Du willst eine Umfrage mit Google Forms erstellen und weisst noch nicht, wo du anfangen sollst. Wir gehen den Weg am Feedback zu einem Quartierfest durch, damit du mitklicken kannst.
Eine Umfrage mit Google Forms erstellst du, indem du unter docs.google.com/forms ein leeres Formular öffnest, Titel und Beschreibung eintippst, über das Pluszeichen Frage für Frage ergänzt und je Frage einen Fragetyp aussuchst, die Vorschau einmal selbst ausfüllst und das Formular oben rechts über den Button „Veröffentlichen“ freigibst. Bei empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, gehört der Vertrag zur Auftragsbearbeitung bereits zum kostenlosen Tarif. Nach dieser Anleitung läuft deine Umfrage, und du weisst, wo Google Forms an seine Grenzen stösst.
📌 Das Wichtigste im Überblick
- Google Forms bietet zwölf Fragetypen, alle gratis.
- Der Button „Veröffentlichen“ gibt das Formular für Teilnehmer frei.
- Vier Einstellungen erzwingen eine Anmeldung mit Google-Konto.
- Den Vertrag zur Auftragsbearbeitung gibt es nur mit Google Workspace.
- Google Forms erzeugt keinen QR-Code und keine Kreuztabellen.
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- Umfrage per KI
- Per Drag & Drop anpassen
- Auswertung in Echtzeit
Was ist Google Forms und wofür eignet es sich?
Google Forms, das kostenlose Formular-Tool von Google, trägt auf Deutsch den Namen „Google Formulare“ und erzeugt Online-Formulare, Umfragen und Quizze. Google Forms läuft vollständig im Browser, eine Installation entfällt, und mit einem Google-Konto kannst du sofort starten. Erreichbar ist Google Forms unter docs.google.com/forms sowie in Google Drive über „Neu“ → „Mehr“.
Genutzt wird Google Forms für ganz unterschiedliche Vorhaben: Rückmeldungen nach einem Vereinsanlass, Terminabfragen im Quartierverein, kleine Erhebungen für die Maturaarbeit oder eine Bachelorarbeit, Anmeldungen, Kundenfeedback und Wissenstests im Unterricht. Über die Einstellungen und „Zum Quiz machen“ wird aus demselben Formular ein Test mit automatischer Bewertung, bei dem du je Frage im Antwortschlüssel die richtige Antwort und die Punktzahl hinterlegst.
Umfrage erstellen mit Google Forms: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Sieben überschaubare Schritte führen in Google Forms von der leeren Seite zur fertigen Umfrage. Wir gehen sie am Quartierfest-Beispiel durch, damit unterwegs nichts Wichtiges liegen bleibt.
Schritt 1: Ein leeres Google-Formular öffnen
Öffne docs.google.com/forms und melde dich mit deinem Google-Konto an. Klicke auf „Leeres Formular“, um bei null anzufangen. Fertige Vorlagen stehen bereit, das leere Formular ist für eine eigene Umfrage aber meist kürzer.
Am Smartphone läuft derselbe Weg über den mobilen Browser, eine eigene Google-Forms-App existiert nicht. Fürs Anlegen der Fragen ist der grosse Bildschirm angenehmer, zum Nachbessern unterwegs genügt das Handy.

Schritt 2: Titel und Beschreibung der Umfrage festlegen
Trage oben einen aussagekräftigen Titel ein, zum Beispiel „Feedback zum Quartierfest 2026“. Darunter passt eine kurze Beschreibung: weshalb du fragst, wie lange das Ausfüllen dauert und bis wann Antworten erwünscht sind. Dieser kleine Text sieht unwichtig aus, hebt die Bereitschaft zum Ausfüllen aber spürbar. Über das Paletten-Symbol oben rechts bekommt das Formular ausserdem ein Kopfbild, eine Schriftart und passende Farben.

Schritt 3: Fragen hinzufügen und den Fragetyp wählen
Jetzt entsteht der Kern deiner Umfrage. Über das Pluszeichen am rechten Rand ergänzt du Fragen und wählst rechts im Dropdown den passenden Fragetyp. Für das Quartierfest könnte die Liste so aussehen:
- „Wie hat dir das Quartierfest insgesamt gefallen?“ → Lineare Skala (1 bis 5)
- „Was hat dir am besten gefallen?“ → Kästchen (Mehrfachauswahl: Essen, Musik, Programm, Stimmung)
- „Wie hast du vom Fest erfahren?“ → Multiple Choice (eine Antwort)
- „Was sollen wir nächstes Jahr besser machen?“ → Absatz (langes Freitextfeld)
Welcher Fragetyp wann passt, entscheidet stark über die Qualität deiner Ergebnisse. Die Regeln für gute Fragetypen und Antworten in Fragebögen gelten unabhängig vom Werkzeug, die vollständige Übersicht für Google Forms folgt im nächsten Kapitel.

Schritt 4: Pflichtfragen in Google Forms festlegen
Damit keine wichtige Antwort fehlt, lassen sich einzelne Fragen zur Pflicht erklären. Aktiviere dafür bei der jeweiligen Frage den Schalter „Erforderlich“. Ein Hinweis aus der Praxis: Erkläre nicht alles zur Pflicht. Je mehr Pflichtfelder, desto mehr Abbrüche. Pflicht sollte nur sein, was du wirklich brauchst.

Schritt 5: Abschnitte und Sprunglogik einstellen (optional)
Längere Fragebögen gewinnen, wenn du sie über „Abschnitt hinzufügen“ auf mehrere Seiten verteilst. Teilnehmer wechseln dann über einen „Weiter“-Button von Abschnitt zu Abschnitt, und jeder Abschnitt lässt sich benennen, etwa „Teil 2: Verbesserungsvorschläge“.

Sollen Teilnehmer je nach Antwort unterschiedliche Wege nehmen, greifst du zur Funktion „Basierend auf der Antwort zum Abschnitt wechseln“. Ein Beispiel: Wer angibt, nicht am Quartierfest gewesen zu sein, überspringt alle Detailfragen und landet direkt bei der Schlussfrage. So beantwortet jede Person nur, was für sie zählt. Die Umfrage bleibt kurz und die Daten bleiben sauber.

Eine Einschränkung gehört von Anfang an in die Planung: Die Sprunglogik greift nicht bei jedem Fragetyp. Den Sprung abhängig von der Antwort gibt es nur bei Multiple Choice und Drop-down. Fragen, an denen sich der Weg teilt, legst du deshalb gleich in einem dieser zwei Typen an.
Schritt 6: Die Umfrage in der Vorschau testen
Klicke vor dem Versand oben auf das Augen-Symbol für die Vorschau. Fülle die Umfrage einmal selbst aus, am besten auch auf dem Smartphone. So fallen Tippfehler, verwirrende Fragen oder fehlende Antwortoptionen dir auf und nicht deinen Teilnehmern.

Ein Selbsttest deckt die offensichtlichen Fehler auf. Die unangenehmen Stellen entdeckt jemand anderes.
Tipp
Gib zwei oder drei Personen aus deiner Zielgruppe den Vorschaulink und bitte sie, beim Ausfüllen laut mitzudenken. Jede Stelle, an der sie zurückfragen, ist eine Frage, die eine neue Formulierung braucht.
Schritt 7: Benachrichtigungen einstellen und Testantworten löschen
Zwei Kleinigkeiten am Schluss sparen später viel Arbeit. Im Reiter „Antworten“ schaltest du über das Drei-Punkte-Menü die E-Mail-Benachrichtigung für neue Antworten ein. So fällt dir sofort auf, wenn die ersten Antworten eintreffen, und vor allem, wenn nach dem Versand nichts passiert.

Hast du beim Erstellen selbst Testantworten abgeschickt, lösche sie vor dem Teilen. Einzelne Antworten verschwinden in der Einzelansicht, alle gemeinsam über dasselbe Drei-Punkte-Menü. Rückgängig machen lässt sich das nicht. Bleiben die Testdaten liegen, verfälschen sie deine gesamte Auswertung.
Die Fragetypen in Google Forms und wann du welchen nimmst
Der Fragetyp bestimmt, wie gut sich deine Antworten später auswerten lassen. Google Forms stellt zwölf Fragetypen bereit, alle schon im kostenlosen Google-Konto. Hier stehen sie alle mit ihrem typischen Zweck:
- Kurzantwort: knappe Eingaben wie Name, Ort oder Zahl. Beispiel: „Aus welchem Ort kommst du?“
- Absatz: längere Freitext-Antworten und Meinungen. Beispiel: „Was sollen wir verbessern?“
- Multiple Choice: genau eine Antwort aus mehreren. Beispiel: „Wie hast du vom Fest erfahren?“
- Kästchen: mehrere Antworten gleichzeitig erlaubt. Beispiel: „Was hat dir gefallen?“
- Drop-down: eine Antwort aus einer langen Liste. Beispiel: „Welche Altersgruppe?“
- Lineare Skala: Bewertung auf einer Zahlenskala. Beispiel: „Wie hat es dir gefallen? (1 bis 5)“
- Bewertung: Bewertung über Sterne oder Symbole. Beispiel: „Bewerte das Essen.“
- Multiple-Choice-Raster: mehrere Aussagen mit derselben Skala. Beispiel: Essen, Musik und Programm je 1 bis 5.
- Kästchenraster: Raster mit Mehrfachauswahl pro Zeile.
- Datei hochladen: Teilnehmer laden eine Datei hoch, etwa ein Foto vom Fest. Dieser Fragetyp verlangt eine Anmeldung mit Google-Konto.
- Datum: ein Datum abfragen. Beispiel: „Wann hättest du nächstes Jahr Zeit?“
- Uhrzeit: eine Uhrzeit oder eine Dauer abfragen. Beispiel: „Wann wäre dir der Beginn am liebsten?“

Drei Dinge fehlen in Google Forms: ein eigener Fragetyp für Adressen, Namen oder Telefonnummern, ein Ranking und eine Matrix mit freier Punktevergabe. Solche Angaben setzt du aus „Kurzantwort“ plus Antwortvalidierung zusammen. Spezialisierte Umfrage-Tools liefern fertige Felder dafür, in Google Forms bleibt es Handarbeit.
Die wichtigste Faustregel bei der Wahl des Fragetyps
Geschlossene Fragetypen wie Multiple Choice, Kästchen und Skala landen automatisch in Diagrammen. Offene Felder wie Absatz und Kurzantwort liefern ehrlichere, reichhaltigere Einblicke, verlangen aber Lesearbeit von Hand. Bewährt hat sich eine Mischung: viele geschlossene Fragen für die schnelle Auswertung, dazu ein bis zwei offene Felder am Schluss. Bei Zufriedenheitsfragen ist die Likert-Skala der Klassiker; in Google Forms legst du sie als lineare Skala oder als Multiple-Choice-Raster an.
Umfrage teilen: So verschickst du dein Google-Formular
Steht die Umfrage, folgt das Teilen. Im neuen Google Forms sitzt dafür der Button „Veröffentlichen“ oben rechts; früher trug er den Namen „Senden“. Erst nach dem Veröffentlichen erreichen andere Personen deine Umfrage.

Die vier Wege zu deinen Teilnehmern
Google Forms kennt vier Verteilwege: den Link, die E-Mail aus dem Formular heraus, den QR-Code über einen externen Generator und die Einbettung als iframe.
- Per Link: Du kopierst den Link und verschickst ihn per WhatsApp, E-Mail, in einer Vereinsgruppe oder über Social Media. „URL kürzen“ macht den oft langen Link handlicher.
- Per E-Mail: Über „Formular freigeben“ lädst du Personen direkt ein und löst den Versand aus Google Forms heraus aus. Voraussetzung sind allerdings Google-Mail-Adressen.
- Per QR-Code: Google Forms erstellt selbst keinen QR-Code. Du erzeugst ihn mit einem kostenlosen QR-Code-Generator aus dem Umfragelink. Praktisch ist das für Flyer und Aushänge.
- Per Einbettung: Google Forms liefert über die drei Punkte oben rechts und „HTML einbetten“ einen iframe-Code für deine Webseite.
Zugriff auf das Google-Formular festlegen
Wer dein Formular ausfüllen und wer daran mitarbeiten darf, steuert das Personen-Symbol mit dem Pluszeichen oben rechts. Dort warten zwei getrennte Ebenen: der Zugriff für die Teilnahme und der Zugriff fürs Mitbearbeiten des Formulars. Für beide stehen dieselben zwei Stufen zur Wahl: „Jeder, der über den Link verfügt“ oder „Eingeschränkt“. Umstellen kannst du beides jederzeit, auch bei laufender Umfrage.

Für eine offene Feedback-Umfrage wie beim Quartierfest passt „Jeder, der über den Link verfügt“ in den meisten Fällen. Schränkst du den Zugriff ein, braucht jede teilnehmende Person ein eigenes Google-Konto, und damit ist deine Umfrage nicht mehr anonym.
Laufzeit steuern: die Google-Forms-Umfrage automatisch beenden
Läuft deine Umfrage, trägt der Button oben rechts den Namen „Veröffentlicht“. Ein Klick darauf öffnet die Steuerung der Laufzeit. Der Schalter „Antworten möglich“ beendet die Umfrage sofort. Unter „Abschlussdatum oder Antwortlimit festlegen“ schliesst Google Forms die Umfrage von allein, entweder an einem bestimmten Datum oder nach einer bestimmten Zahl von Antworten.

Darunter legst du fest, welchen Text Besucher nach dem Ende sehen. „Vielen Dank! Die Befragung ist abgeschlossen, die Ergebnisse gibt es Ende September“ klingt freundlicher als der Standardhinweis und beantwortet gleich die nächste Frage.
Achtung
Änderungen am Formular wirken in Google Forms sofort, im Vorschaulink genauso wie bei den Teilnehmern im laufenden Betrieb. Frühe und späte Teilnehmer beantworten dann verschiedene Fragen, und deine Auswertung verliert an Genauigkeit. Brauchst du nach dem Start noch eine Anpassung, schliesse die laufende Umfrage und starte eine Kopie als zweite Welle.
In welcher Sprache sehen deine Teilnehmer das Formular?
Google Forms zeigt die Bedienelemente in der Sprache des Teilnehmers, nicht in deiner. Gemeint sind Buttons wie „Weiter“ und „Senden“, Pflichtfeld-Hinweise und der Datumswähler. Wer aus dem Tessin oder aus der Romandie auf dein deutschsprachiges Formular klickt, liest also „Avanti“ oder „Suivant“ statt „Weiter“.
Deine eigenen Inhalte bleiben davon unberührt: Titel, Fragen und Antwortoptionen erscheinen genau so, wie du sie eingetippt hast. Eine Einstellung, die die Sprache für alle Teilnehmer festlegt, bietet Google Forms nicht. Für eine mehrsprachige Befragung in Bern oder Winterthur heisst das: Die Fragen übersetzt du selbst, und am saubersten ist ein eigenes Formular je Sprache. Über „Kopie erstellen“ im Drei-Punkte-Menü geht das schnell, und die Auswertung bleibt getrennt.
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Das Google-Formular in die eigene Website einbetten
Ein Google-Formular bettest du ein, indem du im Formular oben rechts die drei Punkte öffnest, „HTML einbetten“ wählst und den angezeigten iframe-Code in den Quelltext deiner Seite setzt. Drei Punkte entscheiden darüber, ob das eingebettete Formular am Ende taugt:
- Breite: Der iframe kommt mit festen Massen und passt sich der Bildschirmbreite nicht von allein an. Ersetze im Code
width="640"durchwidth="100%", sonst ist das Formular am Smartphone abgeschnitten. - Höhe: Ein längeres Formular bekommt im iframe eine zweite Scrollleiste innerhalb der Seite. Setz die Höhe deshalb grosszügig, zum Beispiel auf 1200 Pixel.
- Cookie-Einwilligung: Beim Laden überträgt das eingebettete Formular Daten an Google. Für den Betrieb deiner Seite ist Google Forms nicht nötig, es darf also erst nach einer aktiven Zustimmung laden. Technisch heisst das: Dein Consent-Werkzeug blockiert den iframe und lädt ihn erst beim Klick auf „Akzeptieren“ nach.
Eingebettet antworten in der Regel mehr Menschen als über einen Link, weil ein Klick wegfällt. Der Preis ist ein schieferer Rücklauf: Es melden sich vor allem die, die ohnehin auf der Seite waren. Für ein Feedback-Formular ist das harmlos, für eine Erhebung mit Anspruch auf Repräsentativität nicht. Welche Varianten neben dem iframe bestehen, zeigt der Beitrag zum Einbetten einer Umfrage in die Website.
Brauchen deine Teilnehmer ein Google-Konto?
Zum Erstellen eines Formulars brauchst du ein Google-Konto, zum Ausfüllen brauchen deine Teilnehmer keines. Google Forms öffnet den Umfragelink im Standardfall für jede Person, auch ohne Anmeldung. Fünf Einstellungen heben diesen Standardfall auf, vier davon erzwingen eine Anmeldung, und mit der Anmeldung endet die Anonymität.
| Einstellung in Google Forms | Anmeldung nötig | Folge für die Anonymität |
|---|---|---|
| Link ohne Zusatzoptionen | nein | anonym, Google speichert nur technische Daten |
| E-Mail-Adressen erfassen | ja | jede Antwort trägt eine Adresse |
| Maximal 1 Antwort | ja | Antwort ist dem Konto zugeordnet |
| Fragetyp Datei hochladen | ja | Datei liegt unter dem Konto in deinem Drive |
| Nur Nutzer der eigenen Organisation | ja | Teilnehmerkreis ist namentlich bekannt |
Stand: Oktober 2026, Änderungen möglich.
Die letzte Zeile gilt vielen als Schutzmassnahme. „Nur Nutzer der eigenen Organisation“ sperrt Fremde aus, macht die Teilnehmer aber identifizierbar. Geh die fünf Zeilen einmal durch, bevor du deinen Teilnehmern Anonymität zusagst.
Mehrfachteilnahme begrenzen oder anonym erheben
Die Option „Maximal 1 Antwort“ in den Einstellungen verhindert eine zweite Antwort derselben Person, setzt aber die Anmeldung mit einem Google-Konto voraus. Beim Quartierfest fällt die Entscheidung leicht: Ein paar Doppelantworten sind verkraftbar, ehrliches Feedback zählt mehr. Bei einer Mitarbeiterbefragung in einem Zuger Betrieb liegt es umgekehrt, dort ist Anonymität die Bedingung dafür, dass überhaupt jemand antwortet.

Einen Mittelweg hält Google Forms an dieser Stelle nicht bereit.
Mehrfachantworten verhindern oder anonym erheben: Google Forms lässt dir nur eine der zwei Möglichkeiten.
Antworten ansehen und auswerten
Die Antworten deiner Google-Forms-Umfrage warten im Reiter „Antworten“, verteilt auf drei Ansichten: „Zusammenfassung“ mit automatischen Diagrammen je Frage, „Frage“ für alle Antworten zu einer einzelnen Frage und „Einzelperson“ für den vollständigen Bogen einer Person.
Über das grüne Tabellen-Symbol verbindest du die Umfrage mit Google Sheets. In der Tabelle lässt sich filtern, sortieren und rechnen, und alles geht als Excel- oder CSV-Datei zum Download. Eine automatische Zusammenfassung der Ergebnisse per E-Mail bietet Google Forms nicht; verschickt wird nur die Benachrichtigung über neue Antworten aus Schritt 7.
Für die schnelle Übersicht genügt das völlig. Willst du tiefer einsteigen, also offene Antworten systematisch auswerten, Teilgruppen vergleichen oder zwei Fragen gegeneinander stellen, stösst Google Forms an Grenzen: Kreuztabellen und Filter nach Teilgruppen fehlen. Belastbare Ergebnisse erreichst du dann, indem du in Google Sheets mit Pivot-Tabellen weiterarbeitest.
Google Forms und Datenschutz
Der wunde Punkt bei Google Forms liegt woanders, als oft behauptet wird: Entscheidend ist weniger der Speicherort der Daten, sondern die Frage, ob du überhaupt einen Vertrag mit Google hast.
Wenn ein Unternehmen, ein Verein oder eine Schule dahintersteht
Dann trägst du die datenschutzrechtliche Verantwortung, ab der ersten Antwort und auch dann, wenn du niemanden nach Namen oder E-Mail-Adresse fragst. Schon beim Aufruf des Formulars bearbeitet Google technische Daten: IP-Adresse, Zeitpunkt, Browser, Gerät. Diese Angaben genügen für den Personenbezug, und damit greift das revidierte Datenschutzgesetz.
Google wird dabei als Auftragsbearbeiter für dich tätig. Nach Art. 9 revDSG brauchst du dafür einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung. Der EDÖB hält auf seiner Seite zum Outsourcing fest, dass der Verantwortliche verantwortlich bleibt und vertraglich absichern muss, dass der Auftragsbearbeiter die Daten nur nach seinen Weisungen bearbeitet. Ob dein konkreter Fall darunter fällt, beurteilt die oder der Datenschutzverantwortliche deiner Organisation, an der Hochschule die Betreuung.
Einen solchen Vertrag bietet Google nur mit einem kostenpflichtigen Google-Workspace-Konto an; zum kostenlosen Google-Konto gehört keiner. Wer Google Forms dienstlich über ein privates Gmail-Konto betreibt, hat also eine Lücke, die kein Datenschutzhinweis schliesst. Eine Produktstufe „Google Forms Pro“ existiert übrigens nicht: Alles, was über das kostenlose Formular hinausgeht, hängt am Workspace-Tarif dahinter. Ob du Google Forms datenschutzkonform einsetzen kannst, entscheidet sich an diesem Vertrag und nicht am Serverstandort.
Der Serverstandort bleibt ein Thema, aber ein nachgeordnetes. Google Forms speichert Antworten im Standardfall nicht in der Schweiz, und die viel zitierte Datenregion „Europa“ gibt es erst ab Google Workspace Business Standard. Bei Google Forms deckt sie zudem nur die gespeicherten Inhalte und Antworten ab, nicht Logs, Caches oder die Bearbeitung selbst. Eine Bekanntgabe von Personendaten ins Ausland braucht zusätzlich eine eigene Grundlage, und die steht ebenfalls im Vertrag zur Auftragsbearbeitung.
Wenn du privat fragst
Eine Terminabfrage im Freundeskreis oder die Planung eines Geburtstagsessens in der Familie liegt in der Praxis anders als eine Befragung für einen Verein oder ein Unternehmen. Je enger der Kreis und je privater der Zweck, desto weniger der oben genannten Pflichten spielen eine Rolle. Sobald ein geschäftlicher oder ein Vereinszweck dazukommt oder die Umfrage einen unbegrenzten Personenkreis erreicht, gilt wieder der erste Abschnitt. Eine saubere Abgrenzung im Grenzfall liefert dir nur eine Rechtsberatung.
Hinweis
Beim Quartierfest greift schon die erste Gruppe, denn ein Verein ist keine Privatperson. Solange die Umfrage nur nach Zufriedenheit und Verbesserungsvorschlägen fragt, bleibt das Risiko überschaubar. Eine Umfrage für die Maturaarbeit oder die Bachelorarbeit ist dagegen nie privat, dort gilt die Vorgabe der Schule oder Hochschule. Die Regeln zum Datenschutz bei Umfragen gelten für jedes Werkzeug, nicht nur für Google Forms.
Wann Google Forms reicht und wann nicht
Google Forms reicht, solange die Umfrage einfach bleibt: kostenlos, in Minuten aufgesetzt, kein Antwortlimit, und die Oberfläche kennt praktisch jede Person. Für eine Terminabfrage, ein Meinungsbild im Verein oder ein Quiz im Unterricht genügt Google Forms vollständig.
An vier Stellen stösst Google Forms an Grenzen, und jede davon ist ein konkreter Engpass:
- Kein Vertrag zur Auftragsbearbeitung im kostenlosen Konto. Sobald ein Unternehmen, ein Verein, eine Schule oder eine Hochschule dahintersteht, fehlt die vertragliche Grundlage nach Art. 9 revDSG.
- Keine Kreuztabellen und keine Filter nach Teilgruppen. Wer Antworten nach Abteilung, Altersgruppe oder Standort vergleichen will, stellt das in Google Sheets von Hand zusammen.
- Kein eigenes Erscheinungsbild. Logo und eigene Farben verlangen einen bezahlten Workspace-Tarif, und das Google-Branding bleibt sichtbar.
- Kein Ranking und keine Matrix mit freier Punktevergabe. Zwei in Erhebungen übliche Fragetypen fehlen.
Welches Werkzeug diese Lücken schliesst, hängt davon ab, welcher der vier Punkte bei dir der Engpass ist. Beim Vergleich der Alternativen zu Google Forms lohnt sich der Blick genau auf diesen Punkt.
Was ein spezialisiertes Umfrage-Tool an diesen Stellen anders macht
Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und der Vertrag zur Auftragsbearbeitung bereits zum kostenlosen Tarif, also bevor jemand etwas bezahlt (Stand: Oktober 2026). Für eine Erhebung aus der Schweiz wiegt ein Speicherort in der EU mehr als eine Kette aus Angemessenheitsbeschlüssen. Matrix, Ranking und NPS sind kostenlos, ebenso die Analyse-Werkzeuge, die Auswertung als Diagramme und die Echtzeit-Aktualisierung. Kostenlos sind 50 Teilnehmer im Monat; Kreuztabellen und Filter kommen ab Plus dazu.
Willst du gleich loslegen, findest du bei empirio.ai ein Online-Umfrage-Tool, das die Fragen auf Zuruf von der KI entwerfen lässt. Ehrlich bleibt dabei zweierlei: Ein Quiz mit automatischer Bewertung bietet empirio.ai nicht, dafür ist Google Forms das richtige Werkzeug. Und Designoptionen gibt es acht, aber erst ab Lite, im kostenlosen Tarif keine. Soll deine Erhebung anonym bleiben, richtest du die Umfrage ohne Kontozwang ein und sagst deinen Teilnehmern vorab, was gespeichert wird.
Typische Fehler bei Umfragen mit Google Forms
Vier Stolperfallen kosten in Google Forms am häufigsten belastbare Ergebnisse.
Zu viele oder zu lange Fragen
Je länger die Umfrage, desto mehr Teilnehmer steigen vorzeitig aus. Eine Umfrage unter zwei bis drei Minuten wird deutlich häufiger fertig ausgefüllt. Frag dich bei jeder Frage: Brauche ich diese Antwort wirklich für die Auswertung?
Suggestivfragen
Suggestivfragen schieben eine bestimmte Antwort in den Vordergrund und verzerren damit deine Ergebnisse. Bleib neutral: „Wie bewertest du unser neues Programm?“ liefert ehrlichere Antworten als „Wie gut gefällt dir unser neues Programm?“.
Fehlende Testphase
Viele schicken die Umfrage raus, ohne sie selbst ausprobiert zu haben. Lass sie vorher von einer oder zwei Personen testen. Was dir klar vorkommt, wirkt auf Aussenstehende manchmal verwirrend.
Datenschutz vergessen
Gerade bei Personendaten ist eine fehlende Datenschutzinformation ein echtes Risiko. Kläre vorab, welche Daten du erhebst und ob Google Forms dafür die richtige Wahl ist.
Ein durchdachter Aufbau der Umfrage vermeidet die meisten dieser Stolperfallen von vornherein.
Fazit
Eine Umfrage mit Google Forms steht in einer Viertelstunde, kostet keinen Franken und liefert sofort ausgewertete Ergebnisse. Für das Feedback zum Quartierfest, eine Terminabfrage oder ein Meinungsbild ist Google Forms genau das richtige Werkzeug, und die sieben Schritte aus dieser Anleitung genügen dafür vollständig.
Sobald hinter der Umfrage ein Unternehmen, ein Verein, eine Hochschule oder eine Behörde steht, verlangt Art. 9 revDSG einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung mit dem Anbieter, und den gibt es bei Google erst mit einem bezahlten Workspace-Tarif. An diesem Punkt fällt die Entscheidung meist, nicht an der Zahl der Fragetypen.
Wie es weitergeht
Der passende nächste Schritt hängt davon ab, wo du gerade stehst:
- Du bist ganz am Anfang und suchst erst einmal Orientierung? Erste Schritte mit Google Forms
- Du willst wissen, was das Werkzeug taugt und was es kostet? Google Forms: Erfahrungen, Kosten, Vor- und Nachteile
- Du willst wissen, wofür sich Google Forms sonst noch eignet? Einsatzmöglichkeiten von Google Forms
- Dein Fragebogen soll Teilnehmer je nach Antwort unterschiedlich führen? Logiken in Google Forms
- Die Antworten sind da und du willst mehr sehen als Balkendiagramme? Google Forms auswerten
- Du willst den Fragebogen methodisch sauber anlegen? Fragebogen richtig erstellen
- Deine Umfrage soll anonym bleiben? Anonyme Umfrage erstellen
- Du überlegst, ob ein anderes Werkzeug besser passt? Die besten Umfrage-Tools im Vergleich
Deine Umfrage braucht einen Vertrag zur Auftragsbearbeitung?
Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und der Vertrag zur Auftragsbearbeitung zum kostenlosen Tarif, und die Fragen entwirft die KI auf Zuruf. Kostenlos mit deiner Umfrage starten
