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Umfrage für Bachelorarbeit und Masterarbeit: So geht's

So planst du die Umfrage für deine Diplom- oder Masterarbeit, damit die Feldzeit in die sechs Monate passt und am Ende genug auswertbare Antworten vorliegen.

Autor bei empirio.ai - Marvin Depping, Co-Gründervon Marvin DeppingAktualisiert am 13. September 2026Lesezeit 11 Min.

Das Thema deiner Diplomarbeit oder Masterarbeit ist angemeldet und im Curriculum steht ein empirischer Teil. Dann kommt der Punkt, den Methodenlehrveranstaltungen selten bis zum Ende durchspielen: Aus einer Fragestellung soll ein Fragebogen werden, dessen Antworten sich am Schluss auch rechnen lassen.

Eine Umfrage für die Bachelorarbeit oder Masterarbeit erstellst du in sechs Schritten: Merkmale aus der Fragestellung ableiten, Erhebungsform festlegen, Fragebogen und Einleitungstext schreiben, beides an fünf Personen vorab testen, die Feldzeit durchlaufen lassen und am Schluss auswerten. Am Ende hast du einen Datensatz und die fünf Angaben, die der Methodenteil verlangt.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Das Universitätsgesetz 2002 nennt sechs Monate Bearbeitungszeit.
  • 385 Antworten reichen bei 95 Prozent Konfidenzniveau.
  • Die Datenschutzbehörde verlangt Nachweisbarkeit, keine Unterschrift.
  • Die ÖAWI-Richtlinie gilt ausdrücklich auch für Studierende.
  • Feldzeit, Stichprobe und Rücklauf gehören in den Methodenteil.

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Wann eine eigene Umfrage zu deiner Abschlussarbeit passt

Eine eigene Umfrage passt zu deiner Abschlussarbeit, wenn die Fragestellung auf Einstellungen, Einschätzungen oder selbst berichtetes Verhalten zielt und wenn diese Angaben in keiner vorhandenen Statistik stehen. Geht es um Kennzahlen, die Statistik Austria ohnehin jedes Jahr erhebt, kostet eine eigene Erhebung nur Zeit.

Danach entscheidest du über die Form der Befragung, und auch darüber bestimmt die Fragestellung. Fragst du, wie verbreitet etwas ist oder ob zwei Merkmale zusammenhängen, brauchst du viele vergleichbare Antworten und damit einen standardisierten Fragebogen. Geht es dir um Gründe und Deutungen, brauchst du wenige ausführliche Gespräche. Beides zusammen ist möglich und verdoppelt den Aufwand.

Die Tabelle ordnet die drei Fälle, die in Abschlussarbeiten am häufigsten vorkommen.

Deine Fragestellung zielt aufPassende ErhebungWas du dafür brauchst
Verbreitung und Zusammenhängestandardisierte Online-Umfragegeschlossene Fragen und eine Zielzahl
Gründe, Deutungen, ErfahrungenLeitfadeninterviewwenige Gespräche und ein Auswertungsverfahren
Vorhandene KennzahlenSekundäranalyseZugang zum Datensatz statt eigener Erhebung

Worin sich die beiden Zugänge sonst unterscheiden, zeigt der Vergleich von qualitativer und quantitativer Umfrage. Und ob deine Arbeit überhaupt einen empirischen Teil bekommt, klärt der Beitrag zur empirischen Bachelorarbeit.

Sechs Schritte und ein Zeitplan, der beim Abgabetermin beginnt

Sechs Schritte führen von der Fragestellung zum fertigen Datensatz, und ihre Reihenfolge ist nicht verhandelbar. Jeder Schritt setzt fest, womit der nächste überhaupt arbeiten kann. Ein Fragebogen, der vor der Fragestellung entsteht, rächt sich in der Auswertung.

  1. Fragestellung schärfen. Aus ihr ergeben sich die Merkmale, die du messen willst.
  2. Merkmale in Fragen übersetzen. Jedes Merkmal bekommt eine Frage und ein Antwortformat. Den Weg dorthin beschreibt die Anleitung zum Fragebogen erstellen.
  3. Einleitungstext schreiben. Er gehört zum Fragebogen, weil er über den Rücklauf entscheidet.
  4. Pretest ansetzen. Fünf Personen aus der Zielgruppe füllen aus und sagen dir, wo sie gestockt haben.
  5. Feldzeit festlegen. Start- und Enddatum stehen vorher fest und werden notiert.
  6. Auswerten und beschreiben. Zuerst die Zahlen, danach der Text im Methoden- und Ergebnisteil.

Den Zeitplan rechnest du vom Abgabetermin rückwärts, weil die Feldzeit von anderen Menschen abhängt und sich nicht verkürzen lässt. Das Universitätsgesetz 2002 nennt in § 81 für Diplomarbeit und Masterarbeit eine Bearbeitungszeit von sechs Monaten. Wer davon vier Wochen für die Erhebung und drei Wochen für die Auswertung reserviert, sieht früh, wie wenig Luft für einen zweiten Anlauf bleibt.

In den Zeitplan gehört auch die Freigabe. An vielen Instituten sieht die Betreuung den Fragebogen vor dem Versand, in Fächern wie Psychologie oder Pflegewissenschaft kommt eine Stellungnahme der Ethikkommission dazu. Die Richtlinie zur guten wissenschaftlichen Praxis der ÖAWI (2026) stellt im Glossar klar: „Diese Richtlinie gilt also auch für Studierende“. Wer im Studium erhebt, arbeitet also nach denselben Regeln wie das Institut.

💡 Tipp

Frag schon bei der Themenanmeldung nach, ob dein Institut eine Stellungnahme der Ethikkommission erwartet. Die Sitzungstermine dort liegen oft nur alle paar Wochen und sind der einzige Teil deines Zeitplans, den du gar nicht steuern kannst.

So viele auswertbare Antworten brauchst du wirklich

Die nötige Zahl der Antworten hängt an der Grundgesamtheit und an der Genauigkeit, die du erreichen willst. Bei 95 Prozent Konfidenzniveau und einer Fehlerspanne von plus/minus 5 Prozentpunkten reichen 385 auswertbare Antworten, sobald die Grundgesamtheit bei einer Million oder darüber liegt. Bei 10.000 Personen sind es 370, bei 1.000 Personen 278.

GrundgesamtheitNötige auswertbare AntwortenWas daraus folgt
1.000 Personen278machbar bei einem Jahrgang an einer Fachhochschule
10.000 Personen370meist nur über eine Institution erreichbar
1 Million und mehr385darüber wächst die Zahl kaum noch

Die Werte gelten für eine Zufallsauswahl, die in einer Abschlussarbeit praktisch nie zustande kommt, weil die Teilnehmenden selbst entscheiden, ob sie mitmachen. Eine große Stichprobe macht deine Auswertung dann genauer, aber nicht repräsentativ. Den Unterschied rechnet der Beitrag Wann eine Online-Umfrage repräsentativ ist durch, die Auswahlverfahren dahinter erklärt der Beitrag zur Stichprobe.

In qualitativen Arbeiten zählt die Zahl anders. Dort entscheidet die inhaltliche Sättigung: Du führst so lange Gespräche, bis ein weiteres Interview nichts Neues mehr bringt. Wie viele das sind, lässt sich vorher nicht festlegen und gehört als Begründung in den Methodenteil.

Rechne beim Planen zusätzlich mit Abbrüchen und halb ausgefüllten Bögen. Wer 278 auswertbare Fälle braucht, verschickt den Link deshalb nicht an 278 Menschen, sondern an ein Vielfaches davon.

Einleitungstext und Einwilligung: was vor der ersten Frage steht

Der Einleitungstext deiner Umfrage nennt fünf Dinge: wer du bist, worum es geht, wie lange das Ausfüllen dauert, was mit den Antworten geschieht und dass die Teilnahme freiwillig ist. Er steht auf der ersten Seite des Fragebogens und entscheidet darüber, ob jemand überhaupt weiterklickt.

Verbreitet ist die Annahme, jede teilnehmende Person müsse eine Einwilligungserklärung unterschreiben. Die österreichische Datenschutzbehörde hält dagegen fest, dass die verantwortliche Stelle „das Einholen der Einwilligung im Zweifel nachzuweisen“ hat. Verlangt ist die Nachweisbarkeit, nicht die Unterschrift, und Art. 7 Abs. 1 DSGVO sagt nichts anderes. Erwägungsgrund 32 nennt das Anklicken eines Kästchens ausdrücklich als gültige Form. Unzulässig bleiben Stillschweigen und bereits angekreuzte Kästchen.

Der zweite Irrtum betrifft die Anonymität. Erhebt deine Umfrage keine personenbezogenen Daten, brauchst du für diese Daten gar keine Einwilligung, denn nach Erwägungsgrund 26 DSGVO gelten die Datenschutzgrundsätze für anonyme Informationen nicht. Entscheidend ist, dass auch die Kombination aus Alter, Studienrichtung und Semester niemanden identifizierbar macht. Was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag zum Datenschutz bei Umfragen.

Ein Einleitungstext, den du übernehmen kannst

Der Beispieltext deckt die fünf Punkte in der Reihenfolge ab, in der sie gelesen werden. Ersetze die eckigen Klammern durch deine Angaben und streiche, was auf dein Vorhaben nicht zutrifft. Den kurzen Aufruf für Gruppen und Foren schreibst du getrennt davon, denn der folgende Text steht im Fragebogen selbst.

Danke, dass du dir die Zeit nimmst. Für meine Masterarbeit an der [Hochschule] untersuche ich, wie Studierende in Österreich Lernplattformen in der Prüfungsvorbereitung nutzen. Der Fragebogen umfasst 14 Fragen und dauert rund vier Minuten. Deine Antworten werden anonym erhoben, es werden keine Namen, E-Mail-Adressen oder IP-Adressen gespeichert, ausgewertet wird nur über alle Antworten zusammen. Die Teilnahme ist freiwillig und du kannst sie jederzeit abbrechen. Bei Fragen erreichst du mich unter [E-Mail-Adresse]. Die Befragung läuft bis zum [Datum].

Die Dauerangabe ist der Punkt, an dem am meisten geschätzt und am wenigsten gemessen wird. Fülle den Fragebogen einmal selbst mit der Stoppuhr aus und nenne die Zahl, die dabei herauskommt. Eine zu niedrige Angabe kostet dich später halb ausgefüllte Bögen.

⚠️ Achtung

Sobald du personenbezogene Daten erhebst, ändert sich der Text. Dann gehören Rechtsgrundlage, Speicherdauer und Widerruf hinein. Der Regelfall bei studentischen Befragungen ist die anonyme Erhebung, die Ausnahme die personenbezogene. Welche Vorgaben für dich gelten, sagt dein Curriculum, im Zweifel die oder der Datenschutzbeauftragte deiner Hochschule. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.

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Woran du ein brauchbares Umfrage-Tool erkennst

Ein Umfrage-Tool taugt für eine Abschlussarbeit, wenn du die Rohdaten in einem auswertbaren Format herunterladen kannst, wenn das Antwortlimit über deiner Zielzahl liegt und wenn der Anbieter die Daten in der EU verarbeitet. Alles andere ist Komfort, an diesen drei Punkten hängt die Verwertbarkeit deiner Erhebung.

Am Export scheitert es am häufigsten. Wer die Antworten nur als Diagramm auf einer Weboberfläche sieht, kann keinen Mittelwert berechnen, keine Kreuztabelle erstellen und im Anhang nichts dokumentieren. Lade die Datei deshalb einmal probeweise herunter, solange erst drei Testantworten im Datensatz stehen.

KriteriumWorauf du achtestWarum es in der Arbeit zählt
Rohdaten-ExportCSV, Excel oder SPSSohne Rohdaten keine Auswertung und kein Anhang
AntwortlimitGrenze pro Monat und pro Umfrageein Limit mitten in der Feldzeit kostet Fälle
ServerstandortVerarbeitung in der EUInstitute fragen vor der Freigabe danach
Auftragsverarbeitungsvertragim Tarif enthalten oder nichtohne Vertrag oft keine Freigabe

Ob dein Vorhaben einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter braucht, entscheidet deine Hochschule. Der Regelfall lautet: Sobald eine Hochschule hinter der Befragung steht und personenbezogene Daten verarbeitet werden, ist ein solcher Vertrag nötig. Die Ausnahme sind rein anonyme Erhebungen ohne Personenbezug. Zuständig für die Entscheidung ist deine Betreuung, an vielen Hochschulen die oder der Datenschutzbeauftragte.

Bei empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, gehören EU-Hosting und der Auftragsverarbeitungsvertrag zum kostenlosen Tarif, ebenso unbegrenzt viele Umfragen und Fragen sowie 50 Teilnehmende im Monat. Der Download der Rohdaten beginnt dagegen erst beim Lite-Tarif ab 19 Euro im Monat (Stand: September 2026). Womit du sonst noch rechnen musst, rechnet der Beitrag Was eine Umfrage kostet durch.

Umfrage auswerten und im Methodenteil beschreiben

In den Methodenteil deiner Arbeit gehören fünf Angaben zur Umfrage: das Erhebungsinstrument, die Erhebungsform, die Feldzeit mit Start- und Enddatum, der Stichprobenumfang und das Auswahlverfahren. Dazu kommen Abbrüche und unvollständige Fälle, denn auch sie sind ein Ergebnis und kein Makel.

Notiere diese Angaben, während die Umfrage läuft. Wer sie hinterher rekonstruiert, findet das Startdatum nicht mehr und schätzt die Zahl der Abbrüche. In der Defensio und in der kommissionellen Prüfung wird genau an dieser Stelle nachgefragt, weil sich daran zeigt, ob du deine eigene Erhebung im Griff hattest.

Checkliste für den Methodenteil

Die folgende Liste deckt ab, was Prüfende an dieser Stelle erwarten. Fehlt ein Punkt, fehlt nicht nur eine Zeile, sondern die Nachvollziehbarkeit deiner Erhebung. Genau daran wird eine empirische Arbeit gemessen.

  • Der Fragebogen liegt vollständig im Anhang.
  • Die Erhebungsform ist benannt: online, auf Papier oder im Gespräch.
  • Die Feldzeit steht mit Start- und Enddatum im Text.
  • Eingeladene und auswertbare Fälle sind getrennt ausgewiesen.
  • Das Auswahlverfahren ist benannt, samt seiner Grenzen.
  • Abbrüche sind gezählt und ihr Umgang ist begründet.

Die Auswertung selbst läuft in zwei Stufen. Zuerst beschreibst du die Daten mit Häufigkeiten, Mittelwerten und Streuungsmaßen, danach prüfst du Zusammenhänge und Unterschiede. Welche Verfahren infrage kommen, hängt am Skalenniveau deiner Fragen und steht im Beitrag zu den Auswertungsmethoden. Den Unterschied zwischen beiden Stufen erklärt der Beitrag zu deskriptiver Statistik und Inferenzstatistik.

Vier Fehler, die sich später nicht mehr reparieren lassen

Die meisten Probleme mit einer studentischen Umfrage entstehen nicht beim Formulieren der Fragen, sondern bei Entscheidungen davor und danach. Vier davon kommen so regelmäßig vor, dass sie einen eigenen Abschnitt verdienen.

Gemeinsam ist diesen vier Fehlern, dass sie sich im Nachhinein kaum noch beheben lassen. Wer sie vorher kennt, spart sich in der Prüfung unangenehme Rückfragen.

Die Erhebung startet vor der Fragestellung

Ein Fragebogen ohne geschärfte Fragestellung fragt vieles ab und trifft selten das Richtige. Die Merkmale stammen dann aus dem Bauchgefühl statt aus der Frage, und bei der Auswertung fehlt genau die Variable, die den Zusammenhang zeigen würde. Formuliere deshalb zuerst die Frage und deine Hypothesen, danach die Fragen im Bogen.

Der Fragebogen verspricht Anonymität und fragt die E-Mail-Adresse ab

Eine Umfrage ist nicht anonym, sobald im selben Bogen eine E-Mail-Adresse für eine Verlosung abgefragt wird. Jede Antwort hängt dann an einer Adresse, unabhängig davon, was im Einleitungstext steht. Sauber wird es durch eine Trennung: Auf der Dankeseite steht ein zweiter Link zu einem eigenen Formular, in dem nur die Adresse landet. Die beiden Datensätze haben danach keine Verbindung zueinander.

Unbequeme Antworten verschwinden aus dem Datensatz

Antworten nachträglich zu löschen, weil sie der Hypothese widersprechen, ist wissenschaftliches Fehlverhalten. Die ÖAWI führt in ihrer Richtlinie unter Ziffer 4.1 a ausdrücklich „das Erfinden oder Verfälschen von Quellen, Daten oder Ergebnissen“ als Fehlverhalten auf, und sie gilt auch für Arbeiten im Studium. Erlaubt ist etwas anderes: Fälle auszuschließen, die erkennbar nicht ernsthaft ausgefüllt wurden, etwa weil jemand eine ganze Matrix identisch angeklickt oder den Bogen in 40 Sekunden durchgeklickt hat. Der Unterschied liegt im Kriterium. Es wird vor dem Blick in die Ergebnisse festgelegt, gilt für alle Fälle gleich und steht mit Begründung im Methodenteil.

Der Pretest fällt aus, weil die Zeit knapp wird

Ohne Pretest merkst du erst am fertigen Datensatz, dass eine Frage zweideutig war. Fünf Personen aus der Zielgruppe kosten dich einen Nachmittag und zeigen zuverlässig, wo jemand stockt, wo eine Antwortkategorie fehlt und wie lange das Ausfüllen wirklich dauert. Streiche also lieber eine Frage als den Pretest.

Fazit

Eine Umfrage für die Abschlussarbeit steht und fällt mit zwei Entscheidungen, die beide vor der ersten Frage fallen: ob die Fragestellung überhaupt nach einer Befragung verlangt und wie viele auswertbare Fälle du brauchst. Der Rest ist Handwerk und lässt sich planen. Rechne den Zeitplan vom Abgabetermin rückwärts und notiere die Angaben zur Erhebung, solange sie anfallen.

Verbindlich sind am Ende dein Curriculum und die Vorgaben deines Instituts, nicht allgemeine Empfehlungen. Sie unterscheiden sich darin, ob die Betreuung den Fragebogen freigeben muss, ob eine Stellungnahme der Ethikkommission nötig ist und wie der Datensatz im Anhang zu dokumentieren ist. Kläre das, bevor die Feldzeit beginnt.

Wie es weitergeht


Fragebogen fertig, Feldzeit steht?

Unbegrenzt viele Fragen, EU-Hosting und der Auftragsverarbeitungsvertrag gehören bei empirio.ai zum kostenlosen Tarif.

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Häufig gestellte Fragen

Die nötige Zahl hängt an der Grundgesamtheit. Bei 95 Prozent Konfidenzniveau und einer Fehlerspanne von plus/minus 5 Prozentpunkten reichen 385 auswertbare Antworten, sobald die Grundgesamtheit bei einer Million oder darüber liegt. Bei 10.000 Personen sind es 370, bei 1.000 Personen 278. Diese Werte setzen eine Zufallsauswahl voraus, die in Abschlussarbeiten selten gelingt.

Das Universitätsgesetz 2002 nennt in § 81 für Diplomarbeit und Masterarbeit eine Bearbeitungszeit von sechs Monaten. Innerhalb dieser Frist muss auch die Erhebung Platz finden. Realistisch sind drei bis vier Wochen Feldzeit, davor die Freigabe durch die Betreuung und danach mehrere Wochen für Auswertung und Schreiben. Gerechnet wird vom Abgabetermin rückwärts.

Nein, eine Unterschrift verlangt die DSGVO nicht. Die österreichische Datenschutzbehörde stellt klar, dass die verantwortliche Stelle das Einholen der Einwilligung im Zweifel nachzuweisen hat. Erwägungsgrund 32 nennt das Anklicken eines Kästchens ausdrücklich als gültige Form. Unzulässig sind Stillschweigen und vorangekreuzte Kästchen. Bei einer wirklich anonymen Erhebung ist gar keine Einwilligung nötig.

In den Einleitungstext gehören fünf Angaben: wer die Befragung durchführt, worum es geht, wie lange das Ausfüllen dauert, was mit den Antworten geschieht und dass die Teilnahme freiwillig ist. Die Dauerangabe stimmt nur, wenn sie einmal mit der Stoppuhr gemessen wurde. Die Zahl der Fragen dazuzuschreiben, beruhigt zusätzlich.

Antworten wegen eines unerwünschten Ergebnisses zu löschen, ist wissenschaftliches Fehlverhalten. Die Richtlinie der ÖAWI führt das Erfinden oder Verfälschen von Quellen, Daten oder Ergebnissen ausdrücklich als Fehlverhalten auf und gilt auch für Arbeiten im Studium. Zulässig bleibt der Ausschluss offensichtlich nicht ernsthafter Fälle. Das Kriterium wird vorher festgelegt und im Methodenteil begründet.

Geeignet ist jedes Tool, das drei Bedingungen erfüllt: Rohdaten-Export als CSV, Excel oder SPSS, ein Antwortlimit oberhalb der Zielzahl und Datenverarbeitung in der EU. Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und der Auftragsverarbeitungsvertrag zum kostenlosen Tarif, der Rohdaten-Export beginnt beim Lite-Tarif ab 19 Euro im Monat (Stand: September 2026).

In den Methodenteil gehören fünf Angaben: das Erhebungsinstrument, die Erhebungsform, die Feldzeit mit Start- und Enddatum, der Stichprobenumfang und das Auswahlverfahren. Dazu kommen die Zahl der Abbrüche und der Umgang mit unvollständigen Fällen. Der Fragebogen selbst liegt vollständig im Anhang der Arbeit.

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