Du weißt, was du mit deiner Umfrage herausfinden willst, und die Fragen samt Antwortmöglichkeiten stehen schon? Dann fehlt nur noch alles, was die Fragen umgibt: der Text vor der ersten Frage, der Hinweis zum Datenschutz, die Reihenfolge der Blöcke und die Seite, die nach dem Absenden kommt.
Jede Umfrage setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen, die in einer festen Reihenfolge stehen: der Einleitung mit Begrüßung, Zweck und Datenschutzhinweis, dem Hauptteil mit den inhaltlichen Fragen, den soziodemografischen Angaben wie Alter, Geschlecht und höchster abgeschlossener Ausbildung und schließlich dem Abschluss mit Dank und Kontakt. Einleitung und Abschluss sind eigene Seiten und keine Fragen.
Wie du die Fragen selbst formulierst, erklärt unsere Anleitung zum Fragebogen erstellen. In diesem Beitrag geht es um die Ebene darüber. Als durchgehendes Beispiel dient eine Mitarbeiterbefragung zur Zufriedenheit im Betrieb.
📌 Das Wichtigste im Überblick
- In die Einleitung gehören Begrüßung, Zweck, Dauer und Datenschutzhinweis.
- Soziodemografische Angaben kommen meist ans Ende, Filterfragen an den Anfang.
- Einwilligung und Datenschutzhinweis stehen vor der ersten inhaltlichen Frage.
- Angaben zur Person erfragst du nur in Kategorien.
- Laut Galesic und Bosnjak fallen Antworten auf spätere Fragen kürzer aus.
- Bei empirio.ai sind Willkommensseite und Endseite eigene Seiten.
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Die vier Bestandteile einer Umfrage auf einen Blick
Jeder der vier Bestandteile einer Umfrage hat genau eine Aufgabe. Die Einleitung schafft Vertrauen und holt die Erlaubnis ein. Der Hauptteil liefert die Daten. Die soziodemografischen Angaben machen eine Auswertung nach Gruppen möglich und der Abschluss verabschiedet die Teilnehmenden und lässt Raum für Rückfragen.
Fehlt einer davon, fehlt deiner Umfrage genau diese Aufgabe: Ohne Einleitung hat niemand einen Grund mitzumachen, ohne soziodemografische Angaben kannst du hinterher nicht sagen, wessen Meinung du eigentlich gemessen hast.
| Bestandteil | Aufgabe | Was dazugehört |
|---|---|---|
| Einleitung | Vertrauen und Erlaubnis | Begrüßung, Zweck, Dauer, Datenschutz, Einwilligung |
| Hauptteil | die eigentlichen Daten | Fragen vom Allgemeinen zum Speziellen |
| Soziodemografische Angaben | Auswertung nach Gruppen | Alter, Geschlecht, Ausbildung, Berufsgruppe |
| Abschluss | Verabschiedung | Dank, Hinweis auf die Ergebnisse, Kontakt |
Zwei dieser Bestandteile sind im Umfrage-Tool keine Fragen, sondern eigene Seiten. Sie stehen vor bzw. nach dem Fragenteil und lassen sich unabhängig davon ein- und ausschalten.
Hinweis
In empirio.ai fügst du Willkommensseite und Endseite als eigene Seiten zu deiner Umfrage hinzu. Beide bestehen aus einer Überschrift und einem Textabschnitt. Du kannst jede einzeln aktivieren oder ganz weglassen. An den Fragen selbst ändert das nichts.
Teil 1: Die Einleitung mit Begrüßung und Zweck
Die Einleitung ist der Text, den die Teilnehmenden vor der ersten Frage zu lesen bekommen. Nach einer kurzen Begrüßung beantwortet sie fünf Fragen in genau dieser Reihenfolge:
- Wer fragt?
- Worum geht es und wozu wird gefragt?
- Wie lange dauert es?
- Was passiert mit den Antworten und ist die Teilnahme freiwillig?
- Warum zahlt sich das Mitmachen aus?
Für die Mitarbeiterbefragung ist das schnell erledigt. Gefragt wird von der Personalabteilung. Der Zweck: Der Betrieb möchte wissen, was im Arbeitsalltag gut funktioniert und wo es sich spießt. Die Dauer liegt bei rund zehn Minuten. Ausgewertet wird anonym und die Teilnahme ist freiwillig. Mitmachen zahlt sich aus, weil die Ergebnisse allen präsentiert werden und daraus gemeinsam Maßnahmen entstehen.
Mehr braucht der Text nicht. Drei bis fünf Sätze genügen. Was darüber hinausgeht, wird am Handy zur Textwand und hält Leute davon ab, überhaupt anzufangen. Stimm den Ton außerdem auf deine Zielgruppe ab: Eine Kundenbefragung, eine Mitarbeiterbefragung, eine Vereinsbefragung und eine Umfrage für die Bachelor- oder Masterarbeit klingen jeweils ein wenig anders. Wie so ein Text konkret ausschaut und welche Formulierungen zu welcher Befragung passen, zeigt der Beitrag zum Begrüßungstext in Umfragen.
Je nach Befragung gehören zum Einstieg neben der Begrüßung noch zwei weitere Dinge:
- Datenschutzhinweis und Einwilligung: die Information, was mit den Daten geschieht, und die Einwilligung, dass sie verarbeitet werden dürfen.
- Informationen zur Umfrage (falls nötig): Wenn das Thema etwas Hintergrund braucht, erklärst du vor der ersten Frage, worum es geht und was du unter zentralen Begriffen verstehst. Etwa so: „In dieser Umfrage geht es um deine Arbeitsbelastung. Gemeint ist damit, wie viele Aufgaben du hast und unter welchem Zeitdruck du sie erledigst.“ Ebenso kannst du die Teilnehmenden kurz auf den ersten Themenblock einstimmen: „Zu Beginn geht es um deinen Arbeitsalltag.“
Damit starten alle Befragten mit demselben Wissensstand und du bekommst Antworten, auf die du dich verlassen kannst.

Ein Punkt geht dabei gern unter: Die angegebene Dauer ist ein Versprechen. Wer drei Minuten ankündigt und zwölf braucht, verliert die Leute auf halbem Weg und halb ausgefüllte Fragebögen sind für die Auswertung meist unbrauchbar.
Besonderer Teil der Einleitung: Datenschutzhinweis und Einwilligung
Der Datenschutzhinweis steht in der Einleitung und nicht am Ende. Er nennt, wer verantwortlich ist, welche Daten erhoben werden, wie lange sie gespeichert bleiben und dass die Teilnahme freiwillig ist. Hinweis und Einwilligung sind dabei zwei verschiedene Dinge: Der Hinweis informiert, die Einwilligung erlaubt.
Technisch landen beide auf derselben Seite, als Textabschnitt und als Hakerl, das aktiv gesetzt werden muss. Welche Rechtsgrundlage du überhaupt brauchst und welche Angaben in den Text gehören, erfährst du im Beitrag zum Datenschutz bei Umfragen.

Entscheidend ist die Position: Die Einwilligung muss vor der ersten inhaltlichen Frage kommen. Holst du sie erst nach Frage drei ein, hast du diese drei Antworten bereits ohne Erlaubnis erhoben. Im Nachhinein lässt sich das nicht reparieren, weil die Rechtsgrundlage schon vor der Verarbeitung vorliegen muss.
Bei einer rein privaten Umfrage im Freundeskreis kannst du auf beides verzichten. Sobald ein Verein, eine Universität, eine Fachhochschule oder ein Unternehmen fragt, gehören beide dazu, egal wie klein die Befragung ist.
Hinweis
Den Datenschutzhinweis musst du bei empirio.ai nicht selbst schreiben. Eine vorgefertigte Datenschutz- und Einwilligungserklärung samt Zustimmung per Hakerl fügst du mit einem Klick zu deiner Umfrage hinzu und passt den Text danach an deinen Fall an. So kommst du mit wenig Aufwand zu einer datenschutzkonformen Umfrage, die den Vorgaben der DSGVO und des österreichischen Datenschutzgesetzes (DSG) entspricht.
So sieht die Einleitung im Umfrage-Tool aus
In den meisten Umfrage-Tools, empirio.ai eingeschlossen, besteht die Einleitung aus mehr als einer Seite. Du legst eine Willkommensseite an und kannst vor der ersten Frage weitere Seiten einfügen. In der Praxis schaut die Einleitung deshalb meist so aus:
- Startseite: Titel der Umfrage, ein, zwei Sätze zum Zweck und der Button zum Loslegen.
- Datenschutzseite: Datenschutzhinweis und Einwilligung per Hakerl, noch bevor die erste inhaltliche Frage erscheint.
- Weitere Erklärungen (optional): eine eigene Seite mit Details zur Umfrage, etwa zu Dauer und Anonymität, oder eine kurze Hinführung zum ersten Fragenblock.

Im gezeigten Beispiel hat die Person, die die Umfrage erstellt hat, eine eigene Startseite gewählt, um die Teilnehmenden kurz einzustimmen. Anschließend kommen eine separate Datenschutzseite und danach das erste Kapitel mit den Fragen.
Teil 2: Der Hauptteil mit den inhaltlichen Fragen
Im Hauptteil stehen die Fragen, um die es dir eigentlich geht. Für ihre Reihenfolge hat sich ein fester Ablauf bewährt:
- Leichte, allgemeine Fragen: Am Anfang steht eine Frage, die alle ohne langes Überlegen beantworten können. Von ihr hängt mehr ab als nur die eine Antwort, denn wer schon hier ins Grübeln kommt, steigt aus.
- Spezifischere Fragen: Danach wird es Schritt für Schritt konkreter. Dieses Vorgehen vom Allgemeinen zum Speziellen nennt die Methodenliteratur Trichterprinzip.
- Heikle Fragen: Zufriedenheit mit dem Gehalt, Konflikte im Team oder Angaben zur Gesundheit kommen spät, aber nicht ganz zum Schluss. Bis dahin haben die Teilnehmenden schon ein gutes Stück geschafft und kennen den Ton des Fragebogens.
Die Mitarbeiterbefragung startet in den Hauptteil deshalb mit der Frage, wie zufrieden jemand alles in allem mit seiner Arbeit ist. Es folgen Fragen zur Arbeitsbelastung, zur Zusammenarbeit im Team und zur Führung.

Einzelne Themengebiete als eigene Kapitel
Fragen zum selben Thema gehören zusammen. Springst du von der Arbeitsbelastung zur Führung und wieder zurück, zwingst du die Teilnehmenden bei jeder Frage zu einem Themenwechsel. Das kostet Aufmerksamkeit, die eigentlich für die Antwort gebraucht wird.
In den meisten Umfrage-Tools, auch in empirio.ai, legst du jedes Themengebiet als eigenes Kapitel an. Am Beginn eines Kapitels hast du Platz für ein, zwei Sätze, die erklären, worum es jetzt geht. Für die Mitarbeiterbefragung könnte das so aussehen:
- Themengebiet 1: Arbeitsalltag
- Frage 1: Wie zufrieden bist du alles in allem mit deiner Arbeit?
- Frage 2: Wie gut kommst du mit deiner derzeitigen Arbeitsbelastung zurecht?
- Frage 3: Arbeitest du zumindest teilweise im Homeoffice?
- Themengebiet 2: Arbeiten im Homeoffice (nur wenn Frage 3 mit Ja beantwortet wurde)
- Frage 4: Wie gut funktioniert die Abstimmung mit deinem Team, wenn du von zu Hause aus arbeitest?
- Frage 5: Wie beurteilst du deine technische Ausstattung daheim?
- Themengebiet 3: Führung und Zusammenarbeit
- Frage 6: Wie gut unterstützt dich deine Führungskraft?
Logik: weitere Fragen abhängig von den Antworten
Mit einer Logik blendest du Fragen oder ganze Themengebiete nur dann ein, wenn eine frühere Antwort sie sinnvoll macht. So fragst du genau dort nach, wo zusätzliche Informationen gebraucht werden, und allen anderen bleiben überflüssige Fragen erspart. Zwei typische Fälle aus der Mitarbeiterbefragung:
- Nachfragen bei Unzufriedenheit: Wer bei Frage 1 angibt, eher unzufrieden zu sein, bekommt eine offene Frage nach den Gründen. Wer zufrieden ist, bekommt sie gar nicht zu sehen.
- Themengebiete überspringen: Wer bei Frage 3 angibt, nicht im Homeoffice zu arbeiten, landet direkt bei Themengebiet 3.
Wie du solche Bedingungen und Sprünge einrichtest, erklären wir im Beitrag zu Logik und Verzweigung in Umfragen.
Teil 3: Die soziodemografischen Angaben
Soziodemografische Angaben beschreiben die Person selbst: Alter, Geschlecht, höchste abgeschlossene Ausbildung, Berufsgruppe, manchmal auch Wohnort oder Haushaltsgröße. Sie folgen auf den Hauptteil, weil sie kaum Nachdenken erfordern und deshalb auch dann noch zuverlässig beantwortet werden, wenn die Konzentration schon nachlässt.

In Stein gemeißelt ist dieser Platz allerdings nicht. Die oft gehörte Begründung, Fragen zur Person würden am Anfang abschrecken, ist schwächer belegt, als man meinen würde. Musst du nach einem Merkmal filtern oder quotieren, gehört genau diese Frage an den Anfang. Sonst füllen Leute den ganzen Fragebogen aus, die gar nicht zur Zielgruppe gehören. Worauf es bei dieser Abwägung ankommt, erklärt unser Beitrag zu soziodemografischen Daten im Fragebogen.
Frag nur ab, was du auch auswertest. Das genaue Geburtsdatum ist überflüssig, wenn du am Ende ohnehin nach Altersgruppen berichtest. In einer kleinen Abteilung reicht schon die Kombination aus Alter, Geschlecht und Dauer der Betriebszugehörigkeit, um einzelne Personen zu erkennen.
Für die Mitarbeiterbefragung genügen oft drei Angaben: Abteilung, Betriebszugehörigkeit in Gruppen und ob jemand Führungsverantwortung trägt. Alles Weitere würdest du erheben, ohne eine Auswertung dafür geplant zu haben. Und wer alles ans Ende stellt, verliert diese Angaben bei jedem Abbruch.
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Teil 4: Der Abschluss nach der letzten Frage
Der Abschluss ist die Seite, die nach dem Absenden erscheint. Sie hat drei Aufgaben: sich bedanken, erklären, was mit den Ergebnissen passiert, und einen Weg für Rückfragen offenlassen. Damit ist sie der letzte Eindruck, den deine Befragung hinterlässt.

Gerade dieser Teil wird oft unterschätzt, weil die Daten zu diesem Zeitpunkt längst im System sind. Für die nächste Befragung zählt der Eindruck aber sehr wohl. Wer sich ordentlich verabschiedet fühlt, macht beim nächsten Mal wieder mit.
Auf diese Seite gehört außerdem alles, was erst nach der Befragung passiert. Ein Gewinnspiel, für das eine E-Mail-Adresse nötig ist, steht hier und nicht im Fragenteil, weil es dort die Anonymität der Antworten aufheben würde. Wie du Dank, Hinweis auf die Ergebnisse und Gewinnspiel sauber auseinanderhältst und welche Formulierungen sich bewähren, liest du im Beitrag zum Ende der Umfrage.
In der Mitarbeiterbefragung stehen dort ein Satz des Dankes, der Hinweis, wann die Ergebnisse im Betrieb präsentiert werden, und eine Kontaktadresse der Personalabteilung.
Tipp
Bedank dich gezielt auf der Endseite deines Umfrage-Tools und nicht auf einer regulären Seite am Schluss des Fragenteils. Die Endseite wird erst angezeigt, wenn die Antworten abgeschickt sind. Steht das Dankeschön hingegen schon auf der letzten Fragenseite, glauben viele, die Umfrage sei vorbei, und schließen das Fenster, ohne auf „Absenden“ zu klicken. Ihre Teilnahme ist dann nicht abgeschlossen. Bei empirio.ai richtest du die Endseite dafür als eigene Seite ein.
Warum die Reihenfolge der Fragen die Ergebnisse verändern kann
Die Reihenfolge der vier Bestandteile ist keine Geschmacksfrage. Sie beeinflusst messbar, wie geantwortet wird. Mirta Galesic und Michael Bosnjak haben das in einem Experiment untersucht: Sie platzierten dieselben Fragen an verschiedenen Stellen eines Fragebogens und verglichen die Antworten.
Das Ergebnis: Je weiter hinten eine Frage steht, desto schneller, kürzer und gleichförmiger fallen die Antworten aus (Galesic und Bosnjak 2009, Public Opinion Quarterly). Dieselbe Studie zeigt außerdem, dass eine länger angekündigte Bearbeitungszeit zu weniger Starts und weniger vollständig ausgefüllten Fragebögen führt.
Die Regel für die Praxis ergibt sich daraus direkt. Was dir am wichtigsten ist, kommt nach vorne. Offene Fragen, auf die du ausführliche Antworten erhoffst, stehen früh. Alles, was sich auch mit halber Aufmerksamkeit richtig beantworten lässt, rückt nach hinten. Genau deshalb stehen dort die soziodemografischen Angaben.
Oft ist zu lesen, schwierige Fragen gehörten in die Mitte, weil die Aufmerksamkeit dort am größten sei. Diese Regel taucht in mehreren älteren Leitfäden auf. Einen Beleg dafür liefern sie nicht und zu den Ergebnissen von Galesic und Bosnjak passt sie auch nicht.
Wie die einzelnen Bereiche der Umfrage auf Seiten verteilt werden
Die vier Bestandteile gliedern die Umfrage inhaltlich. Auf wie viele Seiten sie sich verteilen und ob die Teilnehmenden alles auf einmal sehen oder ein Kapitel nach dem anderen durcharbeiten, legst du im Umfrage-Tool fest. In empirio.ai stehen dir dafür drei Möglichkeiten zur Wahl:
- Alle Fragen auf einer Seite: Die Teilnehmenden sehen sofort, wie lang die Umfrage ist. Bei vielen Fragen schreckt genau das ab.
- Eine Frage pro Seite: Am Handy wirkt das aufgeräumt, aus zwanzig Fragen werden aber auch zwanzig Seitenwechsel.
- Flexible Seitenaufteilung: Du bündelst die Fragen selbst zu Seiten, zum Beispiel eine Seite pro Themengebiet.

Ein guter Mittelweg ist die flexible Aufteilung mit einer Seite pro Themengebiet.
Nicht jeder Fragenblock betrifft alle Teilnehmenden. Wer nie im Homeoffice arbeitet, muss die Fragen zur Ausstattung daheim nicht sehen. Solche Fälle regelst du über Logik und Verzweigung in Umfragen, statt allen alles vorzulegen und auf ein „trifft nicht zu“ zu hoffen.
An der Reihenfolge der vier Bestandteile ändert das nichts. Verzweigungen überspringen Blöcke, sie vertauschen sie nicht. Stehen die soziodemografischen Angaben für manche am Anfang und für andere am Ende, lassen sich die Antworten nicht mehr miteinander vergleichen.
Der perfekte Aufbau einer Umfrage an einem Beispiel
Hier siehst du Seite für Seite, wie die Mitarbeiterbefragung aufgebaut ist, die dich durch diesen Beitrag begleitet hat:
| Seite | Inhalt | Funktion |
|---|---|---|
| Startseite | Titel, zwei Sätze zum Zweck, Dauer von rund zehn Minuten, Button zum Loslegen | zur Teilnahme einladen |
| Datenschutzseite | Datenschutzhinweis und Einwilligung per Hakerl | die Erlaubnis einholen, noch bevor die erste Frage kommt |
| Einführung (optional) | Überblick über die Kapitel und Themen der Umfrage, Erklärung zentraler Begriffe (zum Beispiel: Mit „Führungskraft“ ist die Teamleitung gemeint, nicht die Geschäftsführung) | alle auf denselben Wissensstand bringen |
| Kapitel 1: Arbeitsalltag | Zufriedenheit alles in allem, Arbeitsbelastung, Arbeit im Homeoffice ja oder nein | leichter Einstieg und Filter für die Logik |
| Kapitel 2: Arbeiten im Homeoffice | Abstimmung im Team, Ausstattung daheim (nur für alle, die im Homeoffice arbeiten) | Details nur für jene, die es betrifft |
| Kapitel 3: Führung und Zusammenarbeit | Unterstützung durch die Führungskraft, offene Frage nach Verbesserungsvorschlägen | spezifischere und heiklere Themen, sobald Vertrauen da ist |
| Angaben zur Person | Abteilung, Betriebszugehörigkeit in Gruppen, Führungsverantwortung | Auswertung nach Gruppen |
| Endseite | Dank, Termin der Ergebnispräsentation, Kontakt zur Personalabteilung | verabschieden und Rückfragen ermöglichen |
Damit die Umfrage anonym bleibt, fragst du persönliche Angaben ausschließlich in Kategorien ab, etwa das Alter als „30 bis 39 Jahre“. Name, E-Mail-Adresse oder andere Merkmale, an denen man eine Person eindeutig erkennt, haben im Fragebogen nichts verloren. Das gilt auch für die Auswertung: Eine Gruppe wertest du nur dann gesondert aus, wenn sich daraus keine Rückschlüsse auf eine bestimmte Person ziehen lassen. Ist in der IT-Abteilung zum Beispiel nur ein einziger Mann jünger als 30, weist du diese Kombination nicht eigens aus, sonst ist sofort klar, von wem die Antworten kommen. Mehr dazu liest du im Beitrag zur anonymen Umfrage.
Weitere Beispiele und fertige Fragebogen-Vorlagen findest du in unserem Vorlagen-Bereich für Umfragen.
Fazit
Einleitung, Hauptteil, soziodemografische Angaben und Abschluss sind die vier Bestandteile einer Umfrage und ihre Reihenfolge hat gute Gründe. Wer sich daran hält, holt die Erlaubnis rechtzeitig ein, stellt die wichtigen Fragen, solange die Aufmerksamkeit noch hoch ist, und verabschiedet sich so, dass beim nächsten Mal wieder jemand mitmacht.
Die größte Wirkung hat dabei eine unscheinbare Entscheidung: das Wichtigste an den Anfang zu stellen. So bekommen die Fragen, auf die es dir ankommt, die volle Aufmerksamkeit und die soziodemografischen Angaben, die auch mit halber Aufmerksamkeit richtig beantwortet werden, landen am Schluss.
Wie es weitergeht
- Du bist unsicher, wie du den Datenschutzhinweis formulierst und ob du ihn überhaupt brauchst? Datenschutz bei Umfragen: DSGVO-Regeln, Muster und Tools
- Du überlegst, welche Angaben zur Person du abfragen sollst? Soziodemografische Daten im Fragebogen
- Du möchtest die Fragen selbst noch einmal überarbeiten? Fragebogen erstellen
Du willst nicht bei null beginnen?
In unseren Fragebogen-Vorlagen stehen Einleitung, Fragenblöcke und Abschluss bereits in der richtigen Reihenfolge.
