die Termine fürs nächste Jahr fest und präsentieren das Ergebnis bei der Generalversammlung am [Datum].
Kennst du jemanden, der noch nicht abgestimmt hat? Dann schick den Link gerne weiter.
Für eine umfangreichere Befragung im Verein gibt es die Vorlage zur Mitgliederbefragung.
Was in keinem der vier Texte vorkommt: eine Entschuldigung für die Länge. Wer sich am Ende für den Aufwand entschuldigt, bestätigt damit nur, dass die Umfrage zu lang war. Genau das bleibt dann in Erinnerung.
Gewinnspiel und Kontaktdaten, ohne die Anonymität zu gefährden
Sobald du für ein Gewinnspiel eine E-Mail-Adresse brauchst, steht die Anonymität auf dem Spiel. Steht das Feld im Fragenteil, landet die Adresse im selben Datensatz wie die Antworten. Die Zusage aus der Einleitung ist damit nichts mehr wert.
Das ist keine Auslegungssache. Nach Erwägungsgrund 26 der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind alle Mittel zu berücksichtigen, die nach allgemeinem Ermessen wahrscheinlich genutzt werden, um eine Person zu identifizieren. Eine Adresse direkt neben den Antworten zählt eindeutig dazu.
Die Lösung ist simpel: Du erfragst die Kontaktdaten erst nach dem Absenden und getrennt von den Antworten. Auf der Abschlussseite ist der Fragebogen bereits abgeschickt, eine Verbindung zwischen Adresse und Antworten kommt so gar nicht erst zustande.
In der Praxis legst du für das Gewinnspiel ein zweites, sehr kurzes Formular an und verlinkst es auf der Abschlussseite. Das klingt aufwendig, ist aber der sicherste Weg, beide Zusagen einzuhalten. Was anonym genau bedeutet, erklärt der Beitrag zur anonymen Umfrage.
Ob sich ein Gewinnspiel überhaupt auszahlt und welche Anreize tatsächlich wirken, ist eine eigene Frage. Mehr dazu liest du im Beitrag Umfrageteilnehmer finden.
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Typische Fehler am Ende einer Umfrage
Die meisten der folgenden fünf Fehler kosten dich keine Daten, wohl aber Vertrauen. Das merkst du spätestens bei der nächsten Befragung an der Rücklaufquote. Der erste Fehler kann dich dagegen sogar komplette Teilnahmen kosten.
Meistens passieren diese Fehler aus Zeitnot. Die Abschlussseite ist der letzte Schritt vor dem Versand und da ist die Geduld oft schon am Ende.
Das Dankeschön steht vor dem Absenden
Auf der letzten Fragenseite steht bereits „Vielen Dank für deine Teilnahme“, der Button zum Absenden folgt aber erst darunter. Viele glauben an dieser Stelle, die Umfrage sei vorbei, und schließen das Fenster, ohne auf „Absenden“ zu klicken. Ihre Teilnahme ist dann nicht abgeschlossen. Das Dankeschön gehört deshalb auf die Endseite, die erst nach dem Absenden angezeigt wird.
Ergebnisse versprochen, aber kein Datum genannt
„Wir informieren Sie über die Ergebnisse“ verpflichtet zu nichts und wird deshalb auch selten eingehalten. Nenn einen Zeitpunkt und einen Ort, auch wenn beides erst ungefähr feststeht. „Im Dezember im Mitgliederbereich“ reicht völlig und lässt sich halten.
Das Gewinnspiel hängt an den Antworten
Das Feld für die E-Mail-Adresse steht als letzte Frage im Fragebogen, obwohl die Einleitung Anonymität zugesagt hat. Beides gleichzeitig geht nicht. Erfrag die Adresse deshalb erst nach dem Absenden und getrennt von den Antworten. Wer das nicht einrichten möchte, lässt das Gewinnspiel besser weg und nennt einen anderen Grund zum Mitmachen, zum Beispiel den Zugang zu den Ergebnissen.
Der Dank bleibt eine Floskel
„Vielen Dank für Ihre Teilnahme an unserer Umfrage“ klingt nach Dank, ist aber nur eine Standardzeile. Sie steht in so vielen Umfragen, dass sie kaum noch jemand bewusst liest. Ein konkreter Satz kommt ganz anders an, etwa: „Danke, dass du dir die zehn Minuten Zeit genommen hast.“
Nach dem Absenden passiert überhaupt nichts
Ohne Abschlussseite bleibt nach dem Klick ein leeres Formular stehen oder die Umfrage springt wieder an den Anfang. Die Teilnehmenden können dann nicht erkennen, ob ihre Antworten gespeichert wurden. Manche füllen die Umfrage deshalb ein zweites Mal aus und in deiner Auswertung landen doppelte Antworten. Eine Bestätigung am Schluss ist also nicht nur höflich, sondern auch technisch sinnvoll.
Die Endseite in der Umfrage einrichten
In den meisten Umfrage-Tools ist die Abschlussseite keine Frage, sondern eine eigene Seite nach dem Fragenteil. Das ist wichtig, weil eine reine Textfrage am Schluss in der Auswertung als unbeantwortete Frage aufscheinen und die Abschlussquote verzerren kann.
Bei empirio.ai findest du im Editor ganz unten in der Seitenleiste, direkt unter deiner letzten Frage, einen Schalter für die Endseite. Ist er aktiv, bearbeitest du Überschrift und Text gleich in der Vorschau und kannst bei Bedarf ein Bild ergänzen.

Verwende für das Dankeschön gezielt diese Endseite und keine gewöhnliche Seite am Ende des Fragenteils. Am besten schreibst du sie gleich nach der Einleitung und nicht erst ganz zum Schluss. Dann hast du noch im Kopf, was du am Anfang versprochen hast, und die beiden Texte passen zusammen.
Nach der Umfrage weiterleiten
Von der Endseite aus kannst du die Teilnehmenden dorthin schicken, woher sie gekommen sind oder wo es für sie weitergeht. Bei einer Kundenbefragung ist das meist deine Website oder dein Webshop, bei einer Mitarbeiterbefragung das interne Dashboard oder das Intranet und bei einem Gewinnspiel das getrennte Formular für die E-Mail-Adresse.
Kündige die Weiterleitung auf jeden Fall an. Ein Satz wie „Über den Button unten geht es zurück auf unsere Website“ reicht. Eine Weiterleitung ohne Vorwarnung wirkt dagegen wie ein Fehler und lässt offen, ob die Antworten angekommen sind.
Hinweis
Bei empirio.ai folgt die Endseite automatisch auf die letzte Frage und wird erst angezeigt, wenn die Antworten abgeschickt sind. Du kannst sie jederzeit wieder ausschalten, ohne dass sich an den Fragen etwas ändert.
Fazit
Mit der Abschlussseite sorgst du mit wenig Aufwand dafür, dass die Leute beim nächsten Mal wieder dabei sind. Dafür brauchst du nur ein paar Sätze: einen konkreten Dank, ein Versprechen zu den Ergebnissen mit Datum und, wo nötig, eine E-Mail-Adresse für Rückfragen.
Zwei Punkte wirken sich am Ende sogar auf die Daten selbst aus: Das Dankeschön gehört auf die Endseite nach dem Absenden, nicht auf die letzte Fragenseite. Und Kontaktdaten für ein Gewinnspiel erfragst du erst nach dem Absenden, niemals im Fragebogen selbst.
Wie es weitergeht
- Du arbeitest gerade am Text vor der ersten Frage? Begrüßungstext für Umfragen
- Du möchtest den gesamten Ablauf sehen? Aufbau einer Umfrage
- Du überarbeitest die Fragen selbst? Fragebogen erstellen
Endseite schreiben, ohne sie extra anzulegen?
Bei empirio.ai ist die Endseite von Beginn an Teil der Umfrage, du trägst nur noch Überschrift und Text ein.
