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Lektorat Bachelorarbeit: Was in der Schweiz erlaubt ist

Erlaubt ist ein Lektorat, solange es Sprache betrifft und nicht Inhalt. Wo die Grenze für deine Bachelorarbeit verläuft, steht in deiner Redlichkeitserklärung. Wir lesen sie mit dir durch.

Autor bei empirio.ai – Marco Warzecha, Mitgründervon Marco WarzechaAktualisiert am 14. August 2026Lesezeit 10 Min.

Du willst deine Bachelorarbeit vor der Abgabe noch einmal lesen lassen und fragst dich, ob das überhaupt zulässig ist? Die Sorge ist berechtigt. Zwischen erlaubter Sprachkorrektur und einem Täuschungsversuch liegen manchmal nur ein paar Sätze.

Ein Lektorat der Bachelorarbeit ist an Schweizer Hochschulen in der Regel erlaubt, solange es nur an der Sprache arbeitet: Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Verständlichkeit. Sobald jemand Argumente ergänzt, Quellen einbaut oder ganze Passagen neu schreibt, wird aus dem Lektorat ein Täuschungsversuch. Entscheidend ist der Wortlaut deiner Redlichkeitserklärung. Am Ende weisst du, welche Stelle in deinen Unterlagen darüber entscheidet und was du im Zweifel tust.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Sprachliche Korrektur ist erlaubt, inhaltliche Mitarbeit gilt als Täuschung.
  • Das Reglement deiner Hochschule entscheidet, nicht der Anbieter.
  • Die ETH Zürich lässt nur Hinweise der Betreuungsperson ausdrücklich zu.
  • Ein Lektorat wird nach Zeichen abgerechnet, nicht pauschal.
  • Ein KI-Lektorat kostet weniger, entscheidet aber nichts für dich.

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Ein Lektorat der Bachelorarbeit ist in der Schweiz erlaubt, wenn es sich auf die Sprache beschränkt und die inhaltliche Leistung bei dir bleibt. Unzulässig wird es dort, wo das Reglement oder die Redlichkeitserklärung deiner Hochschule eine engere Grenze zieht.

Eine landesweite Regelung gibt es nicht. Jede Schweizer Hochschule setzt ihre eigenen Reglemente, und der entscheidende Text steht meist auf dem Formular, das du zusammen mit der Arbeit einreichst. Genau dieses Formular wird beim Recherchieren am häufigsten übersehen.

Wie eng das ausfallen kann, zeigt die Erklärung der ETH Zürich. Sie lässt zwei Varianten zum Ankreuzen zu, abzusprechen mit der Betreuungsperson.

Variante der ETH-ErklärungWas zugelassen istWas das bedeutet
Variante ohne generative KInur Hinweise der BetreuungspersonDritte sind nicht vorgesehen
Variante mit generativer KIzulässige Hilfsmittel nach AbspracheQuellenangabe wird verlangt
Beide VariantenNennung aller wesentlichen UnterstützendenOffenlegung ist Teil der Unterschrift

Stand: August 2026, nach dem veröffentlichten ETH-Formular.

Bemerkenswert ist die dritte Zeile. Mit der Unterschrift bestätigst du an der ETH Zürich, alle Personen genannt zu haben, die massgeblich zum Zustandekommen der Arbeit beigetragen haben. Wer ein Lektorat beauftragt und schweigt, verstösst also gegen die Erklärung, selbst wenn die Sprachkorrektur an sich harmlos war. Das Formular steht als Declaration of originality der ETH Zürich öffentlich zur Verfügung.

⚠️ Achtung

Eine unvollständige Redlichkeitserklärung kann selbst dann ein Täuschungsversuch sein, wenn am Text nichts auszusetzen ist. Frag im Zweifel vorher bei deiner Betreuungsperson nach und lass dir die Antwort per E-Mail geben.

Massgeblich ist immer das Reglement deiner Hochschule, und ein Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Wie eine Bachelorarbeit formal aufgebaut sein muss, steht im Leitfaden zur Bachelorarbeit.

Lektorat und Korrektorat: Was mit deinem Text passiert

Ein Korrektorat prüft Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Ein Lektorat geht darüber hinaus und arbeitet zusätzlich an Satzbau, Wortwahl, Wiederholungen und Verständlichkeit. Beide Leistungen ändern nicht, was du sagst, sondern wie du es sagst.

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL), der Berufsverband für das freie Lektorat im deutschsprachigen Raum, führt in seinem Leistungskatalog auch ein inhaltliches Lektorat. Für einen Roman ist das sinnvoll, für deine Bachelorarbeit ist es genau die Leistung, die du nicht bestellen darfst.

LeistungWas bearbeitet wirdFür die Bachelorarbeit
KorrektoratRechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzungmeist unproblematisch
Sprachliches Lektoratzusätzlich Satzbau, Stil, WiederholungenReglement prüfen
Inhaltliches LektoratArgumentation, Struktur, Quellennicht zulässig

An zwei Beispielen wird der Unterschied greifbar. Beide zeigen, was ein sprachliches Lektorat leistet, ohne dass sich der Inhalt verschiebt.

Satzbau: aus einem Bandwurm werden zwei Sätze

Lange Schachtelsätze entstehen im Schreibfluss fast von allein, weil du beim Formulieren noch denkst. Beim Lesen kippt der Satz dann, und die betreuende Person muss zweimal ansetzen. Ein Lektorat trennt solche Konstruktionen auf, ohne eine einzige Aussage zu ergänzen oder wegzunehmen.

  • Vorher: Es kann davon ausgegangen werden, dass die sozioökonomische Lage einer Gruppe, deren Benachteiligung über Generationen hinweg konstant bleibt, als ein Erklärungsfaktor für deren Bildungsbeteiligung gesehen werden kann.
  • Nachher: Die sozioökonomische Lage einer Gruppe erklärt einen Teil ihrer Bildungsbeteiligung. Besonders deutlich wird der Zusammenhang, wenn die Benachteiligung über Generationen hinweg bestehen bleibt.

Sprachstil: aus Alltagssprache wird Fachsprache

Umgangssprachliche Wendungen fallen im eigenen Text kaum auf, in einer Bewertung dagegen sofort. Formulierungen wie „ganz klar“ oder „immer weiter“ wirken unpräzise, weil sie nichts messen. Ein Lektorat ersetzt sie durch Ausdrücke, die dieselbe Aussage tragen und dabei überprüfbar bleiben.

  • Vorher: Es ist ganz klar, dass immer weiter steigende Temperaturen schlecht für die Umwelt sind.
  • Nachher: Eine dauerhaft steigende Durchschnittstemperatur belastet Ökosysteme erheblich.

Worin sich wissenschaftliche Sprache grundsätzlich von Alltagssprache unterscheidet, steht ausführlicher im Beitrag zum Verfassen einer wissenschaftlichen Arbeit.

Dann lohnt sich das Lektorat deiner Bachelorarbeit

Ein Lektorat lohnt sich, wenn die Sprache zwischen dir und deiner Argumentation steht. In der Abgabephase liest kaum jemand den eigenen Text noch so, wie eine fremde Person ihn liest, weil du jede Formulierung schon dutzendfach gesehen hast.

In der Schweiz kommt ein zweiter Punkt dazu. An vielen Hochschulen schreibt ein Teil der Studierenden nicht in seiner Erstsprache, und Hochdeutsch als Schriftsprache ist auch für Deutschschweizer Studierende eine bewusste Umstellung. Die folgende Zuordnung hilft bei der Entscheidung.

Deine SituationWas dann passt
Deutsch ist nicht deine Erstsprachevollständiges sprachliches Lektorat, früh beauftragt
Zwei Tage bis zur AbgabeKorrektorat oder KI-Lektorat
Sprache sitzt, du bist nur betriebsblindKorrektorat
Die Argumentation trägt nichtRücksprache mit deiner Betreuungsperson
Kein Budget vorhandenSchreibzentrum deiner Hochschule

Das Schreibzentrum wird in Ratgebern selten genannt, weil dort meist Lektorate verkauft werden. Viele Schweizer Hochschulen betreiben eines, die Rückmeldung kostet dich nichts, und sie kommt von Menschen, die dein Reglement kennen. Ein Termin dauert oft nur eine Stunde und lohnt sich schon vor dem letzten Kapitel.

💡 Tipp

Gib nie die ganze Arbeit in ein Erstgespräch. Ein Probelektorat an drei bis fünf Seiten zeigt dir, wie tief jemand eingreift, und du siehst vorher, was du bekommst.

Wie sich die letzten Wochen vor der Abgabe planen lassen, steht in der Vorgehensweise zum Schreiben der Bachelorarbeit.

Was kostet ein Lektorat der Bachelorarbeit?

Was ein Lektorat der Bachelorarbeit kostet, hängt vom Textumfang, von der Tiefe der Bearbeitung und von der Bearbeitungszeit ab. Einen allgemeingültigen Preis gibt es nicht, und der Berufsverband nennt bewusst keinen.

Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren (VFLL) schreibt dazu, das Freie Lektorat sei ein freier Beruf ohne gesetzliche Reglementierung, eine Gebührenordnung wie im Arztberuf gebe es deshalb nicht. Als Verband könne er keine konkreten Preise nennen, ohne den freien Wettbewerb zu berühren. Jede Zahl, die dir als „der übliche Satz“ begegnet, ist also eine Anbieterangabe und kein Standard.

Abgerechnet wird nach Zeichenzahl inklusive Leerzeichen. Grundlage für einen Seitenpreis ist laut VFLL die Normseite mit etwa 1.500 bis 1.650 Zeichen, selten auch 1.800. Frag bei jedem Seitenpreis nach, wie viele Zeichen eine Seite umfasst, sonst vergleichst du zwei verschiedene Dinge. Die Angaben stehen in der Honorarübersicht des VFLL (Stand: August 2026).

KI-Lektorat als günstigere Variante

Ein KI-Lektorat prüft denselben Text automatisch und kostet deutlich weniger als eine Person, die ihn Zeile für Zeile bearbeitet. GoThesis bietet ein solches Lektorat an und markiert die Fundstellen im Dokument, statt den Text selbst zu verändern. GoThesis gehört wie empirio.ai zum selben Unternehmen und rechnet in Euro ab.

LeistungUmfangPreis
GoThesis KI-Lektoratrund 12.000 Wörter22,90 Euro
GoThesis KI-Lektoratrund 24.000 Wörter28,90 Euro
GoThesis Lektorat mit PlagiatsprüfungPaketpreisab 21,80 Euro

Stand: August 2026, Änderungen möglich.

Das Ergebnis liegt je nach Umfang nach 10 bis 20 Minuten vor. Ein KI-Lektorat kennt allerdings weder das Reglement deiner Hochschule noch die Konventionen deines Fachs, und die Entscheidung über jeden einzelnen Vorschlag bleibt bei dir. Wichtig für Schweizer Arbeiten: Ein KI-Werkzeug muss in der Redlichkeitserklärung meist angegeben werden. Mehr dazu steht auf der Seite zum KI-Lektorat von GoThesis.

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Lektorat angeben: Was in die Redlichkeitserklärung gehört

Ob du ein Lektorat in der Redlichkeitserklärung angeben musst, entscheidet das Formular deiner Hochschule. Fragt es nach benutzten Hilfsmitteln, nach fremder Hilfe oder nach unterstützenden Personen, gehört ein Lektorat hinein.

An der ETH Zürich ist der Punkt besonders klar formuliert. Wer unterschreibt, bestätigt dort unter anderem, alle Personen genannt zu haben, die massgeblich zum Zustandekommen der Arbeit beigetragen haben. Eine Lektorin oder ein Lektor fällt darunter, sobald die Bearbeitung über einzelne Tippfehler hinausgeht.

Für KI-Werkzeuge gilt an der ETH Zürich eine eigene Variante der Erklärung. Wer generative KI einsetzt, kreuzt die zweite Option an und stimmt Verwendung und Quellenangabe mit der Betreuungsperson ab. Ein KI-Lektorat ist damit nicht verboten, aber angabepflichtig.

Eine Formulierung, die den Kern trifft

Wenn dein Formular ein freies Feld für Hilfsmittel vorsieht, reicht ein Satz. Er soll benennen, was passiert ist, und nicht mehr behaupten als nötig. Halte ihn nüchtern, denn eine ausführliche Rechtfertigung wirkt an dieser Stelle eher verdächtig als offen.

Die Arbeit wurde vor der Abgabe sprachlich Korrektur gelesen. Inhaltliche Änderungen wurden dabei nicht vorgenommen.

Verbindlich ist trotzdem das Muster deiner Hochschule, nicht dieser Vorschlag. Wenn du unsicher bist, ob deine Arbeit vorher noch eine Prüfung braucht, hilft der Beitrag zur Plagiatsprüfung der Bachelorarbeit bei der Einordnung.

So erkennst du ein seriöses Lektorat

Ein seriöses Lektorat sagt dir vorher, was es tut, was es kostet und wo es aufhört. Unseriöse Angebote verwischen die Grenze zum Schreibenlassen und werben mit „akademischer Unterstützung“, ohne die Leistung konkret zu benennen.

Anbieter, die auch ganze Kapitel liefern, sind kein Lektorat, sondern etwas anderes mit einem harmloseren Namen. Genau diese Vermischung ist der Grund, warum Hochschulen bei jeder Form von Fremdhilfe genau hinsehen, auch bei der harmlosen.

Checkliste vor der Beauftragung

Die folgenden sechs Punkte lassen sich in zehn Minuten prüfen, meist direkt auf der Angebotsseite oder im ersten Gespräch. Wer sie beantworten kann, arbeitet transparent. Wer ausweicht, hat dafür einen Grund.

  • Der Anbieter nennt die Zeichenzahl pro Normseite.
  • Es gibt ein Probelektorat an deinem eigenen Text.
  • Alle Leistungen stehen schriftlich im Angebot.
  • Niemand bietet an, Kapitel für dich zu formulieren.
  • Die Bearbeitungszeit ist verbindlich zugesagt.
  • Die Person hat einen fachlichen Bezug zu deinem Thema.

Fehlt einer dieser Punkte, ist das noch kein Ausschlussgrund, sondern ein Anlass nachzufragen. Fehlen mehrere, such weiter.

Typische Fehler beim Lektorat der Bachelorarbeit

Die meisten Probleme entstehen nicht durch das Lektorat selbst, sondern durch den Umgang damit. Vier Fehler tauchen dabei immer wieder auf.

Alle vier lassen sich vermeiden, wenn du früh genug anfängst und dir klarmachst, dass die Verantwortung für den Text bei dir bleibt.

Zu spät beauftragt

Ein Lektorat braucht Zeit, und zwar zweimal: erst für die Bearbeitung, dann für das Einarbeiten der Vorschläge. Wer 48 Stunden vor der Abgabe anfragt, zahlt Eilzuschläge und hat trotzdem keine Ruhe mehr, die Anmerkungen zu prüfen. Plane die letzte Woche für das Einarbeiten ein, nicht für die Bearbeitung.

Vorschläge blind übernommen

Ein Lektorat schlägt Formulierungen vor, ohne dein Fach zu kennen. Wird ein Fachbegriff durch ein Alltagswort ersetzt, kann aus einer korrekten Aussage eine falsche werden. Geh jede Änderung einzeln durch und lehne ab, was den Sinn verschiebt. Genau dafür arbeiten gute Lektorate mit Änderungsverfolgung und liefern keine fertige Datei.

Die Angabe im Formular vergessen

Ein Lektorat zu verschweigen, obwohl das Formular nach Hilfsmitteln oder unterstützenden Personen fragt, ist riskanter als das Lektorat selbst. Die Erklärung ist der Punkt, an dem aus einer erlaubten Leistung ein Täuschungsversuch werden kann. Lies das Formular, bevor du es unterschreibst, und nicht erst danach.

Rechtschreibprüfung mit Lektorat verwechselt

Die Rechtschreibprüfung in Word findet Tippfehler, aber keine falsch verwendeten Fachbegriffe und keine unklaren Bezüge. Zusätzlich stellt Word bei Schweizer Texten gern das Eszett wieder her, das hier nicht hingehört. ChatGPT formuliert flüssig um, verschiebt dabei aber häufig den Sinn. Wie sich der Anteil an KI-Text nachweisen lässt, steht im Beitrag zum Prüfen auf KI-Texte.

Fazit

Ein Lektorat der Bachelorarbeit ist in der Schweiz in den allermeisten Fällen erlaubt, und die Aufregung darum ist grösser als das Risiko. Entscheidend sind zwei Dinge: Der Text bleibt inhaltlich deiner, und du liest das Formular, bevor du unterschreibst. Wer beides beachtet, kann seine Arbeit ruhigen Gewissens lesen lassen.

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Häufig gestellte Fragen

Ein Lektorat der Bachelorarbeit ist in der Schweiz erlaubt, solange es nur die Sprache betrifft und die inhaltliche Leistung bei der studierenden Person bleibt. Eine landesweite Regelung gibt es nicht, jede Hochschule setzt ihr eigenes Reglement. Massgeblich ist das Formular, das mit der Arbeit eingereicht wird (Stand: August 2026).

Die Redlichkeitserklärung der ETH Zürich lässt zwei Varianten zu, die mit der Betreuungsperson abzusprechen sind: eine ohne generative KI, eine mit generativer KI und Quellenangabe. In beiden Fällen bestätigt die Unterschrift, dass alle massgeblich unterstützenden Personen genannt wurden (Stand: August 2026).

Ein Lektorat gehört in die Redlichkeitserklärung, sobald das Formular nach Hilfsmitteln, fremder Hilfe oder unterstützenden Personen fragt. An der ETH Zürich ist die Nennung massgeblich unterstützender Personen ausdrücklich Teil der Erklärung. Wer unsicher ist, fragt vor der Abgabe bei der Betreuungsperson nach.

Ein Korrektorat prüft Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung. Ein Lektorat arbeitet zusätzlich an Satzbau, Wortwahl, Wiederholungen und Verständlichkeit und ist deshalb aufwendiger und teurer. Beide Leistungen verändern nur die sprachliche Form. Ein inhaltliches Lektorat, das Argumente oder Quellen ergänzt, ist für eine Bachelorarbeit nicht zulässig.

Für das Lektorat einer Bachelorarbeit gibt es keinen festen Preis. Der Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren nennt bewusst keine Sätze, weil das Freie Lektorat nicht gesetzlich reglementiert ist und keine Gebührenordnung existiert. Abgerechnet wird nach Zeichen inklusive Leerzeichen, meist auf Basis einer Normseite mit 1.500 bis 1.650 Zeichen (Stand: August 2026).

Ein KI-Lektorat ist an vielen Schweizer Hochschulen erlaubt, in der Regel aber angabepflichtig. Die ETH Zürich sieht dafür eine eigene Variante der Redlichkeitserklärung vor, bei der Verwendung und Quellenangabe mit der Betreuungsperson abgestimmt werden. Ohne Absprache und ohne Angabe bleibt der Einsatz riskant.

Die Rechtschreibprüfung von Word ersetzt kein Lektorat. Word findet Tippfehler und offensichtliche Grammatikfehler, erkennt aber weder falsch verwendete Fachbegriffe noch unklare Bezüge. Bei Schweizer Texten kommt hinzu, dass die Spracheinstellung auf Deutsch (Schweiz) stehen muss, sonst setzt Word das Eszett wieder ein.

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