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Kreuztabellen in wenigen Schritten erstellen: So geht's + Tool

So vergleichst du Gruppen in deiner Umfrage: eine Kreuztabelle in vier Schritten erstellen, die richtigen Prozente ablesen und mit dem Chi-Quadrat-Test absichern.

Autor bei empirio.ai - Marco Warzecha, Co-Gründervon Marco WarzechaAktualisiert am 22. Oktober 2026Lesezeit 12 Min.

Du hast 100 Antworten aus deinem Verein und bei der Frage nach der Beitragserhöhung steht es 50 zu 50. Patt, denkst du. Dann teilst du die Antworten nach Alter auf: Bei den Jüngeren sind sieben von zehn dafür, bei den Älteren nur drei von zehn.

Eine Kreuztabelle erstellst du, indem du zwei Fragen deiner Umfrage auswählst, die Antworten der einen in die Zeilen und die der anderen in die Spalten legst und zählst, wie oft beide Antworten zusammen vorkommen. Bei empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, gibt es Kreuztabellen und Filter ab dem Tarif Plus. Am Ende weißt du, welche Prozentzahl du berichten darfst und wann ein Unterschied mehr ist als Zufall.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Mit empirio.ai erstellst du mit wenigen Klicks Kreuztabellen für Umfragen.
  • Eine Kreuztabelle zählt, wie oft zwei Antworten gemeinsam vorkommen.
  • Gruppen vergleichst du über Zeilenprozente, nicht über Gesamtprozente.
  • Der Chi-Quadrat-Test zeigt, ob ein Unterschied mehr als Zufall ist.
  • empirio.ai filtert nach Zeitraum und exportiert als Excel oder CSV.

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Was ist eine Kreuztabelle?

Eine Kreuztabelle, Kontingenztabelle oder Kontingenztafel ist eine Tabelle, die zwei Fragen einer Umfrage gegenüberstellt und in jeder Zelle zeigt, wie viele Personen eine bestimmte Kombination von Antworten gewählt haben.

Die Antworten der einen Frage bilden die Zeilen, die Antworten der anderen Frage die Spalten. Jede Zelle ist ein Schnittpunkt, zum Beispiel alle Personen unter 30, die für die Beitragserhöhung gestimmt haben. Am Rand stehen die Summen jeder Zeile und jeder Spalte, die sogenannten Randhäufigkeiten. Sie zeigen die Verteilung jeder Frage für sich allein, ohne Blick auf die zweite Frage.

Im Vereinsbeispiel mit 100 Antworten sieht die Kreuztabelle so aus. Die Zahlen sind ausgedacht, das Muster ist typisch. In Klammern steht hier der Anteil innerhalb der Altersgruppe, jede Zeile ergibt also 100 Prozent. In der Ergebnisansicht von empirio.ai steht in Klammern dagegen der Anteil an allen Antworten.

AltersgruppeFür die ErhöhungGegen die Erhöhung
Unter 30 Jahre21 (70 %)9 (30 %)
30 bis 59 Jahre20 (50 %)20 (50 %)
60 Jahre und älter9 (30 %)21 (70 %)
Gesamt50 (50 %)50 (50 %)

Die Gesamtzeile kennst du schon aus der normalen Auswertung: 50 zu 50. Die Zeilensummen ergeben sich aus den Altersgruppen: 30 Personen unter 30, 40 zwischen 30 und 59, 30 ab 60, zusammen 100. Erst die Zeilen selbst zeigen, dass die Altersgruppen ziemlich unterschiedlich abstimmen. Hat jede der beiden Fragen nur zwei Antwortmöglichkeiten, entsteht eine Tabelle mit vier Feldern. Diese Sonderform heißt Vierfeldertafel und ist ein sehr häufiger Fall, etwa bei Ja-Nein-Fragen getrennt nach zwei Gruppen.

Kreuztabellen sind der nächste Schritt, nachdem du jede Frage einzeln ausgezählt hast. Den ganzen Ablauf von der Rohtabelle bis zur Aussage beschreibt unser Leitfaden zum Fragebogen auswerten.

Wann lohnt sich eine Kreuztabelle?

Eine Kreuztabelle lohnt sich immer dann, wenn du wissen willst, ob sich Gruppen in ihren Antworten unterscheiden: Abteilungen, Altersgruppen, Kundentypen oder Studiengänge. Die normale Auswertung zeigt dir die Verteilung über alle Antworten, die Kreuztabelle zeigt dir, welche Gruppen hinter diesem Gesamtergebnis stehen.

In der Praxis tauchen vor allem vier Situationen auf:

  • Mitarbeiterbefragung: Die Zufriedenheit getrennt nach Abteilung oder Standort zeigt, wo es wirklich hakt. Mehr zum Vorgehen steht im Leitfaden zur Mitarbeiterbefragung.
  • Kundenbefragung: Neue und langjährige Kundschaft bewertet denselben Service oft ganz unterschiedlich und eine Kundenbefragung macht das erst mit der Kreuztabelle sichtbar.
  • Abschlussarbeit: Eine Hypothese wie „Masterstudierende nutzen KI-Tools häufiger als Bachelorstudierende“ prüfst du mit genau einer Kreuztabelle. Wie die Befragung dafür aussieht, zeigt der Beitrag zur Umfrage für die Bachelorarbeit.
  • Verein und Schule: Der Wunschtermin für das Sommerfest nach Altersgruppe oder die Rückmeldung zur Projektwoche nach Klassenstufe.

Für eine Kreuztabelle brauchst du zwei Fragen mit festen Antwortkategorien, also Einfach-Auswahl, Mehrfach-Auswahl, Bewertung oder Skala. Freitext eignet sich nicht, weil jede Antwort anders formuliert ist. Bei Mehrfach-Auswahl kann eine Person in mehreren Zellen stehen. Zeilenprozente ergeben dann mehr als 100 Prozent und der Chi-Quadrat-Test ist für so eine Tabelle nicht gedacht. Zahlen wie das Alter in Jahren fasst du vorher zu Gruppen zusammen, sonst bekommt jedes einzelne Lebensjahr eine eigene Zeile. Welche Rechnungen bei welcher Art von Antwort erlaubt sind, regelt das Skalenniveau.

Weniger sinnvoll ist eine Kreuztabelle bei sehr wenigen Antworten. Verteilen sich 20 Antworten auf 15 Zellen, bleibt in den meisten Zellen eine Handvoll Personen übrig und jede einzelne Person verschiebt die Prozente um viele Punkte.

Kreuztabelle lesen: Zeilenprozente, Spaltenprozente, Gesamtprozente

Eine Kreuztabelle liest du richtig, wenn du die Prozente innerhalb der Gruppen berechnest, die du vergleichen willst. Willst du wissen, ob Jüngere eher für die Beitragserhöhung sind, teilst du jede Zelle durch die Zahl der Personen in ihrer Altersgruppe.

Kreuztabelle lesen: drei Altersgruppen in den Zeilen, Zustimmung und Ablehnung in den Spalten, Anzahl und Anteil an allen Antworten je Zelle und die Gesamtsummen am Rand

Aus jeder Zelle lassen sich drei verschiedene Prozentwerte berechnen und jeder beantwortet eine andere Frage. Die 21 Personen unter 30, die für die Erhöhung gestimmt haben, ergeben je nach Bezugsgröße 70, 42 oder 21 Prozent:

ProzentartRechnung im VereinsbeispielBeantwortet die Frage
Zeilenprozent21 von 30 Personen unter 30 = 70 %Wie stimmt diese Altersgruppe ab?
Spaltenprozent21 von 50 Ja-Stimmen = 42 %Aus wem besteht das Ja-Lager?
Gesamtprozent21 von 100 Antworten = 21 %Wie groß ist diese Kombination unter allen?

Welche Prozente die richtigen sind, sagt eine einfache Regel aus der Methodenlehre: Du rechnest die Prozente innerhalb der Gruppen des Merkmals, nach dem du einteilst. Am übersichtlichsten ist es, dieses Merkmal in die Zeilen zu legen und Zeilenprozente zu rechnen. Dann ergibt jede Zeile 100 Prozent und du vergleichst die Zeilen untereinander: 70 Prozent Zustimmung bei den Jüngeren, 50 Prozent in der Mitte, 30 Prozent bei den Älteren.

Prozente rechnest du immer innerhalb der Gruppe, die du vergleichen willst.

Häufig werden in Berichten Prozente verglichen, die sich auf unterschiedliche Grundmengen beziehen. „42 Prozent der Ja-Stimmen kommen von unter 30-Jährigen“ heißt nicht, dass 42 Prozent der unter 30-Jährigen dafür sind. Der erste Satz beschreibt das Ja-Lager, der zweite die Altersgruppe. Schreib deshalb zu jeder Prozentzahl dazu, worauf sie sich bezieht, und nenn die Zahl der Antworten.

Kreuztabelle erstellen mit empirio.ai: Schritt für Schritt

In empirio.ai erstellst du eine Kreuztabelle im Bereich Ergebnisse unter Analyse: Du wählst eine Frage für die Zeilen und eine für die Spalten, setzt bei Bedarf Filter für Zeitraum und unvollständige Antworten und exportierst das Ergebnis als Excel- oder CSV-Datei. Kreuztabellen und Filter gibt es ab dem Tarif Plus für 39 Euro im Monat (Stand: Oktober 2026).

Voraussetzung sind mindestens zwei geeignete Fragen mit festen Antworten, etwa Einfach-Auswahl, Bewertung oder Skala. Fehlen sie, zeigt empirio.ai statt der Tabelle den Hinweis „Für eine Kreuztabelle werden mindestens zwei geeignete Fragen benötigt“. Die Fragen legst du wie gewohnt im Editor an. Steht deine Befragung noch aus, kannst du bei empirio.ai kostenlos eine Umfrage erstellen.

Schritt 1: Die Analyse-Funktion Kreuztabelle öffnen

Öffne deine Umfrage und wechsle oben in den Bereich Ergebnisse. In der linken Leiste stehen Zusammenfassung, Antworten, Diagramme, Analyse und KI-Assistent. Unter Analyse findest du die Analyse-Funktionen als Kacheln, darunter Kreuztabelle, Statistische Kennzahlen und Trendanalyse. Ein Klick auf die Kachel Kreuztabelle öffnet die Ansicht.

empirio.ai: Übersicht der Analyse-Funktionen im Ergebnisbereich mit der Kachel Kreuztabelle zum Erstellen einer Kreuztabelle aus zwei Fragen

Schritt 2: Die Frage für Zeilen und Spalten auswählen

Oben in der Ansicht stehen zwei Auswahlfelder: Frage 1 (Zeilen) und Frage 2 (Spalten). Wähle für die Zeilen das Merkmal, nach dem du einteilen willst, etwa die Altersgruppe. Für die Spalten nimmst du die Frage, deren Antworten du vergleichen willst. Du kannst jede geeignete Frage mit jeder anderen kombinieren und die Auswahl jederzeit ändern.

Schritt 3: Zeitraum und unvollständige Antworten filtern

Mit den Filtern legst du fest, welche Antworten in die Kreuztabelle eingehen. Über Von und Bis grenzt du den Zeitraum ein, aus dem die Antworten stammen, etwa nur die Antworten nach einer Erinnerungsmail. Die Option Unvollständige Antworten einbeziehen nimmt auch Personen auf, die vorzeitig abgebrochen haben. Ohne diese Option zählen nur vollständige Teilnahmen. Für die meisten Auswertungen ist das die sauberere Grundlage, weil dann nur Personen eingehen, die die Umfrage bis zum Ende ausgefüllt haben.

Schritt 4: Die Kreuztabelle lesen und als Excel oder CSV exportieren

In jeder Zelle steht die Anzahl der Antworten und in Klammern ihr Anteil an der Gesamtzahl. Je höher der Anteil, desto kräftiger ist die Zelle eingefärbt. So fallen Häufungen sofort auf. Die Zeile Gesamt am unteren Rand zeigt die Spaltensummen. Über Exportieren lädst du die Tabelle herunter, als XLSX-Datei mit Anzahl und Anteilen oder als CSV-Datei nur mit den Anzahlen. Ist ein Filter aktiv, vermerkt die Excel-Datei das, damit später niemand gefilterte mit allen Antworten verwechselt.

empirio.ai: fertige Kreuztabelle mit Frage 1 in den Zeilen und Frage 2 in den Spalten, Anzahl und Anteil je Zelle und Export-Schaltfläche

Weil empirio.ai in der Zelle den Anteil an der Gesamtzahl zeigt, rechnest du Zeilenprozente aus den Anzahlen selbst: Zelle geteilt durch die Summe ihrer Zeile.

Zeilenprozente in Excel

Exportier die Kreuztabelle als XLSX-Datei und teile in Excel jede Anzahl durch die Summe ihrer Zeile. Formatiert als Prozent ergibt jede Zeile genau 100 Prozent und du kannst die Gruppen direkt nebeneinander lesen.

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Chi-Quadrat-Test: Ist der Unterschied in der Kreuztabelle echt?

Ob ein Unterschied in der Kreuztabelle echt ist oder nur zufällig, prüft der Chi-Quadrat-Test. Er vergleicht die beobachteten Häufigkeiten mit denen, die zu erwarten wären, wenn die beiden Fragen nichts miteinander zu tun hätten. Ist die Abweichung groß genug, sprichst du von einem signifikanten Zusammenhang.

Die Frage dahinter klingt simpel: Stimmen alle Altersgruppen im ganzen Verein vielleicht gleich ab und das Muster ist nur zufällig in deiner Stichprobe entstanden? Bei 100 Antworten ist das eine berechtigte Frage, bei 1.000 Antworten ist so ein Zufall schon viel unwahrscheinlicher.

Erwartete Häufigkeiten: wie der Chi-Quadrat-Test rechnet

Die erwartete Häufigkeit einer Zelle ist die Zeilensumme mal die Spaltensumme, geteilt durch die Gesamtzahl. Im Vereinsbeispiel wäre bei völliger Unabhängigkeit in jeder Altersgruppe genau die Hälfte dafür: 15 der 30 Jüngeren, 20 der 40 Mittleren und 15 der 30 Älteren. Beobachtet sind 21, 20 und 9. Aus diesen Abweichungen ergibt sich ein Chi-Quadrat-Wert von 9,6 bei zwei Freiheitsgraden und ein p-Wert unter 0,01. Wären alle Altersgruppen im ganzen Verein in Wahrheit gleich eingestellt, käme ein so großer Unterschied in weniger als einer von 100 Stichproben vor. Der Zusammenhang ist damit signifikant.

Ein nicht signifikantes Ergebnis heißt umgekehrt nicht, dass es keinen Zusammenhang gibt, sondern nur, dass deine Daten keinen nachweisen. Der Test geht von Unabhängigkeit aus und ein signifikantes Ergebnis spricht gegen genau diese Annahme.

Wann der Chi-Quadrat-Test nicht passt

Der Chi-Quadrat-Test braucht genug Antworten in den Zellen. Das Methodenkompendium des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München nennt als Voraussetzung, dass höchstens 20 Prozent der Zellen eine erwartete Häufigkeit unter 5 haben und keine erwartete Häufigkeit null ist. Die Methodenberatung der Universität Zürich ist strenger und verlangt in jeder Zelle erwartete Häufigkeiten über 5, sonst empfiehlt sie den exakten Test nach Fisher. Fasst du seltene Antworten vorher zu größeren Gruppen zusammen, ist das Problem meist schon gelöst.

Cramérs V: wie stark der Zusammenhang ist

Ein signifikantes Ergebnis sagt noch nichts über die Stärke des Zusammenhangs. Bei sehr vielen Antworten werden auch winzige Unterschiede signifikant. Die Stärke misst Cramérs V auf einer Skala von 0 für keinen bis 1 für einen vollständigen Zusammenhang. Im Vereinsbeispiel liegt Cramérs V bei rund 0,31, nach gängiger Einteilung ein mittlerer Zusammenhang. Für eine Vierfeldertafel, also zwei Gruppen und eine Ja-Nein-Antwort, kannst du kostenlos und ohne Anmeldung die Signifikanz berechnen, Cramérs V inklusive.

Typische Fehler bei Kreuztabellen

Die meisten Fehler bei Kreuztabellen stecken nicht in der Tabelle, sondern in dem Satz, der im Bericht daraus wird. Die Zahlen rechnet das Tool richtig aus, die Deutung bleibt deine Aufgabe.

Vier Fehler sehen wir in Berichten und Abschlussarbeiten am häufigsten. Drei betreffen das Lesen einer Tabelle, einer das Vergleichen mehrerer Tabellen.

Prozente in die falsche Richtung gerechnet

Der Klassiker ist der Vergleich von Spaltenprozenten, wo Zeilenprozente gemeint sind. „Die meisten Ja-Stimmen kommen von Jüngeren“ und „die meisten Jüngeren stimmen mit Ja“ sind zwei verschiedene Aussagen. Die eine kann stimmen, während die andere falsch ist. Leg das Merkmal, nach dem du einteilst, in die Zeilen, rechne Zeilenprozente und schreib die Bezugsgröße zu jeder Zahl.

Zellen mit zu wenigen Antworten

Kleine Zellen erzeugen große Prozentsprünge. Bei vier Personen in einer Gruppe steht jede Person für 25 Prozent und eine einzige abweichende Antwort sieht aus wie ein Trend. Fasse kleine Gruppen zusammen oder nenn bei ihnen nur die absoluten Zahlen. Für den Test gilt dasselbe: Sind die Zellen zu dünn besetzt, fasst du Gruppen zusammen oder nimmst den exakten Test nach Fisher.

Achtung bei anonymen Befragungen

Eine Kreuztabelle aus Abteilung und Zufriedenheit zeigt in einem Team mit drei Personen praktisch Einzelantworten. Werte bei einer anonymen Umfrage deshalb nur Gruppen ab etwa fünf Antworten aus und leg kleinere Abteilungen vorher zusammen.

Unterschiedliche Filter vermischt

Zwei Kreuztabellen aus derselben Umfrage passen nur zusammen, wenn sie dieselben Antworten enthalten. Vergleichst du eine Tabelle mit allen Teilnahmen mit einer, in der unvollständige Antworten fehlen oder ein anderer Zeitraum gilt, misst du den Filter statt der Gruppen. Halte die Filter über alle Tabellen eines Berichts gleich und notiere sie.

Zusammenhang mit Ursache verwechselt

Eine Kreuztabelle zeigt, dass zwei Antworten zusammen auftreten, nicht warum. Vielleicht lehnen ältere Mitglieder die Beitragserhöhung gar nicht wegen ihres Alters ab, sondern weil viele von ihnen Rente beziehen und jeder Euro mehr sie stärker trifft. Prüf solche Vermutungen, indem du dieselbe Kreuztabelle getrennt für jede Gruppe des dritten Merkmals erstellst, zum Beispiel mit einer Pivot-Tabelle aus den exportierten Rohdaten. Bleibt der Altersunterschied bei Mitgliedern mit und ohne Rente bestehen, liegt es eher am Alter als am Einkommen.

Checkliste: Ist deine Kreuztabelle bereit für den Bericht?

Geh diese Punkte durch, bevor du eine Kreuztabelle in einen Bericht oder eine Präsentation übernimmst. Kannst du alle mit Ja beantworten, hält deine Auswertung auch einer kritischen Nachfrage aus dem Team oder von deiner Betreuung stand.

  • Das Gruppenmerkmal steht in den Zeilen.
  • Zeilenprozente sind gerechnet, die Bezugsgröße ist genannt.
  • Jede Tabelle nennt die Zahl der Antworten.
  • Kleine Gruppen sind zusammengefasst oder nur absolut berichtet.
  • Alle verglichenen Tabellen nutzen dieselben Filter.
  • Ein Unterschied heißt erst nach dem Test signifikant.
  • Ein Zusammenhang ist nicht als Ursache formuliert.

Fazit

Eine Kreuztabelle zeigt dir, welche Gruppen hinter einem Gesamtergebnis stehen. Dafür reichen zwei Fragen und ein klarer Blick auf die Prozente. Unser Rat: Leg das Gruppenmerkmal in die Zeilen, rechne Zeilenprozente und prüf auffällige Unterschiede mit dem Chi-Quadrat-Test, bevor du sie berichtest. Bei kleinen Gruppen gilt im Zweifel: lieber zusammenfassen als überinterpretieren.

Wie es weitergeht


Gruppen vergleichen, ohne die Daten erst abzutippen?

Bei empirio.ai erstellst du Kreuztabellen direkt im Ergebnisbereich, filterst nach Zeitraum und exportierst als Excel oder CSV, ab dem Tarif Plus.

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Häufig gestellte Fragen

Eine Kreuztabelle, Kontingenztabelle oder Kontingenztafel ist eine Tabelle, die zwei Fragen einer Umfrage gegenüberstellt und in jeder Zelle zeigt, wie viele Personen eine bestimmte Kombination von Antworten gewählt haben. Die Antworten der einen Frage bilden die Zeilen, die der anderen die Spalten. Bei zwei Fragen mit je zwei Antwortmöglichkeiten heißt sie Vierfeldertafel.

Eine Kreuztabelle erstellst du, indem du zwei Fragen mit festen Antworten auswählst, die eine in die Zeilen und die andere in die Spalten legst und für jede Kombination zählst, wie oft sie vorkommt. In empirio.ai geht das unter Ergebnisse, Analyse und Kreuztabelle, ab dem Tarif Plus. In Excel gelingt es mit einer Pivot-Tabelle aus den exportierten Rohdaten.

Eine Kreuztabelle liest du richtig, indem du die Prozente innerhalb der Gruppen berechnest, die du vergleichen willst. Steht das Gruppenmerkmal in den Zeilen, rechnest du Zeilenprozente, sodass jede Zeile 100 Prozent ergibt. Dann vergleichst du die Zeilen untereinander und nennst zu jeder Prozentzahl, worauf sie sich bezieht und wie viele Antworten dahinterstehen.

Randhäufigkeiten sind die Summen am Rand einer Kreuztabelle, also die Summe jeder Zeile und jeder Spalte. Sie zeigen, wie sich die Antworten einer einzelnen Frage verteilen, unabhängig von der zweiten Frage. Die Randhäufigkeiten sind außerdem die Grundlage für Zeilen- und Spaltenprozente und für die erwarteten Häufigkeiten im Chi-Quadrat-Test.

Einen Chi-Quadrat-Test brauchst du, wenn du aus einem Unterschied in der Kreuztabelle schließen willst, dass er nicht nur zufällig in deiner Stichprobe entstanden ist. Der Test vergleicht beobachtete mit erwarteten Häufigkeiten. Er setzt voraus, dass die Zellen ausreichend besetzt sind: Je nach Lehrmeinung soll jede erwartete Häufigkeit mindestens 5 betragen oder höchstens 20 Prozent der Zellen darunter liegen.

Eine Kreuztabelle ist eine statistische Darstellung, eine Pivot-Tabelle ist ein Werkzeug in Tabellenprogrammen wie Excel, mit dem du sie unter anderem erstellen kannst. Jede Kreuztabelle lässt sich als Pivot-Tabelle anlegen. Eine Pivot-Tabelle kann aber auch Summen oder Mittelwerte zeigen, während eine Kreuztabelle immer Häufigkeiten von Antwortkombinationen zählt.

Eine Kreuztabelle kannst du kostenlos von Hand oder mit einer Pivot-Tabelle in einem Tabellenprogramm erstellen, wenn deine Rohdaten vorliegen. Bei empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, gehören Kreuztabellen und Filter zum Tarif Plus für 39 Euro im Monat, der Rohdaten-Download als CSV oder Excel zum Tarif Lite (Stand: Oktober 2026). Das Erstellen der Umfrage ist kostenlos.

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