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Digitalisierung: Themen für Bachelorarbeit & Masterarbeit

110 Themenvorschläge zur Digitalisierung in 11 Teilgebieten, mit der Schweizer Rechtslage zu künstlicher Intelligenz und dem passenden Datenweg je Teilgebiet.

Autor bei empirio.ai – Marco Warzecha, Mitgründervon Marco WarzechaAktualisiert am 15. Oktober 2026Lesezeit 21 Min.

Deine Bachelorarbeit soll sich um Digitalisierung drehen und du findest nur Sammelbegriffe statt eines Themas? Künstliche Intelligenz, Cloud, Blockchain: Jedes Teilgebiet wirkt reizvoll und keines wirkt wie eine Frage, die sich in drei Monaten beantworten lässt.

Ein Thema im Bereich Digitalisierung findest du, indem du zuerst bestimmst, in welchem Studiengang du schreibst, dann ein Teilgebiet wie künstliche Intelligenz oder Cloud Computing aussuchst und daraus eine Frage formst, die eine benannte Gruppe, eine Branche und einen Zeitraum enthält. Am Schluss hast du 110 Vorschläge aus 11 Teilgebieten und weisst, welche davon ohne eigene Erhebung tragen.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Digitalisierung ist kein Fach, sondern ein Querschnittsthema mehrerer Studiengänge.
  • 110 Themenvorschläge in 11 Teilgebieten, von künstlicher Intelligenz bis Personalbereich.
  • Die Schweiz hat keine übergreifende Gesetzgebung speziell zu künstlicher Intelligenz.
  • Der Bundesrat setzt auf die KI-Konvention des Europarats und sektorielle Regeln.
  • Für Sekundärdaten ist FORS mit SWISSUbase die erste Adresse.

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In 4 Schritten zum perfekten Thema: So findest du ein Thema im Bereich Digitalisierung

Ein Thema im Bereich Digitalisierung ergibt sich nicht daraus, dass du eine Liste durchgehst und einen Punkt anklickst. Eine Themenliste liefert den Rohstoff, der Zuschnitt bleibt deine Arbeit. Vier Schritte führen verlässlich zum Ergebnis und ihre Reihenfolge ist bewusst gewählt.

Am meisten hängt am ersten Schritt, weil er Methode, Betreuung und Umfang bestimmt. Wer beim Teilgebiet anfängt und erst danach überlegt, an welchem Institut die Arbeit entsteht, schneidet das Thema meistens zweimal. Mehr zum Weg vom Interesse zum Thema steht im Beitrag Thema für Bachelorarbeit und Masterarbeit finden.

  1. Bestimme den Studiengang, nicht das Schlagwort. Dasselbe Stichwort wird in der Wirtschaftsinformatik, in der Betriebswirtschaft und in der Soziologie völlig anders bearbeitet. Der Studiengang bestimmt, ob am Schluss ein Prototyp, eine Wirtschaftlichkeitsrechnung oder eine Befragung steht.
  2. Nimm ein Teilgebiet und schneide es auf eine Branche zu. „Künstliche Intelligenz“ ist zu weit, „KI-gestützte Vorauswahl bei der Personalauswahl eines Heims“ ist bearbeitbar. Die Branche verschafft dir gleich den Zugang zu Gesprächspartnern.
  3. Kläre den Datenweg vor der Anmeldung. Prüfe vorher, ob die Zahlen aus der amtlichen Statistik stammen, aus einem Betrieb oder aus einer eigenen Erhebung. Bei Digitalisierungsthemen sind das meist das Bundesamt für Statistik, ein Datenarchiv oder eine eigene Befragung.
  4. Hol eine Rückmeldung in der Sprechstunde ein. Bring zwei oder drei zugeschnittene Vorschläge mit und kein Teilgebiet. Zu einer konkreten Frage kann eine Betreuung etwas sagen, zu „irgendwas mit Digitalisierung“ nicht.

Steht das Thema, fehlt noch der Titel und beides ist nicht dasselbe. Wie aus einer Fragestellung eine saubere Überschrift wird, zeigt der Beitrag Titel für Bachelor- und Masterarbeit richtig formulieren.

Digitalisierung ist kein Fach: In welchem Studiengang schreibst du?

Digitalisierung ist kein eigener Studiengang, sondern ein Querschnittsthema über mehrere Fächer hinweg. Eine Abschlussarbeit über Digitalisierung entsteht immer in einem Fach und dieses Fach bestimmt, was am Schluss als Ergebnis gilt. Genau hier passiert der häufigste Fehler bei der Themenwahl.

Ein Beispiel macht es deutlich. „Einsatz von KI bei der Personalauswahl“ wird in der Wirtschaftsinformatik zur Frage nach Systemen und Datenqualität, in der Betriebswirtschaft zur Frage nach Kosten und Abläufen, in der Soziologie zur Frage nach Benachteiligung und Akzeptanz. Ein Stichwort, drei Arbeiten, drei Methoden.

Welche Frage in welchem Fach üblich ist und was das Institut erwartet, zeigt die folgende Übersicht.

StudiengangTypische FrageWas erwartet wird
WirtschaftsinformatikWie lässt sich ein System einführen?Konzept, Prototyp, Bewertung
BetriebswirtschaftWas kostet es und was bringt es?Kennzahlen, Wirtschaftlichkeit
InformatikWie gut funktioniert das Verfahren?Umsetzung, Messwerte
SoziologieWie wirkt die Technik auf Menschen?Theorie, Befragung, Interviews
WirtschaftsingenieurwesenWie verändert sich der Ablauf?Prozessanalyse, Kostenrechnung
ErziehungswissenschaftWas lernen die Beteiligten dabei?Lernziele, Unterrichtsbeobachtung

Ist dein Fach bestimmt, lohnt der Blick in die passende Themenliste, weil der fachliche Zuschnitt dort bereits steckt. Für die drei häufigsten Fälle gibt es eigene Sammlungen: Themen für die Wirtschaftsinformatik, Themen für die Informatik und Themen für die Betriebswirtschaft.

Vom Schlagwort zur Fragestellung: So wird aus Digitalisierung ein Thema

Zur Fragestellung wird ein Schlagwort erst, wenn drei Angaben darin stehen: wer oder was untersucht wird, in welchem Zusammenhang und in welchem Zeitraum. Fehlt eine davon, bleibt der Satz eine Überschrift und beschreibt kein Vorhaben, das sich abschliessen lässt.

Nicht die Sprache entscheidet hier, sondern der Aufwand. „Auswirkungen der Digitalisierung auf kleine und mittlere Unternehmen“ lässt sich nie beenden, weil kein Punkt festgelegt ist, an dem die Antwort vollständig wäre. „Welche Gründe 15 Gewerbebetriebe gegen eine digitale Zeiterfassung anführen“ ist nach 15 Interviews fertig. Vier solche Umbauten zeigt die Tabelle.

SchlagwortDaraus wird die FrageWoher die Daten kommen
Künstliche IntelligenzWer im Betrieb nutzt KI wofür?Befragung der Belegschaft
Digitale TransformationWas ändert sich an einem Ablauf?Interviews vor und nach der Umstellung
Cloud ComputingWarum bleibt ein Betrieb beim Server?Interviews, amtliche Kennzahlen
E-CommerceWelche Retouren entstehen wodurch?Auswertung der Shopdaten

Wie du aus einer solchen Frage anschliessend prüfbare Hypothesen gewinnst, steht im Beitrag Hypothesen aufstellen.

Digitalisierung ist kein Thema. Digitalisierung ist der Ordner, in dem dein Thema liegt.

Die Drei-Teile-Probe

Lies deine Fragestellung laut und streiche gedanklich alles, was keine Gruppe, keinen Ort und keinen Zeitraum nennt. Bleibt ein vollständiger Satz übrig, trägt das Thema. Bleibt nur ein Stichwort übrig, fehlt der Zuschnitt.

110 Themenvorschläge im Bereich Digitalisierung

Nach 11 Teilgebieten sortiert sind die folgenden 110 Themenvorschläge im Bereich Digitalisierung. Jeder Vorschlag ist als Frage oder als Vorhaben formuliert und nennt eine Gruppe, eine Organisation oder eine Branche, damit du gleich siehst, mit wem du sprechen müsstest.

Alle Vorschläge sind Anregungen und ersetzen nicht die Vorgaben deiner Hochschule. Massgeblich ist das Reglement deines Studiengangs und die Betreuung entscheidet, ob ein Zuschnitt zum vorgesehenen Umfang passt. Weitere Fächer und Formate findest du in unserer grossen Sammlung mit Themenvorschlägen für Bachelorarbeit und Masterarbeit.

Welches Teilgebiet welchen Datenweg verlangt, zeigt die Übersicht vorab. Das ist der schnellste Filter, solange du noch nicht weisst, ob du eine eigene Erhebung schaffst.

TeilgebietUmfangTypischer Datenweg
Künstliche Intelligenz10 ThemenBefragung, Interviews, Rechtstexte
Big Data10 ThemenDatenauszug einer Organisation
Blockchain10 ThemenLiteratur, Interviews, Kostenvergleich
Internet der Dinge10 Themeneigene Messung mit Sensoren
Digitale Transformation10 ThemenInterviews, Befragung der Belegschaft
Cybersecurity10 ThemenInterviews, Befragung, Regelwerke
Mobile Technologien10 ThemenBefragung, Nutzungsdaten einer App
Virtuelle und erweiterte Realität10 ThemenVersuch mit Brillen, Vorher-Nachher-Vergleich
Cloud Computing10 ThemenKennzahlen des BFS, Interviews im Betrieb
E-Commerce10 ThemenShopdaten, Befragung der Kundschaft
Digitalisierung im Personalbereich10 ThemenBefragung im eigenen Betrieb

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Künstliche Intelligenz: 10 Themen mit brauchbarem Zuschnitt

Am häufigsten gesucht und am schnellsten verloren: Künstliche Intelligenz ist genau deshalb ein heikles Teilgebiet. Wer über „KI im Unternehmen“ schreibt, hat einen Sammelbegriff gewählt und kein Vorhaben. Brauchbar wird die Sache mit einer Frage, die eine Organisation nennt, eine einzelne Aufgabe und jene Personen, die mit dem System arbeiten oder davon betroffen sind.

  • Wie Mitarbeitende eines Treuhandbüros einen KI-Assistenten für Routinefälle beurteilen
  • Welche Gründe Industriebetriebe im Mittelland gegen den Einsatz von KI anführen
  • Wie Lehrpersonen einer Berufsfachschule Arbeiten mit KI-Verdacht beurteilen
  • Welche Rolle eine KI-gestützte Vorauswahl bei der Personalauswahl eines Heims spielt
  • Wie Patientinnen und Patienten einer Arztpraxis eine KI-gestützte Befundung annehmen
  • Welche Kriterien eine Spitex-Organisation vor dem Einsatz einer Sprach-KI prüft
  • Wie Studierende einer Fachhochschule KI-Werkzeuge beim Verfassen von Seminararbeiten nutzen
  • Welche Kontrollen eine Redaktion einführt, wenn Beiträge mit KI entstehen
  • Welche Pflichten das revidierte Datenschutzgesetz beim Einsatz von KI auslöst
  • Wie sich der sektorielle Regulierungsansatz des Bundesrats auf ein Spital auswirken könnte

Big Data: 10 Themen aus Stellen, die ihre Daten längst sammeln

Grosse Datenmengen fallen in vielen Organisationen längst an und niemand schaut hinein. Darin liegt die Chance, aber auch die Falle: Wichtiger als die Methode ist die Frage, ob dir eine Stelle einen Auszug überlässt. Jeder der folgenden Vorschläge nennt deshalb eine Organisation, bei der die Daten tatsächlich vorhanden sind.

  • Wie ein Elektrizitätswerk Verbrauchsdaten aus intelligenten Zählern für die Netzplanung auswertet
  • Welche Bedenken die Kundschaft eines Detailhändlers gegen die Auswertung von Kundenkartendaten hat
  • Wie ein Onlineshop abgebrochene Bestellvorgänge auswertet und was daraus folgt
  • Welche Datenschutzfragen die Verknüpfung von Standort- und Kaufdaten im Detailhandel aufwirft
  • Wie eine Krankenkasse Abrechnungsdaten für die Versorgungsplanung nutzen könnte
  • Welche Kennzahlen ein Transportunternehmen aus den Telematikdaten seiner Fahrzeuge zieht
  • Wie ein städtischer Verkehrsbetrieb Fahrgastzahlen aus Zähldaten vorhersagt
  • Welche Qualitätsprobleme beim Zusammenführen von Daten mehrerer Vorsysteme auftreten
  • Wie ein Versicherer Schadenmeldungen vorsortiert und wer die Entscheidung kontrolliert
  • Welche Rolle Datenauswertung in der Sortimentsplanung eines Detailhändlers spielt

Blockchain: 10 Themen ohne Kryptokurse

An der Technik scheitern Blockchain-Arbeiten selten, am Nutzen dafür oft. Die interessante Frage ist nicht, ob sich etwas auf einer Blockchain ablegen lässt, sondern ob das Ergebnis besser ausfällt als bei einer gewöhnlichen Datenbank. Diese Abwägung macht eine Arbeit prüfbar. Kursentwicklungen bleiben in den folgenden Vorschlägen bewusst ausgespart.

  • Wie ein Detailhändler Herkunftsnachweise für Alpkäse über eine Blockchain abbildet
  • Welche Hürden ein Familienbetrieb bei Smart Contracts im Einkauf benennt
  • Wie Energiegenossenschaften den Handel mit Sonnenstrom zwischen Nachbarn abwickeln
  • Welche Fragen Smart Contracts im schweizerischen Vertragsrecht offenlassen
  • Wie eine Fachhochschule digitale Abschlusszeugnisse fälschungssicher ausgeben könnte
  • Welche Kosten und welchen Nutzen ein Pharmagrosshändler bei gesicherter Lieferkette gegenrechnet
  • Wie sich die Kosten einer Blockchain-Lösung gegen eine gewöhnliche Datenbank verhalten
  • Welche Akzeptanz die Aufteilung von Immobilienanteilen in Token bei Privatanlegenden findet
  • Wie ein Industriezulieferer Bauteilhistorien über Werksgrenzen hinweg festhält
  • Welche Umweltbilanz unterschiedliche Konsensverfahren einer Blockchain aufweisen

Internet der Dinge: 10 Themen mit eigenen Messdaten

Beim Internet der Dinge kannst du die Daten selbst erzeugen und das ist der grosse Vorteil. Ein Sensor und vier Wochen Messzeit genügen für eine Bachelorarbeit häufig. Gebraucht wird allerdings eine Vergleichsgrösse: ein Zeitraum ohne Sensor, ein zweiter Standort oder eine zweite Anlage. Ohne sie fehlt der Arbeit der Massstab und das Ergebnis bleibt beliebig.

  • Wie eine Wohnbaugenossenschaft Heizungsdaten aus vernetzten Thermostaten zur Verbrauchssenkung nutzt
  • Welche Sicherheitslücken vernetzte Haushaltgeräte im Privathaushalt öffnen
  • Wie ein Obstbaubetrieb Bodensensoren zur Steuerung der Bewässerung einsetzt
  • Welche Akzeptanz vernetzte Pflegehilfsmittel bei Angehörigen in der Spitex-Betreuung finden
  • Wie eine Gemeinde Füllstandssensoren in Glassammelstellen für die Tourenplanung nutzt
  • Welche Wartungsintervalle ein Produktionsbetrieb aus Zustandsdaten seiner Anlagen ableitet
  • Wie sich vernetzte Zähler auf die Abrechnung eines Energieversorgers auswirken
  • Welche Anforderungen ein Spital an vernetzte Medizingeräte im Netzwerk stellt
  • Wie ein Bergbahnunternehmen Anlagendaten für die Instandhaltung auswertet
  • Welche Rolle Edge Computing für zeitkritische Anwendungen in der Fertigung spielt

Digitale Transformation: 10 Themen zum Wandel in Betrieben und Verwaltungen

Mit digitaler Transformation ist der organisatorische Teil der Digitalisierung gemeint, also Abläufe, Rollen und Gewohnheiten. Der Schwerpunkt liegt damit auf Menschen statt auf Technik. Interviews oder eine Befragung reichen für solche Arbeiten fast immer aus. Jeder folgende Vorschlag nennt eine Organisation samt konkretem Umstellungsschritt.

  • Wie ein Gewerbebetrieb Nachfolgeregelung und Digitalisierung miteinander verbindet
  • Welche Widerstände in der Belegschaft eines Pflegeheims bei digitaler Dokumentation auftreten
  • Wie eine Gemeindeverwaltung Gesuche von Papier auf Onlineformulare umstellt
  • Welche Erfolgsfaktoren ein Treuhandbüro bei der Umstellung auf digitale Belege nennt
  • Wie sich die Rolle der Führungskräfte in einem Betrieb mit Homeoffice-Regelung verändert
  • Welche Kennzahlen ein Detailhändler zur Steuerung seiner Digitalisierungsvorhaben nutzt
  • Wie ein Verein mit Freiwilligen seine Mitgliederverwaltung digitalisiert
  • Welche Schulungsbedarfe ein Transportunternehmen bei digitalen Frachtpapieren feststellt
  • Wie ein Spital das elektronische Patientendossier in seine Abläufe einpasst
  • Welche Erfahrungen Gemeinden mit digitalen Behördengängen im Kanton machen

Cybersecurity: 10 Themen zur IT-Sicherheit im Arbeitsalltag

Reizvoll und riskant zugleich ist Cybersecurity als Thema. Technische Schwachstellenanalysen brauchen eine Erlaubnis und eine Testumgebung, die kaum eine Hochschule bereitstellt. Die organisatorische Seite lässt sich dagegen gut bearbeiten: Regeln, Schulungen, Meldewege, Zuständigkeiten. Interviews und eine Befragung genügen dafür. Der Betrieb kann die Ergebnisse sofort verwenden.

  • Wie ein Zulieferbetrieb nach einem Erpressungsangriff seine Abläufe umgestellt hat
  • Welche Sicherheitsregeln Mitarbeitende im Homeoffice einhalten und welche nicht
  • Wie eine Fachhochschule Phishing-Übungen aufsetzt und was sie damit erreicht
  • Welche Meldepflichten bei Cyberangriffen für Betreiber kritischer Infrastrukturen gelten
  • Wie ein Spital die Trennung von Medizintechnik- und Verwaltungsnetz umsetzt
  • Welche Kriterien ein Betrieb bei der Auswahl einer Cyberversicherung anlegt
  • Wie Passwortregeln und Zwei-Faktor-Anmeldung die Zufriedenheit der Nutzenden beeinflussen
  • Welche Rolle Lieferantenprüfungen für die IT-Sicherheit eines Industriebetriebs spielen
  • Wie eine Gemeinde Notfallpläne für den Ausfall ihrer Fachanwendungen organisiert
  • Welche Meldewege Mitarbeitende für IT-Vorfälle kennen und wie schnell sie sie nutzen

Mobile Technologien: 10 Themen zu Apps und Handynutzung

Mobile Themen haben den praktischen Vorzug, dass die Zielgruppe erreichbar und Nutzung messbar ist. Eine Befragung über einen Link oder einen QR-Code im Betrieb bringt in zwei Wochen Antworten. Richtig stark wird die Arbeit mit zwei Messzeitpunkten, also einem Vergleich vor und nach einer Einführung. Darauf sind die folgenden Vorschläge ausgelegt.

  • Wie Mitarbeitende im Ausseneinsatz eine neue Auftrags-App im Alltag verwenden
  • Welche Gründe bei älteren Kundengruppen gegen Bezahlen mit dem Handy sprechen
  • Wie ein Fitnesscenter Trainingsdaten aus einer App für Beratungsgespräche nutzt
  • Welche Erwartungen Reisende an die App eines Verkehrsverbunds haben
  • Wie ein Spital mobile Visitenerfassung auf Tablets einführt und was sich an den Abläufen ändert
  • Welche Anforderungen an Barrierefreiheit eine Gemeinde-App erfüllen muss
  • Wie Push-Nachrichten die Nutzung einer Nachrichten-App über vier Wochen verändern
  • Welche Datenschutzeinstellungen Nutzende einer Gesundheits-App wirklich vornehmen
  • Wie ein Gewerbebetrieb Zeiterfassung über das Handy organisiert
  • Welche Rolle Offlinefunktionen für Apps in Berggebieten spielen

Virtuelle und erweiterte Realität: 10 Themen zu VR und AR

Gut geeignet sind VR und AR für Arbeiten mit Vorher-Nachher-Vergleich, weil Lerneffekt oder Kaufentscheidung messbar bleiben. Begrenzend wirkt allein die Ausrüstung: Ohne Zugang zu Brillen über die Hochschule, einen Betrieb oder ein Medienzentrum entsteht aus dem Vorhaben eine Literaturarbeit. Kläre diesen Punkt vor der Anmeldung und nicht danach.

  • Wie eine Pflegefachschule VR-Übungen für Notfälle in den Unterricht einbindet
  • Welche Lerneffekte AR-Anleitungen bei der Montage in der Berufslehre bringen
  • Wie ein Einrichtungshaus AR-Platzierung im Kaufprozess einsetzt und wie die Kundschaft reagiert
  • Welche körperlichen Beschwerden bei längeren VR-Einheiten in Schulungen auftreten
  • Wie ein Museum AR-Inhalte für Schulklassen vorbereitet
  • Welche Kosten und welchen Nutzen ein Transportunternehmen bei AR-Brillen in der Kommissionierung gegenrechnet
  • Wie virtuelle Rundgänge die Entscheidung von Wohnungssuchenden beeinflussen
  • Welche Anforderungen eine Berufsfeuerwehr an VR-Einsatzübungen stellt
  • Wie ein Industriebetrieb Schulungen für neue Anlagen auf VR umstellt
  • Welche Akzeptanz AR-Unterstützung bei Servicetechnikern im Ausseneinsatz findet

Cloud Computing: 10 Themen zu Cloud-Diensten im Betrieb

Bei Cloud Computing entscheidet in der Schweiz regelmässig nicht die Technik, sondern der Ort der Datenhaltung. Genau das macht Themen interessant, bei denen eine Entscheidung ansteht: wechseln oder bleiben, eigener Server oder Dienstleister. Für die Ausgangslage lässt sich auf Kennzahlen zur Informationsgesellschaft zurückgreifen, den eigenen Fall liefert der Betrieb.

  • Wie eine Arztpraxis die Anforderungen an einen Cloud-Dienst für Patientendaten prüft
  • Welche Gründe kleine Betriebe gegen bezahlte Cloud-Dienste anführen
  • Wie ein Betrieb die Kosten vor und nach dem Wechsel in die Cloud gegenrechnet
  • Welche Rolle der Standort der Server bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters spielt
  • Wie eine Hochschule Prüfungssoftware in einer Cloud-Umgebung bereitstellt
  • Welche Abhängigkeiten ein Familienbetrieb mit einem einzigen Cloud-Anbieter eingeht
  • Wie ein Detailhändler Lastspitzen im Weihnachtsgeschäft über Cloud-Ressourcen abdeckt
  • Welche Punkte ein Vertrag zur Auftragsbearbeitung für einen Cloud-Dienst abdecken muss
  • Wie eine Verwaltung die Datenhaltung im Inland gegen einen internationalen Anbieter abwägt
  • Welche Kriterien eine Gemeinde zwischen eigenem Serverraum und Cloud anlegt

E-Commerce: 10 Themen zum Onlinehandel

An echte Zahlen kommst du im E-Commerce am leichtesten, sofern ein Betrieb mitmacht. Shopsysteme liefern Bestellungen, Abbrüche und Retouren auf Knopfdruck. Ohne Betrieb bleibt die Seite der Kundschaft und die erschliesst eine eigene Befragung gut. Beide Wege führen zu bearbeitbaren Themen, nur eben zu verschiedenen.

  • Wie ein kleiner Onlineshop Retouren senkt und was die Massnahmen kosten
  • Welche Erwartungen die Kundschaft an Lieferzeiten im Möbelversand hat
  • Wie ein Modehändler Grössenberatung einsetzt und wie sich die Retourenquote ändert
  • Welche Rolle Bewertungen für die Kaufentscheidung bei Elektrogeräten spielen
  • Wie ein Detailhändler Abholung im Laden gegen Lieferung nach Hause stellt
  • Welche Hürden ein Schweizer Händler beim Verkauf in die EU nennt
  • Wie Beiträge in sozialen Medien die Besuche in einem Onlineshop über acht Wochen beeinflussen
  • Welche Zahlungsarten die Kundschaft erwartet und welche ein Shop wirklich anbietet
  • Wie ein Geschäft im Quartier Onlineverkauf und Ladenlokal verbindet
  • Welche Informationspflichten ein Onlineshop gegenüber Konsumenten erfüllt

Digitalisierung im Personalbereich: 10 Themen zu Arbeit und Personal

Besonders häufig gesucht und in Themenlisten kaum vertreten: Digitalisierung im Personalbereich. Für dich ist das günstig, denn die Mitarbeitenden sind erreichbar, die Abläufe überschaubar und eine Befragung im eigenen Betrieb realistisch. Grenze das Vorhaben vorher gegen die Themen im Personalmanagement ab.

  • Wie eine Personalabteilung Bewerbungen von Papier auf ein Bewerbermanagementsystem umstellt
  • Welche Erfahrungen Mitarbeitende mit digitaler Zeiterfassung im Ausseneinsatz machen
  • Wie ein Betrieb Weiterbildung über Lernplattformen organisiert und wer sie nutzt
  • Welche Erwartungen Lernende an digitale Arbeitsmittel im Lehrbetrieb haben
  • Wie sich Homeoffice auf den Zusammenhalt in einem Team mit 30 Personen auswirkt
  • Welche Rolle die Personalkommission bei der Einführung einer neuen Personalsoftware spielt
  • Wie eine Spitex-Organisation Dienstpläne digital erstellt und was sich für die Mitarbeitenden ändert
  • Welche Belastungen ständige Erreichbarkeit im Arbeitsalltag erzeugt
  • Wie ein Gewerbebetrieb Bewerbende über soziale Medien erreicht
  • Welche Regelungen Gesamtarbeitsverträge zur Arbeit im Homeoffice treffen

Woher die Daten für ein Digitalisierungsthema kommen

Daten für ein Digitalisierungsthema kommen aus drei Richtungen: aus der amtlichen Statistik, aus einem Datenarchiv der Sozialwissenschaften oder aus einer eigenen Erhebung. Welche Richtung für dein Thema offensteht, entscheidet mehr über den Erfolg der Arbeit als die Wahl des Teilgebiets.

Der Grund ist unangenehm einfach. Fast jede Themenliste im Netz nennt dir Themen. Keine nennt dir die Herkunft der Zahlen und daran scheitern Arbeiten in der sechsten von zwölf Wochen. Für die Schweiz kommt eine Besonderheit hinzu: Die europäischen Vergleichstabellen helfen nur begrenzt, weil die Schweiz nicht in jeder EU-Erhebung enthalten ist.

Amtliche Statistik: Das Bundesamt für Statistik als Schweizer Ausgangspunkt

Kennzahlen zur Informationsgesellschaft führt in der Schweiz das Bundesamt für Statistik, kurz BFS. Dort finden sich Indikatoren zur Internetnutzung in Haushalten, zu digitalen Kompetenzen und zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien. Für eine Arbeit ist das der richtige Startpunkt, weil die Zahlen die Schweizer Lage abbilden und nicht einen EU-Durchschnitt, in dem die Schweiz fehlt.

Wichtig für die Quellenarbeit: Prüfe beim gewählten Indikator immer das Erhebungsjahr und die Altersgruppe, bevor du eine Zahl in die Einleitung setzt. Schweizer Erhebungen laufen nicht in jedem Jahr und nicht für jedes Merkmal und eine Zahl ohne Jahr ist in einer Abschlussarbeit ein Mangel, den jede Betreuung sieht.

Sekundärdaten: FORS und SWISSUbase als Schweizer Datenarchiv

Erhebungsdaten aus der schweizerischen Sozialforschung liegen bei FORS, dem Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften in Lausanne. Laut den Datendiensten von FORS lassen sich über die Plattform SWISSUbase die vorhandenen Daten und Projekte finden („Discover the data and projects accessible on SWISSUbase“) und eigene Daten dort ablegen.

Praktisch bedeutet das für dich zwei Dinge. Erstens brauchst du für eine Sekundäranalyse keine eigene Erhebung, sondern nur den passenden Datensatz. Zweitens unterscheiden sich die Bedingungen je Datensatz, weshalb du den Zugang zu genau jenem Datensatz klären solltest, auf dem deine Arbeit aufbaut, und zwar vor der Anmeldung des Themas.

Achtung

Plane kein Thema, das Einzeldaten einzelner Unternehmen zur IKT-Nutzung braucht. Einzelangaben aus einer amtlichen Erhebung sind statistisch geheim und werden nicht herausgegeben. Formuliere die Frage auf Branchen- oder Grössenklassenebene, dann tragen die veröffentlichten Tabellen die Arbeit.

Eigene Erhebung: Wann eine Umfrage zur Digitalisierung sinnvoll ist

Sinnvoll ist eine eigene Erhebung bei allen Themen, die auf Einschätzungen, Akzeptanz, Gewohnheiten oder Erfahrungen zielen. Dazu gibt es keine amtliche Statistik und genau deshalb ist dein Ergebnis dort originell. Für die Teilgebiete digitale Transformation, Cybersecurity, mobile Technologien und Personalbereich ist das der Normalfall.

Wie eine empirische Arbeit dafür aufgebaut wird, von der Frage über die Stichprobe bis zur Auswertung, zeigt der Beitrag zur empirischen Bachelorarbeit und Masterarbeit. Mit empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, erstellst du den Fragebogen kostenlos und bekommst die Antworten ausgewertet zurück, ohne dass die Teilnehmenden ein Konto brauchen.

KI-Themen und das Schweizer Recht: Was deine Arbeit beachten muss

Für KI-Themen gilt in der Schweiz eine andere Rechtslage als in der EU und genau das wird in Abschlussarbeiten regelmässig übersehen. Wer den AI Act der Europäischen Union einfach auf einen Schweizer Fall anwendet, beschreibt ein Recht, das hier nicht gilt. Die Betreuung merkt das sofort.

Ausgangspunkt ist eine klare Aussage der zuständigen Bundesstelle. Laut dem Bundesamt für Kommunikation gilt mit Stand 10. März 2025: „In der Schweiz besteht bisher noch keine übergreifende Gesetzgebung spezifisch zu KI.“ Stattdessen hat der Bundesrat einen eigenen Weg beschlossen und dieser Weg ist für eine Arbeit genauso gut beschreibbar wie eine Verordnung.

Die folgenden Stationen sind an den Mitteilungen des Bundes nachprüfbar.

DatumWas beschlossen wurdeWofür das relevant ist
22. November 2023Auftrag für eine AuslegeordnungVorgeschichte der Regulierung
12. Februar 2025Ratifizierung der KI-Konvention geplantvölkerrechtlicher Rahmen
12. Februar 2025sektorbezogene GesetzesanpassungenGesundheitswesen, Verkehr
27. März 2025Unterzeichnung in StrassburgZeitpunkt des Bekenntnisses
bis Ende 2026Vernehmlassungsvorlage geplantTransparenz, Datenschutz, Aufsicht

Inhaltlich wichtig ist die Arbeitsteilung, die der Bundesrat dabei festgelegt hat. Laut dem Bundesamt für Kommunikation sollen Gesetzesanpassungen „möglichst sektorbezogen“ erfolgen, während eine sektorübergreifende Regulierung auf grundrechtsrelevante Bereiche wie den Datenschutz beschränkt bleibt. Ergänzend sind nicht verbindliche Massnahmen wie Selbstdeklarationen oder Branchenlösungen vorgesehen.

Woraus sich daraus ein eigenes Thema ergibt

Aus dieser Lage entsteht eine Fragestellung, die es in keiner deutschen Themenliste gibt: Wie ein Spital, eine Verwaltung oder ein Betrieb den Einsatz von KI heute regelt, obwohl kein eigenes KI-Gesetz vorliegt. Gearbeitet wird dann mit dem revidierten Datenschutzgesetz, mit Branchenvorgaben und mit internen Weisungen und genau diese Mischung ist der interessante Teil.

Arbeitet deine Untersuchung mit Personendaten, ist das revidierte Datenschutzgesetz die zentrale Grundlage und nicht die Datenschutz-Grundverordnung. Was dabei für eine Befragung gilt, steht im Beitrag zum Datenschutz bei Umfragen. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung, massgeblich sind die Gesetzestexte selbst.

Digitalisierung: Themen für Seminararbeit, Maturaarbeit und Projektarbeit

Für eine Seminararbeit, eine Maturaarbeit oder eine Projektarbeit taugt dasselbe Themenfeld, aber nicht derselbe Zuschnitt. Eine Seminararbeit mit 15 Seiten verträgt keine eigene Erhebung, eine Projektarbeit im Betrieb lebt dagegen davon. Der Unterschied liegt im Umfang des Datenwegs und nicht in der Wahl des Teilgebiets.

Praktisch heisst das: Nimm einen der 110 Vorschläge und verkleinere ihn um eine Stufe. Aus einer Befragung mit 100 Antworten werden fünf Interviews, aus einem Vergleich über zwölf Monate ein Blick auf vier Wochen, aus einer Branche ein einzelner Betrieb. Die Frage bleibt dieselbe, nur der Nachweis wird kleiner.

ArbeitsformPassender ZuschnittBelastbarer Nachweis
Maturaarbeitein Begriff, ein AnwendungsfallLiteratur und amtliche Kennzahlen
Seminararbeitein Betrieb, eine Entscheidungdrei bis fünf Interviews
Projektarbeitein Ablauf, eine UmstellungVorher-Nachher-Vergleich im Betrieb
Bachelorarbeiteine Gruppe, ein ZeitraumBefragung oder Datenauszug
Masterarbeitzwei Gruppen im VergleichBefragung plus Sekundärdaten

Beliebt für die Seminararbeit ist der Vergleich zweier Teilgebiete, etwa Cloud Computing und eigener Serverbetrieb in einem kleinen Betrieb. Dafür genügen die veröffentlichten Kennzahlen und zwei Gespräche. Grundlagen zum Aufbau solcher Arbeiten sammelt der Beitrag mit Themenvorschlägen für Hausarbeit und Seminararbeit.

Typische Fehler bei der Themenwahl zur Digitalisierung

Vier Fehler treten bei Digitalisierungsthemen immer wieder auf und alle vier kosten Wochen. Sie entstehen nicht aus Nachlässigkeit, sondern daraus, dass ein Thema bei der Anmeldung noch gut klingt und erst beim Arbeiten auffällt.

Erkennbar ist jeder dieser Fehler schon an der Formulierung des Themas, und zwar lange vor der Anmeldung. Die folgenden vier Abschnitte nennen jeweils das Muster, die Folge und den Ausweg.

Das Thema ist so gross wie das Teilgebiet

„Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Schweizer Wirtschaft“ ist kein Thema für eine Bachelorarbeit, sondern für ein Forschungsinstitut. Beim Schreiben zeigt sich das sofort: Jedes Kapitel bleibt an der Oberfläche, weil keines abgeschlossen werden kann. Der Ausweg ist eine Verengung auf eine Branche, einen Kanton und einen Zeitraum, und zwar vor der Anmeldung.

Der Datenweg ist nicht geklärt

Viele Themen setzen Zahlen voraus, die niemand herausgibt. Interne Umsatzdaten, Sicherheitsvorfälle oder Personalkennzahlen sind vertraulich und eine Zusage am Telefon ist keine Zusage. Die Folge ist ein Themenwechsel zur Halbzeit. Der Ausweg ist eine schriftliche Zusage vor der Anmeldung oder ein Thema, das mit öffentlichen Zahlen auskommt.

Die Technik veraltet schneller als die Arbeit entsteht

Arbeiten über einzelne Werkzeuge oder Modellversionen sind nach einem halben Jahr überholt. Ein Vergleich konkreter KI-Dienste liest sich bei der Abgabe schon alt. Die Folge ist eine Arbeit ohne Haltbarkeit. Der Ausweg ist eine Frage nach Mechanismen statt nach Produkten: nicht welches Werkzeug besser ist, sondern nach welchen Kriterien eine Organisation auswählt.

Das europäische Recht wird auf einen Schweizer Fall übertragen

Eine Arbeit, die den AI Act der Europäischen Union auf einen Schweizer Betrieb anwendet, beschreibt Pflichten, die hier nicht gelten. Die Folge ist ein fachlicher Fehler im Kern der Arbeit. Der Ausweg ist die Schweizer Grundlage: das revidierte Datenschutzgesetz, die Beschlüsse des Bundesrats zur KI-Konvention und die Vorgaben der jeweiligen Branche.

Erledigt

Prüfe vor der Anmeldung: Der Studiengang steht fest. Die Frage nennt Gruppe, Ort und Zeitraum. Der Datenweg ist schriftlich zugesagt oder öffentlich. Die Rechtsgrundlage ist eine schweizerische. Die Betreuung kennt den Vorschlag.

Fazit

Ein gutes Thema im Bereich Digitalisierung entsteht aus zwei Entscheidungen: zuerst der Studiengang, dann der Zuschnitt. Wer beide vor der Anmeldung trifft und den Datenweg schriftlich klärt, hat die drei häufigsten Gründe für einen Themenwechsel bereits ausgeschlossen.

Unsere Empfehlung: Nimm ein Teilgebiet, in dem die Daten laufend anfallen und stelle eine Frage, die eine Gruppe von Menschen betrifft. Themen zu digitaler Transformation, Cybersecurity und Personalbereich sind in der Praxis die zuverlässigsten, auch wenn künstliche Intelligenz spannender klingt.

Wie es weitergeht


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Häufig gestellte Fragen

Gut geeignet sind Themen, die ein Teilgebiet wie künstliche Intelligenz, Cloud Computing oder digitale Transformation auf eine Branche und eine Gruppe von Menschen zuschneiden. Beispiele sind die Akzeptanz einer KI-gestützten Personalauswahl in einem Heim oder die Gründe eines Gewerbebetriebs gegen digitale Zeiterfassung. Wichtig ist, dass die Frage Gruppe, Ort und Zeitraum nennt.

Digitalisierung ist kein eigener Studiengang, sondern ein Querschnittsthema. Geschrieben wird die Arbeit in der Wirtschaftsinformatik, der Betriebswirtschaft, der Informatik, der Soziologie, dem Wirtschaftsingenieurwesen oder der Erziehungswissenschaft. Das Fach bestimmt, was als Ergebnis zählt: ein Prototyp, eine Wirtschaftlichkeitsrechnung, Messwerte oder eine Befragung. Diese Entscheidung gehört vor die Wahl des Teilgebiets.

Nein. Laut dem Bundesamt für Kommunikation besteht in der Schweiz bisher keine übergreifende Gesetzgebung spezifisch zu künstlicher Intelligenz. Der Bundesrat setzt auf die KI-Konvention des Europarats und auf sektorbezogene Anpassungen, während eine übergreifende Regulierung auf grundrechtsrelevante Bereiche wie den Datenschutz beschränkt bleibt. Eine Schweizer Arbeit argumentiert deshalb mit schweizerischem Recht.

Kennzahlen zur Informationsgesellschaft führt das Bundesamt für Statistik, etwa zur Internetnutzung in Haushalten und zu digitalen Kompetenzen. Erhebungsdaten aus der Sozialforschung liegen bei FORS und sind über die Plattform SWISSUbase zu finden. Für Einschätzungen, Akzeptanz und Erfahrungen gibt es keine amtliche Statistik, dafür brauchst du eine eigene Befragung.

Digitalisierung meint die Einführung digitaler Technik, also etwa den Wechsel von Papier auf ein Formular im Browser. Digitale Transformation meint den organisatorischen Wandel, der daraus folgt: veränderte Abläufe, neue Rollen, andere Gewohnheiten. Für eine Abschlussarbeit ist der Unterschied praktisch, weil Transformationsthemen auf Menschen zielen und sich mit Interviews oder einer Befragung bearbeiten lassen.

Für eine Maturaarbeit passt ein Thema, das mit Literatur und veröffentlichten Kennzahlen auskommt, etwa der Vergleich von Cloud-Nutzung und eigenem Serverbetrieb in kleinen Betrieben. Für eine Projektarbeit im Betrieb passt eine Umstellung mit Vorher-Nachher-Vergleich. Nimm einen Vorschlag für die Bachelorarbeit und verkleinere ihn: weniger Befragte, kürzerer Zeitraum, ein Betrieb statt einer Branche.

Ohne eigene Erhebung gut bearbeitbar sind Themen zu Cloud Computing, Blockchain und zum Digitalisierungsgrad von Unternehmen, weil dafür veröffentlichte Kennzahlen und Fachliteratur vorliegen. Auch Fragen zur schweizerischen Regulierung von künstlicher Intelligenz kommen ohne eigene Daten aus. Themen zu Akzeptanz, Gewohnheiten und Erfahrungen brauchen dagegen fast immer eine Befragung.

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