empirio.ai

Google Forms vs Microsoft Forms: Was ist der Unterschied?

Ähnlich sehen sich Google Forms und Microsoft Forms, gleich sind sie in kaum einem Detail. Unser Vergleich prüft 55 Kriterien, von Fragetypen über Logik bis zum Datenschutz.

Autor bei empirio.ai – Marco Warzecha, Mitgründervon Marco WarzechaAktualisiert am 23. August 2026Lesezeit 18 Min.

Google Forms und Microsoft Forms sind die beiden Formular-Werkzeuge, die den meisten Menschen zuerst begegnen. Nicht weil sie die besten sind, sondern weil sie schon da sind: Google Forms in jedem Google-Konto, Microsoft Forms in jedem Microsoft-Konto. Beide kosten im Einstieg nichts, beide laufen im Browser. Genau deshalb landet die Frage regelmässig auf dem Tisch, sobald im Team oder im Kurs eine Umfrage ansteht.

Der Unterschied zwischen Google Forms und Microsoft Forms liegt weniger im Funktionsumfang als in der Umgebung: Google Forms sammelt unbegrenzt Antworten und schreibt sie nach Google Sheets, Microsoft Forms begrenzt die Antworten nach Kontotyp und schreibt sie nach Excel. Wir haben beide Hilfebereiche im August 2026 nebeneinander gelesen, die Oberflächen geprüft und vergleichen sie hier entlang derselben 55 Kriterien wie in unseren übrigen Vergleichen.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Google Forms sammelt unbegrenzt Antworten, Microsoft Forms nicht.
  • Microsoft verzweigt zu einzelnen Fragen, Google nur zu ganzen Abschnitten.
  • Microsoft bringt Matrix, Ranking und NPS als eigene Fragetypen mit und gut doppelt so viele Vorlagen, Google keinen dieser Fragetypen.
  • Nur Google hat eine öffentliche Schnittstelle, nur Microsoft einen fertigen Weg in die Automatisierung.
  • Einen Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es bei beiden nur bezahlt.

Kostenlos Umfrage erstellen

Mit empirio.ai erstellst du in wenigen Minuten eine moderne Online-Umfrage – mit Hosting in der EU.

  • Umfrage per KI
  • Per Drag & Drop anpassen
  • Auswertung in Echtzeit
Jetzt kostenlos starten

Google Forms und Microsoft Forms im Überblick

Bevor es an die Unterschiede geht, lohnt ein Blick darauf, was Google Forms und Microsoft Forms überhaupt sind. Denn beide sind keine eigenständigen Produkte, sondern Beigaben zu einem grossen Büropaket, und das erklärt einen guten Teil dessen, was später in den Tabellen steht.

Google Forms

Google Forms ist das Formular-Werkzeug aus Google Workspace. Es steckt in jedem Google-Konto, kostet nichts und kennt keine Obergrenze bei den Antworten. Den Fragebogen erstellst du Frage für Frage über Auswahlmenüs, die Ergebnisse landen auf Wunsch direkt in Google Sheets. Gedacht ist es für Anmeldungen, Abfragen und schnelle Rückmeldungen, nicht für grosse Befragungen.

Google Forms im Screenshot: die Oberfläche im Überblick

Wie eine Umfrage darin Schritt für Schritt entsteht, zeigt unsere Anleitung Umfragen erstellen mit Google Forms.

Microsoft Forms

Microsoft Forms ist das Gegenstück aus Microsoft 365. Es gehört zu jedem Microsoft-Konto, verzahnt sich mit Teams, Outlook und Excel und bringt als Einziges der beiden einen Quizmodus mit automatischer Bewertung mit. Wie viele Antworten du sammeln darfst, hängt hier nicht vom Tarif ab, sondern vom Kontotyp: 200 je Formular mit einem privaten Konto, fünf Millionen mit einem Arbeits- oder Schulkonto.

Umfrage in Microsoft Forms: Fragebogen im Editor mit Fragetypen und Antwortoptionen

Google Forms und Microsoft Forms teilen dieselbe Grenze, und sie fällt erst auf, wenn die Antworten da sind: Die Auswertung endet bei Diagrammen und einem Export in die Tabellenkalkulation. Wer weiter will, landet bei einem spezialisierten Umfrage-Tool. Was das konkret ändert, steht in unseren Vergleichen Google Forms Alternative und Microsoft Forms Alternative.

Google Forms oder Microsoft Forms: Was passt zu dir?

Die kurze Antwort passt in eine Tabelle. Sie enthält die vier Punkte, nach denen zuerst gefragt wird: Sprachen, EU-Hosting, Auftragsverarbeitungsvertrag und Preis. Dazu die Einordnung, wofür die beiden gemacht sind.

Google FormsMicrosoft Forms
Perfekt füroffene Umfragen mit vielen Antworten, ohne LizenzBefragungen im eigenen Microsoft-365-Haus, Quiz und Unterricht
Stärkenkeine Antwortgrenze, öffentliche Schnittstelle, Auswertung direkt in Google SheetsMatrix, Ranking und NPS als eigene Fragetypen, feine Sprunglogik, Quiz mit automatischer Bewertung, Power Automate
SchwächenLogiken nur zu ganzen Abschnitten, ein einziges Design, kein QR-Code, weiterführende Umfrage-Funktionen fehlenAntworten je Formular begrenzt, keine öffentliche Schnittstelle, KI nur mit Copilot-Lizenz, weiterführende Umfrage-Funktionen fehlen
Sprachen✅ in allen Sprachen des Google-Kontos✅ über 80 Sprachen
EU-Hosting❌ Speicherort erst ab Business Standard wählbar❌ erst mit Microsoft 365 und Tenant in der EU oder EFTA
Auftragsverarbeitungsvertrag❌ nur mit bezahltem Google Workspace❌ erst ab dem ersten Microsoft-365-Vertrag
PreisKostenlos; Workspace ab dem kleinsten bezahlten Tarif Business StarterKostenlos mit Microsoft-Konto · Microsoft 365 ab dem kleinsten bezahlten Tarif Business Basic

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Zwei Beobachtungen aus dieser Tabelle tragen den ganzen Artikel. Die erste: Die beiden gewinnen an unterschiedlichen Stellen, und keiner von beiden gewinnt die zwei Zeilen, die im dienstlichen Einsatz zuerst geprüft werden. Weder Google Forms noch Microsoft Forms liefert EU-Hosting oder einen Auftragsverarbeitungsvertrag im kostenlosen Konto.

Die zweite steht in beiden Schwächen-Zellen gleich: weiterführende Umfrage-Funktionen fehlen. Beides sind Formular-Werkzeuge, keine Umfrage-Tools. Kreuztabellen, Abbruchquote, Vergleichsmodus, ein Export in Präsentationsformate: nichts davon gibt es in einem der beiden. Wer nur ein Formular braucht, merkt das nie. Wer eine Befragung auswerten will, merkt es in der Woche nach dem Versand.

Was ist bei Google Forms und Microsoft Forms kostenlos?

Beide sind im Einstieg kostenlos, ziehen die Grenze aber an unterschiedlichen Stellen. Google begrenzt die Antworten gar nicht, Microsoft koppelt sie an den Kontotyp. Und beide verkaufen den Datenschutz nicht einzeln, sondern nur als Teil des grossen Pakets.

Google FormsMicrosoft Forms
Anzahl Umfragen✅ unbegrenzt✅ 400 je Konto
Fragen pro Umfrage✅ unbegrenzt✅ 200
Teilnehmer pro Monat✅ unbegrenzt200 je Formular
Ohne Anmeldung erstellen❌ Google-Konto zwingend, auch zum Testen❌ Testen ohne Konto möglich, Veröffentlichen nur mit Microsoft-Konto
Sprachen✅ in allen Sprachen des Google-Kontos✅ über 80 Sprachen
EU-Hosting❌ Speicherort erst ab Business Standard wählbar❌ erst mit Microsoft 365 und Tenant in der EU oder EFTA
Auftragsverarbeitungsvertrag❌ nur mit bezahltem Google Workspace❌ erst ab dem ersten Microsoft-365-Vertrag

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Die entscheidende Zeile ist die dritte, und sie wird fast überall falsch gelesen. Google Forms zählt keine Antworten. Microsoft Forms schon, und das Limit gilt je Formular statt je Monat: 200 mit einem kostenlosen Microsoft-Konto, 1.000 mit einem kostenpflichtigen Privatkonto und fünf Millionen mit einem Arbeits- oder Schulkonto. Rechne den Verteiler deshalb vorher grob durch. Liegt die erwartete Zahl über 200 und liegt keine Lizenz vor, ist die Frage entschieden, bevor der erste Editor geöffnet wird.

Bei den beiden Datenschutzzeilen stehen zwei rote Kreuze nebeneinander, und das ist kein Zufall. Beide Anbieter binden EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsvertrag an einen bezahlten Vertrag über das umgebende Paket. Für eine rein private Umfrage im Freundeskreis spielt das keine Rolle, denn Daten, die ausschliesslich zum persönlichen Gebrauch bearbeitet werden, fallen nicht unter das revDSG. Sobald eine Umfrage für einen Verein, ein Unternehmen, eine Hochschule oder eine Abschlussarbeit läuft, greift diese Ausnahme nicht mehr, und dann verlangt Art. 9 revDSG einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Wie streng das im Einzelfall auszulegen ist, richtet sich nach der Praxis des EDÖB. Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsvertrag zum kostenlosen Tarif. An dieser Stelle liegen die beiden grossen Anbieter gleichauf hinten.

Umfrage erstellen: Welcher Editor bietet welche Funktionen?

Hier gehen die beiden am deutlichsten auseinander. Microsoft hat den reicheren Fragenkasten, die feinere Logik und mehr Vorlagen, Google die freiere Gestaltung.

FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
Fragetypen✅ 12✅ 8
Matrix, Ranking und NPS❌✅ alle drei als eigene Fragetypen
Drag-and-Drop-Editor✅nicht dokumentiert
Im Entwurf bearbeiten, ohne die laufende Umfrage zu ändern❌ Änderungen sind sofort sichtbar❌ nur der Schalter „Antworten annehmen“
Textformatierung✅✅
Datei-Uploads✅ nur mit Google-Konto✅ nur mit Arbeits- oder Schulkonto der Teilnehmer
Mit Vorlage starten✅ 17 Vorlagen✅ 40+ Vorlagen
Exklusive Vorlagen❌❌
Designoptionen✅ 1✅ 6 Layouts
Eigene Farben und Logo✅ Schrift, Hintergrund, Kopfbild✅ Hex-Farbe und Hintergrundbild, Logo nicht dokumentiert
Anbieter-Branding entfernen❌nicht dokumentiert
Eigene Subdomain❌❌
Komplexe Logik-Sprünge❌ nur zu ganzen Abschnitten✅ je Frage und Abschnitt, nur vorwärts
Mehrsprachige Umfragen❌✅ bis 11 Sprachen je Formular, von Hand
Quiz mit automatischer Bewertung✅✅ Punkte und Musterlösung
Fragebogen exportieren❌ nur über die Druckfunktion❌ nur Drucken des leeren Formulars

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Zwei Zeilen entscheiden hier mehr als alle anderen. Die erste ist Matrix, Ranking und NPS: Microsoft Forms bringt alle drei als eigene Fragetypen mit, Google Forms keinen davon. Wer eine Zufriedenheitsbefragung mit einer Likert-Matrix erstellen will, muss sie bei Google aus einzelnen Fragen zusammensetzen und verliert dabei die Auswertung, die eine Matrix erst nützlich macht. Die zweite ist die Logik: Microsoft verzweigt auf eine einzelne Frage, Google nur auf einen ganzen Abschnitt. Dafür kennt Microsoft keine Rücksprünge.

Beim Start liegt Microsoft ebenfalls vorn: gut vierzig Vorlagen gegen siebzehn bei Google. Wer nicht mit einem leeren Formular anfangen will, findet dort öfter etwas Passendes. Microsoft veröffentlicht allerdings keinen gezählten Katalog, die Zahl kann sich also ändern. Woraus eine gute Vorlage besteht, zeigen unsere Fragebogen-Vorlagen.

Bei der Gestaltung fällt die Bilanz umgekehrt aus, aber auf niedrigem Niveau. Google lässt Schriftart, Hintergrund und Kopfbild ändern, Microsoft bietet sechs Layouts, eine Hex-Farbe und ein Hintergrundbild; ein eigenes Logo ist auf der Design-Seite nicht dokumentiert. Ein Formular, das aussieht wie die eigene Marke, ergibt sich aus keinem von beiden. Bei empirio.ai stehen dafür acht Designs bereit, vier davon kostenlos, und eigene Farben samt Logo ab dem Plus-Tarif.

Eine Zeile geht an beide gleichermassen, und sie überrascht die meisten: Weder Google Forms noch Microsoft Forms lässt sich im Entwurf bearbeiten, während die Umfrage läuft. Bei Google sind Änderungen sofort sichtbar, bei Microsoft bleibt nur der Schalter „Antworten annehmen“.

Kostenlos Umfrage erstellen

Mit empirio.ai erstellst du in wenigen Minuten eine moderne Online-Umfrage – mit Hosting in der EU.

  • Umfrage per KI
  • Per Drag & Drop anpassen
  • Auswertung in Echtzeit
Jetzt kostenlos starten

Umfrage auswerten: Wer liefert mehr als ein Tortendiagramm?

Diese Tabelle ist die kürzeste Antwort auf die Frage, warum es überhaupt spezialisierte Umfrage-Tools gibt.

FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
Analyse-Werkzeuge✅ Zusammenfassung✅ Zusammenfassung
Antworten einzeln auswerten✅✅
Auswertung als Diagramme✅✅
Echtzeit-Aktualisierung✅✅
Kreuztabellen und Filter❌❌
Vergleichsmodus❌❌
Abbruchquote❌❌
Download der Rohdaten einzeln✅ CSV und Google Sheets✅ Excel
Download der Ergebnisse❌❌
Export in Präsentationsformate❌❌

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Die ersten vier Zeilen sind grün, die letzten sechs erzählen die eigentliche Geschichte. Beide Tools zeigen dieselben vier Dinge: eine Zusammenfassung, die Einzelantworten, Diagramme und alles in Echtzeit. Und beiden fehlt dasselbe, sobald jemand eine Frage stellt, die über das Ablesen hinausgeht. Eine Kreuztabelle beantwortet die Frage, ob die unter 30-Jährigen anders antworten als die über 50-Jährigen. In keinem der beiden Tools gibt es sie. Genauso wenig eine Abbruchquote, die zeigt, an welcher Frage die Leute aussteigen.

Der Ausweg ist bei beiden derselbe: Daten exportieren und in der Tabellenkalkulation weiterarbeiten, bei Google nach Sheets, bei Microsoft nach Excel. Das funktioniert, kostet aber genau die Zeit, die ein Auswertungswerkzeug einsparen soll. Bei empirio.ai gehören Kreuztabellen und Filter ab dem Plus-Tarif dazu, Vergleichsmodus und Abbruchquote ab Lite, und die KI fasst offene Antworten zusammen, statt sie als Textspalte auszugeben.

Welches Tool hat die besseren KI-Funktionen?

Hier gewinnt Microsoft, aber nur mit einer Lizenz, die extra kostet.

KI-FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
KI erstellt den Fragebogen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI optimiert einzelne Fragen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI prüft den ganzen Fragebogen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI fasst Ergebnisse zusammen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
Freitexte mit KI auswerten❌✅ Wortwolke ohne Lizenz
Automatisch mit KI übersetzen❌❌
MCP-Server für KI-Agenten❌❌

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Google Forms hat im August 2026 keine KI-Funktion im Formular selbst. Microsoft Forms hat fünf, aber vier davon setzen eine Copilot-Lizenz voraus, die zusätzlich zum Microsoft-365-Abo bezahlt wird. Ohne Lizenz bleibt die Wortwolke für offene Antworten. Hübsch anzusehen, als Auswertung aber wenig wert, weil sie Häufigkeiten zählt und keine Aussagen.

Die beiden letzten Zeilen sind bei beiden rot. Automatisch übersetzen kann keines von beiden, und einen MCP-Server, über den ein Sprachmodell wie ChatGPT oder Claude die Umfrage selbst anlegt und auswertet, hat ebenfalls keines. Bei empirio.ai gehören die KI-Assistenten zum kostenlosen Tarif, vom Schreiben des Fragebogens bis zur Auswertung, ohne Zusatzlizenz.

Teilen und verwalten: Wer darf mitmachen, wer darf mitarbeiten?

Beim Verteilen und beim gemeinsamen Arbeiten liegen die beiden dicht beieinander. Die Unterschiede sind klein, aber im Alltag spürbar.

FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
Teilen per Link✅✅
Vorschaulink✅❌ nicht dokumentiert
Umfrage einbetten✅✅ nicht in den Government-Tarifen
QR-Code-Generator❌✅
E-Mail-Versand✅ nur über Google-Mail-Adressen✅ bis 100 Empfänger je Versand
Zugriffsbeschränkung✅ über Google-Konto✅ nur mit Arbeits- oder Schulkonto
Zugriffsbeschränkung mit anonymen Antworten❌✅ „Namen erfassen“ lässt sich abwählen
Personen einladen (Leser, Bearbeiter)✅✅ bis 100 Mitautoren
Single Sign-On✅ über Google Workspace✅ über Microsoft Entra ID
Zwei-Faktor-Authentifizierung✅✅ über Microsoft Entra ID

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Zwei Zeilen sind es wert, genauer gelesen zu werden. Der QR-Code geht an Microsoft: Google Forms hat keinen Generator, der Code muss von Hand aus dem Link erzeugt werden. Wer Plakate, Tischaufsteller oder Handzettel plant, spart sich mit Microsoft einen Arbeitsschritt.

Wichtiger ist die Zeile darunter: Zugriffsbeschränkung mit anonymen Antworten. Beide können den Kreis der Teilnehmenden auf die eigene Organisation begrenzen. Nur Microsoft lässt dabei die Option „Namen erfassen“ abwählen, sodass geprüft wird, wer teilnehmen darf, ohne festzuhalten, wer was geantwortet hat. Bei Google Forms hängen beide Dinge zusammen. Für eine anonyme Umfrage in einem Unternehmen ist das der entscheidende Unterschied und einer der wenigen Punkte, an denen Microsoft Forms Google Forms klar schlägt.

Schnittstellen und Integrationen: Was lässt sich anbinden?

Die meisten Umfragen brauchen keine Schnittstelle. Sobald die Antworten aber automatisch irgendwo landen sollen, in einem CRM, einem Ticket-Werkzeug oder einem Ablauf, wird dieser Punkt der wichtigste der ganzen Liste. Und hier lösen die beiden dieselbe Aufgabe von entgegengesetzten Seiten.

FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
REST API✅ Google Forms API, Google-Cloud-Projekt nötig❌ keine öffentliche Schnittstelle für Inhalte oder Antworten
CLI❌❌
Webhooks❌ nur indirekt über Google Apps Script❌
Integrationen zu Automatisierungsdiensten✅ Konnektoren bei den gängigen Diensten vorhanden✅ Power Automate

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Google Forms hat eine öffentliche Schnittstelle: über die Google Forms API lassen sich Formulare und Antworten programmatisch lesen und schreiben, ein Google-Cloud-Projekt vorausgesetzt. Microsoft Forms hat das nicht. Wer die Antworten aus Microsoft Forms in einer eigenen Anwendung braucht, kommt an den Daten nicht direkt heran.

Genau umgekehrt sieht es beim fertigen Weg in den Arbeitsablauf aus. Microsoft Forms hängt an Power Automate, und damit steht der Weg von der Antwort zur Aktion ohne eine Zeile Code: Antwort kommt rein, Teams-Nachricht raus, Zeile in einer Liste anlegen, Genehmigung starten. Bei Google Forms führt der vergleichbare Weg über Google Apps Script, also über Code, den du selbst schreibst, oder über Konnektoren der gängigen Automatisierungsdienste.

Die Faustregel: Google, wenn die Daten woanders hin sollen. Microsoft, wenn aus der Antwort etwas passieren soll. Bei empirio.ai gehören REST API, CLI und Webhooks zum kostenlosen Tarif. Fertige Konnektoren gibt es ebenfalls: n8n hat den Konnektor geprüft und öffnet damit den Weg zu über 1.000 Apps, Zapier und Make sind angebunden.

Vergleich aller Funktionen

Die vollständige Gegenüberstellung, 55 Kriterien in einer Tabelle, in der Reihenfolge der Kapitel oben: erst die Grundlagen, dann Erstellen, Auswerten, KI, Teilen und Verwalten und zum Schluss die Schnittstellen.

FunktionGoogle FormsMicrosoft Forms
Anzahl Umfragen✅ unbegrenzt✅ 400 je Konto
Fragen pro Umfrage✅ unbegrenzt✅ 200
Teilnehmer pro Monat✅ unbegrenzt200 je Formular
Ohne Anmeldung erstellen❌ Google-Konto zwingend, auch zum Testen❌ Testen ohne Konto möglich, Veröffentlichen nur mit Microsoft-Konto
Sprachen✅ in allen Sprachen des Google-Kontos✅ über 80 Sprachen
EU-Hosting❌ Speicherort erst ab Business Standard wählbar❌ erst mit Microsoft 365 und Tenant in der EU oder EFTA
Auftragsverarbeitungsvertrag❌ nur mit bezahltem Google Workspace❌ erst ab dem ersten Microsoft-365-Vertrag
PreisKostenlos; Workspace ab dem kleinsten bezahlten Tarif Business StarterKostenlos mit Microsoft-Konto · Microsoft 365 ab dem kleinsten bezahlten Tarif Business Basic
Fragetypen✅ 12✅ 8
Matrix, Ranking und NPS❌✅ alle drei als eigene Fragetypen
Drag-and-Drop-Editor✅nicht dokumentiert
Im Entwurf bearbeiten, ohne die laufende Umfrage zu ändern❌ Änderungen sind sofort sichtbar❌ nur der Schalter „Antworten annehmen“
Textformatierung✅✅
Datei-Uploads✅ nur mit Google-Konto✅ nur mit Arbeits- oder Schulkonto der Teilnehmer
Mit Vorlage starten✅ 17 Vorlagen✅ 40+ Vorlagen
Exklusive Vorlagen❌❌
Designoptionen✅ 1✅ 6 Layouts
Eigene Farben und Logo✅ Schrift, Hintergrund, Kopfbild✅ Hex-Farbe und Hintergrundbild, Logo nicht dokumentiert
Anbieter-Branding entfernen❌nicht dokumentiert
Eigene Subdomain❌❌
Komplexe Logik-Sprünge❌ nur zu ganzen Abschnitten✅ je Frage und Abschnitt, nur vorwärts
Mehrsprachige Umfragen❌✅ bis 11 Sprachen je Formular, von Hand
Quiz mit automatischer Bewertung✅✅ Punkte und Musterlösung
Fragebogen exportieren❌ nur über die Druckfunktion❌ nur Drucken des leeren Formulars
Analyse-Werkzeuge✅ Zusammenfassung✅ Zusammenfassung
Antworten einzeln auswerten✅✅
Auswertung als Diagramme✅✅
Echtzeit-Aktualisierung✅✅
Kreuztabellen und Filter❌❌
Vergleichsmodus❌❌
Abbruchquote❌❌
Download der Rohdaten einzeln✅ CSV und Google Sheets✅ Excel
Download der Ergebnisse❌❌
Export in Präsentationsformate❌❌
KI erstellt den Fragebogen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI optimiert einzelne Fragen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI prüft den ganzen Fragebogen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
KI fasst Ergebnisse zusammen❌✅ nur mit Copilot-Lizenz
Freitexte mit KI auswerten❌✅ Wortwolke ohne Lizenz
Automatisch mit KI übersetzen❌❌
MCP-Server für KI-Agenten❌❌
Teilen per Link✅✅
Vorschaulink✅❌ nicht dokumentiert
Umfrage einbetten✅✅ nicht in den Government-Tarifen
QR-Code-Generator❌✅
E-Mail-Versand✅ nur über Google-Mail-Adressen✅ bis 100 Empfänger je Versand
Zugriffsbeschränkung✅ über Google-Konto✅ nur mit Arbeits- oder Schulkonto
Zugriffsbeschränkung mit anonymen Antworten❌✅ „Namen erfassen“ lässt sich abwählen
Personen einladen (Leser, Bearbeiter)✅✅ bis 100 Mitautoren
Single Sign-On✅ über Google Workspace✅ über Microsoft Entra ID
Zwei-Faktor-Authentifizierung✅✅ über Microsoft Entra ID
REST API✅ Google Forms API, Google-Cloud-Projekt nötig❌ keine öffentliche Schnittstelle für Inhalte oder Antworten
CLI❌❌
Webhooks❌ nur indirekt über Google Apps Script❌
Integrationen zu Automatisierungsdiensten✅ Konnektoren bei den gängigen Diensten vorhanden✅ Power Automate

Stand: August 2026, Änderungen möglich. Das Antwortlimit von Microsoft Forms gilt je Formular, nicht je Monat, und hängt am Kontotyp. Wo Microsoft keine Zahl veröffentlicht, steht das so in der Tabelle statt einer Schätzung.

Warum empirio.ai statt Google Forms oder Microsoft Forms?

Eine Vorbemerkung in eigener Sache: empirio.ai gehört uns. In den Tabellen oben taucht es deshalb bewusst nicht auf. Wer zwei fremde Tools vergleicht und sich selbst in jede Zeile schreibt, verliert genau die Glaubwürdigkeit, wegen der der Vergleich gelesen wird. Interessant sind nur die Stellen, an denen beide Tabellen dieselbe Lücke zeigen.

Datenschutz. EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsvertrag stehen bei Google Forms und Microsoft Forms hinter einem bezahlten Vertrag über das umgebende Paket. Bei empirio.ai gehören beide zum kostenlosen Tarif, ausdrücklich auch für die Schweiz und für Grossbritannien.

Auswertung. Kreuztabellen, Vergleichsmodus, Abbruchquote und ein Export in Präsentationsformate fehlen in beiden Tabellen komplett. Bei empirio.ai gehören Vergleichsmodus und Abbruchquote zum Lite-Tarif, Kreuztabellen und Filter ab Plus.

Design des Fragebogens. Google hat ein Design, Microsoft sechs Layouts, ein eigenes Logo geht bei keinem von beiden. Bei empirio.ai stehen acht moderne Designs bereit, vier davon kostenlos, eigene Farben und Logo ab Plus.

KI. Google Forms hat keine KI im Formular, Microsoft vier Funktionen hinter einer Copilot-Lizenz. Bei empirio.ai schreiben, prüfen und übersetzen die KI-Assistenten über den gesamten Ablauf, vom Fragebogen bis zur Auswertung. Der Einstieg kostet nichts.

Schnittstellen. Webhooks und eine Kommandozeile fehlen in beiden Tabellen. Bei Microsoft Forms fehlt zusätzlich die öffentliche Schnittstelle. Bei empirio.ai gehören REST API, CLI und Webhooks zum kostenlosen Tarif, dazu ein von n8n geprüfter Konnektor sowie Zapier und Make.

Was empirio.ai nicht ist. Für Panel-Studien mit Quotensteuerung ist es nicht gedacht und der Datenexport beginnt erst im Lite-Tarif. Wer nur ein Anmeldeformular für das nächste Team-Frühstück braucht, ist mit dem Tool gut bedient, das ohnehin schon im Konto liegt.

Welches Tool passt zu dir?

Die Entscheidung fällt selten über die Funktionsliste, sondern über zwei Fragen: In welchem Haus arbeitest du ohnehin, und wie viele Antworten erwartest du?

  • Microsoft 365 im Einsatz und Umfrage nach innen: Microsoft Forms.
  • Mehr als 200 Antworten ohne Lizenz: Google Forms.
  • Fragebogen mit feiner Sprunglogik, Matrix oder Quiz: Microsoft Forms.
  • Antworten sollen in eine eigene Anwendung: Google Forms.
  • Aus der Antwort soll automatisch etwas passieren: Microsoft Forms.
  • Formular soll zur Marke passen oder tiefer ausgewertet werden: keines von beiden.

Bleibt der letzte Fall übrig, führt der Weg zu einem spezialisierten Werkzeug. Wie sich die Werkzeuge insgesamt sortieren, steht in Die 5 besten Umfrage-Tools im Vergleich.

Ein Punkt taucht in der Praxis oft erst spät auf: der Verteiler. Rechne vorher grob durch, wie viele Menschen den Link bekommen und wie viele davon erfahrungsgemäss antworten. Liegt das Ergebnis über 200, ist die Frage bei einem kostenlosen Microsoft-Konto schon entschieden, egal wie gut der Editor gefällt.

Fazit

Google Forms und Microsoft Forms lösen dieselbe Aufgabe mit denselben Mitteln, und die Wahl fällt fast immer über die Umgebung. Wer Microsoft 365 hat, bleibt bei Microsoft Forms und bekommt dafür die feinere Sprunglogik, Matrix, Ranking und NPS als eigene Fragetypen sowie den Quizmodus. Wer offen befragt und viele Antworten erwartet, nimmt Google Forms, weil es dort keine Grenze gibt und die Daten über eine öffentliche Schnittstelle erreichbar sind. Bei Gestaltung und Auswertung nehmen sich beide wenig, und beide stossen an dieselbe Wand, sobald die Umfrage nach aussen wirken oder tiefer ausgewertet werden soll.

Ein Punkt gehört beim Vergleich ans Ende und nicht in eine Nebenzeile: Eine Umfrage, die nicht rein privat ist, verlangt in der Schweiz, in der EU und in Grossbritannien einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter. Für die Schweiz steht diese Pflicht in Art. 9 revDSG. Der Regelfall ist also der Vertrag; die Ausnahme ist die private Umfrage im Freundes- oder Familienkreis, weil Daten zum ausschliesslich persönlichen Gebrauch nicht unter das revDSG fallen. Wie streng das im Einzelfall auszulegen ist, richtet sich nach der Praxis des EDÖB. Weder Google Forms noch Microsoft Forms liefert diesen Vertrag im kostenlosen Konto. Bei empirio.ai gehört er dazu.

Wie es weitergeht


Weder Google noch Microsoft?

Mit empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, erstellst du den Fragebogen mit KI-Hilfe, im modernen Design und mit Daten in der EU. Kostenlos ausprobieren

Häufig gestellte Fragen

Das hängt an deiner Umgebung. Arbeitest du mit Microsoft 365 und befragst nach innen, ist Microsoft Forms die naheliegende Wahl. Erwartest du mehr als 200 Antworten und hast keine Lizenz, gewinnt Google Forms, weil es die Zahl der Antworten nicht begrenzt. Beide sind Formular-Werkzeuge, keine Marktforschungssoftware.

Beide sind im Einstieg kostenlos. Google Forms lässt sich mit jedem Google-Konto ohne Zahlung nutzen und begrenzt die Antworten nicht. Microsoft Forms ist mit einem privaten Microsoft-Konto kostenlos, dann aber bei 200 Antworten je Formular. Bezahlt wird jeweils erst das umgebende Paket, also Google Workspace oder Microsoft 365, und damit kommen höhere Limits und der Auftragsverarbeitungsvertrag.

Google Forms begrenzt die Zahl der Antworten nicht. Microsoft Forms sammelt mit einem kostenlosen Microsoft-Konto 200 Antworten pro Formular, mit einem kostenpflichtigen privaten Konto 1.000 und mit Microsoft 365 bis zu fünf Millionen. Das Limit gilt je Formular, nicht je Konto.

Microsoft Forms verzweigt auf eine einzelne Frage, Google Forms nur auf einen ganzen Abschnitt. Für verschachtelte Fragebogen ist Microsoft damit feiner steuerbar. Dafür kennt Microsoft keine Rücksprünge: Verzweigt werden kann laut Hilfe nur zu einer nachfolgenden Frage. Bei Google steht die Verzweigung zudem nur bei Multiple Choice und Dropdown zur Verfügung.

Einen direkten Import gibt es in keine Richtung. Die Fragen musst du im neuen Tool von Hand anlegen. Bereits gesammelte Antworten wandern nicht mit, exportiere sie deshalb vorher nach Excel oder Google Sheets und leg die Datei getrennt ab, bevor du das alte Formular löschst.

Beide lassen sich dienstlich nur mit einem Auftragsverarbeitungsvertrag nutzen, und den gibt es bei Microsoft ab einer kommerziellen Lizenz und bei Google ab Workspace. Mit einem kostenlosen Privatkonto fehlt er in beiden Fällen. In der Schweiz verlangt Art. 9 revDSG diesen Vertrag; wer zusätzlich Teilnehmende in der EU befragt, fällt auch unter Art. 28 DSGVO. Massgeblich ist die Praxis des EDÖB.

Google Forms hat mit zwölf mehr Fragetypen als Microsoft Forms mit acht, Microsoft aber die wichtigeren: Matrix, Ranking und NPS gibt es dort als eigene Fragetypen, bei Google Forms keinen davon. Für eine Zufriedenheitsbefragung mit Skalenfragen ist Microsoft Forms damit klar im Vorteil, für ein einfaches Anmeldeformular spielt der Unterschied keine Rolle.

Nur mit Microsoft Forms zuverlässig. Beide können den Teilnehmerkreis auf die eigene Organisation begrenzen, aber nur Microsoft Forms lässt dabei die Option „Namen erfassen“ abwählen. Bei Google Forms hängen Zugriffsbeschränkung und Namenserfassung zusammen. Microsoft weist selbst darauf hin, dass Antworten bei sehr kleinen Gruppen oder über Zeitstempel dennoch zuordenbar werden können.