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Erste Schritte mit Google Forms: Das musst du wissen

Wo Google Forms liegt, wann deine Teilnehmer ein Google-Konto brauchen, warum es keine App gibt und ab welchem Tarif Google einen Auftragsverarbeitungsvertrag ausstellt.

Autor bei empirio.ai - Marco Warzecha, Co-Gründervon Marco WarzechaAktualisiert am 23. Oktober 2026Lesezeit 9 Min.

Du sollst eine Umfrage machen und jemand hat dir Google Forms empfohlen. Nur: Wo findest du das überhaupt, brauchst du ein Google-Konto und was kostet das Ganze?

Google Forms, auf Deutsch Google Formulare, ist der kostenlose Formulardienst von Google: Du rufst forms.google.com im Browser auf, meldest dich mit deinem Google-Konto an und legst Umfragen, Anmeldungen oder Quizze an. Installieren musst du nichts und deine Teilnehmer brauchen meist kein eigenes Google-Konto. Zum Vergleich: Bei empirio.ai, einem Online-Umfrage-Tool aus Deutschland, ist die Anzahl der Umfragen unbegrenzt und kostenlos. Am Ende weißt du, wo Google Forms liegt, wann sich Teilnehmer anmelden müssen und wo die kostenlose Nutzung dienstlich endet.


📌 Das Wichtigste im Überblick

  • Google Forms läuft im Browser unter forms.google.com, ohne Installation.
  • Zum Erstellen brauchst du ein Google-Konto, zum Ausfüllen meist nicht.
  • Eine eigene Google-Forms-App für Android oder iOS gibt es nicht.
  • Google Forms bietet 12 Fragetypen und 17 Vorlagen.
  • Den Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es bei Google ab Business Starter.

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Was ist Google Forms?

Google Forms, in der deutschen Oberfläche „Google Formulare“, ist ein kostenloser Dienst von Google zum Erstellen von Online-Formularen, Umfragen, Anmeldungen und Quizzen. Google Forms läuft im Browser, speichert jede Änderung sofort und gehört zur selben Familie wie Google Docs und Google Tabellen.

Der Unterschied zu einem ausgewachsenen Umfrage-Tool: Google Forms ist bewusst schlicht gehalten. Google Forms bietet 12 Fragetypen, 17 Vorlagen, eine automatische Auswertung mit Diagrammen und eine Verknüpfung zu Google Tabellen. Filter nach Teilgruppen, Kreuztabellen und statistische Tests gibt es nicht (Stand: Oktober 2026). Für ein Meinungsbild, eine Terminabfrage oder ein kurzes Kundenfeedback reicht das. Für eine Erhebung, die mehrere Teilgruppen sauber auseinanderhalten muss, wird es eng.

Die Einsatzmöglichkeiten von Google Forms reichen von der Vereinsabstimmung über das Bewerbungsformular bis zur Befragung für die Bachelorarbeit.

Nicht zu verwechseln mit Google Surveys

Google Surveys und Surveys 360 waren ein bezahltes Marktforschungsprodukt: Unternehmen spielten damit Fragen an ein Panel fremder Teilnehmer aus. Laut der Hilfeseite von Google zur Einstellung von Google Surveys stehen beide seit dem 1. November 2022 nicht mehr zur Verfügung. Google Forms war davon nicht betroffen und ist ein anderes Produkt: Hier befragst du Menschen, die du selbst einlädst.

Wo finde ich Google Forms?

Google Forms erreichst du über drei Wege und alle drei führen in denselben Editor: direkt über die Adresse, über Google Drive oder über den App-Starter.

  • Direkt über die Adresse: forms.google.com oder docs.google.com/forms aufrufen. Der schnellste Weg.
  • Über Google Drive: in Drive auf „Neu“ klicken, dann „Mehr“, dann „Google Formulare“. Von dort startest du ein leeres Formular, ein leeres Quiz oder eine Vorlage.
  • Über den App-Starter: das Raster aus neun Punkten oben rechts in jeder Google-Oberfläche. „Formulare“ steht in der Liste.

Auf der Startseite von Google Forms steht oben die Vorlagengalerie, darunter alle Formulare, die du schon angelegt hast.

Startseite von Google Forms mit Vorlagengalerie und der Kachel für ein leeres Formular

Eine eigene Anmeldeseite hat Google Forms nicht. Wer nach „Google Forms Login“ sucht, meldet sich schlicht mit dem normalen Google-Konto an, also mit demselben Konto wie bei Gmail oder Google Drive.

Brauche ich für Google Forms ein Google-Konto?

Zum Erstellen brauchst du ein Google-Konto, zum Ausfüllen brauchen deine Teilnehmer in der Regel keins. Ein kostenloses Konto reicht für den Formular-Editor aus, ein bezahltes Workspace-Konto ist dafür nicht nötig.

Vier Einstellungen drehen das um und erzwingen auch bei deinen Teilnehmern eine Anmeldung. Geh sie einmal durch, bevor du den Link verschickst:

  • der Fragetyp „Datei hochladen“
  • die Option „Maximal 1 Antwort“ gegen Mehrfachteilnahmen
  • das Erfassen von E-Mail-Adressen
  • die Beschränkung auf Nutzer der eigenen Organisation

Jede dieser vier Einstellungen bedeutet gleichzeitig, dass die Umfrage nicht mehr anonym ist. Google Forms kann Mehrfachantworten nur verhindern, wenn es die Teilnehmer wiedererkennt, und wiedererkennen heißt: Es gibt ein Konto, an dem die Antwort hängt. Wer eine anonyme Umfrage zusagt, lässt alle vier Einstellungen aus.

Gibt es eine Google-Forms-App?

Eine offizielle Google-Forms-App für Android oder iOS gibt es nicht. Google Forms wird auf dem Smartphone im mobilen Browser bedient: Die Android-Hilfe von Google verweist dafür ausdrücklich auf einen mobilen Webbrowser wie Chrome und auf die Adresse forms.google.com. Die einzige App, die Google an dieser Stelle nennt, ist die Google-Drive-App, und zwar nur zum Wiederfinden bestehender Formulare.

Für deine Teilnehmer spielt das keine Rolle. Ein Google-Formular ist eine normale Webseite und lässt sich auf jedem Gerät ausfüllen, mit oder ohne App. Der Unterschied betrifft nur dich als Ersteller: Du arbeitest am Handy in derselben Weboberfläche wie am Rechner, nur auf weniger Platz.

Google Forms am Smartphone bearbeiten

Google Forms öffnest du am Handy über forms.google.com im Browser, genauso wie am Rechner. Fragen anlegen, Texte korrigieren und Antworten ansehen geht dort gut. Umständlich wird alles, was Ziehen und Fallenlassen braucht: die Reihenfolge der Fragen umstellen, Abschnitte verschieben, Sprungziele setzen. Plane diese Schritte am Rechner ein und nutze das Handy für Korrekturen und den Blick auf die Ergebnisse. Und teste deine Umfrage vor dem Verschicken einmal selbst am Handy, denn lange Rasterfragen werden dort schnell unübersichtlich.

Tipp

Leg forms.google.com als Verknüpfung auf den Startbildschirm, dann hast du den Ersatz für die fehlende App. In Chrome für Android geht das über das Drei-Punkte-Menü und „Zum Startbildschirm hinzufügen“, in Safari auf dem iPhone über das Teilen-Symbol und „Zum Home-Bildschirm“.

Apps von Drittanbietern mit „Forms“ im Namen

Im App Store und bei Google Play stehen mehrere Apps mit „Forms“ im Namen, die nicht von Google kommen. Solche Apps verlangen beim Einrichten Zugriff auf dein Google-Konto, um in deinem Namen Formulare zu lesen und zu schreiben. Für ein paar Umfragen lohnt das nicht: Der Browser kann dasselbe, ohne dass ein weiterer Anbieter Zugriff auf deine Formulare und deine Antworten bekommt.

Eine Google-Forms-App gibt es nicht. forms.google.com im Browser ist am Handy die ganze Anwendung.

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Wo liegen deine Google Formulare?

Jedes Google-Formular ist eine Datei in deinem Google Drive, genau wie ein Dokument oder eine Tabelle. Du findest es dort unter „Meine Ablage“ und kannst es in Ordner verschieben, umbenennen, kopieren oder in den Papierkorb legen.

Google Forms steht nicht allein, sondern ist der Eingang in ein kleines System aus drei Diensten. Wer welche Rolle hat, zeigt die Tabelle:

DienstRolle für deine UmfrageWas dort liegt
Google DriveAblageortdas Formular und hochgeladene Dateien
Google TabellenAuswertungeine Zeile je Antwort, live verknüpft
Google Docskeine RolleTextdokumente, kein Formular

Stand: Oktober 2026, Änderungen möglich.

Zwei praktische Folgen hat die Ablage in Google Drive. Erstens lohnt sich früh ein eigener Drive-Ordner für Umfragen, sonst liegen Formular und Antworttabelle irgendwo zwischen den übrigen Dateien. Zweitens gilt der Speicherplatz deines Google-Kontos auch hier. Bei Formularen fällt das kaum auf, bei Umfragen mit Datei-Upload dagegen schon, denn die hochgeladenen Dateien landen ebenfalls in deinem Drive.

Die Verknüpfung zu Google Tabellen legst du im Reiter „Antworten“ über das grüne Tabellen-Symbol an. Dort entsteht eine zweite Datei in Drive, die unabhängig vom Formular ist: Löschst du das Formular, bleibt die Tabelle erhalten und umgekehrt. Alles, was Google Forms bei der Auswertung nicht kann, passiert in dieser Tabelle. Wie du aus den Rohdaten brauchbare Ergebnisse machst, steht in unserer Anleitung zum Google Forms auswerten.

Wer „Umfrage mit Google Docs“ sucht, meint fast immer Google Forms. Ein Textdokument sammelt keine Antworten und wertet nichts aus.

Was kostet Google Forms?

Für Privatpersonen ist Google Forms kostenlos, ohne die Kontingente, die viele kostenlose Umfrage-Tools setzen: keine Obergrenze bei der Zahl der Formulare, keine bezahlte Freischaltung einzelner Fragetypen, keine Schwelle, ab der die Ergebnisse gesperrt werden. Bezahlt wird bei Google an anderer Stelle, nämlich über Google Workspace.

Google Workspace ist das kostenpflichtige Paket für Unternehmen, Vereine und Schulen. Im Formular selbst kommen dadurch kaum neue Funktionen dazu, sondern vor allem organisatorische Dinge: mehr Speicher, zentrale Verwaltung, eine eigene Domain. Zwei Punkte aus dem Workspace-Paket entscheiden aber darüber, ob du Google Forms dienstlich überhaupt einsetzen darfst.

Auftragsverarbeitungsvertrag und Serverstandort

Der Auftragsverarbeitungsvertrag gehört bei Google zum Workspace-Vertrag und ist damit ab dem Tarif Business Starter zu haben. Die Wahl des Speicherorts, also USA oder Europa, gibt es erst ab Business Standard und bei Google Forms betrifft sie nur ruhende Daten (Stand: Oktober 2026). Ohne bezahltes Workspace-Konto bekommst du von Google also keinen Auftragsverarbeitungsvertrag und der ist für jede dienstliche Umfrage mit Personenbezug Pflicht.

Für Unternehmen hängen die Kosten von Google Forms deshalb am Workspace-Tarif und nicht am Formular. Wer dienstlich von Anfang an mit Vertrag und Serverstandort EU arbeiten will, ohne dafür zu zahlen, kann seine Umfragen online erstellen und bekommt beides ohne Aufpreis: Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsvertrag zum kostenlosen Tarif. Brauchst du den Vertrag für die nächste Befragung, startest du dort mit einem kostenlosen Konto.

Der kostenlose Tarif von empirio.ai hat dafür eine Grenze, die Google Forms nicht hat: 50 Teilnehmer pro Monat, Umfragen und Fragen dagegen unbegrenzt (Stand: Oktober 2026). Wer eine einmalige Abstimmung mit 300 Leuten braucht und keinen Auftragsverarbeitungsvertrag, fährt mit Google Forms günstiger.

Gemeinsam an einem Google-Formular arbeiten

Andere Personen lädst du über das Personen-Symbol mit dem Pluszeichen oben rechts im Formular ein. Dort trägst du eine Google-Mail-Adresse ein und legst für jede Person einzeln fest, ob sie teilnehmen oder mitbearbeiten darf.

Dialog in Google Forms, in dem Personen eingeladen und für Teilnahme oder Mitbearbeitung freigegeben werden

Mitbearbeiter sehen alle Antworten und können das Formular verändern, auch während die Umfrage schon läuft. Im Team an einem Fragebogen zu feilen ist damit einfach. Riskant wird es, wenn niemand koordiniert: Eine Frage, die mitten im Lauf umformuliert wird, liefert zwei verschiedene Datensätze unter derselben Überschrift. Klärt vorher, wer nach dem Start noch etwas ändern darf.

Achtung

Läuft die Umfrage über das private Google-Konto einer einzelnen Person, gehört das Formular auch dieser Person. Verlässt sie den Verein oder die Firma, gehen Formular und Antworten mit. Leg solche Umfragen von Anfang an in einem geteilten Drive-Ordner ab oder nutze ein gemeinsames Konto, auf das mehrere Leute Zugriff haben.

Fazit

Google Forms ist in fünf Minuten startklar: Konto anlegen, forms.google.com aufrufen, erste Frage tippen. Drei Dinge solltest du vorher wissen: Du brauchst ein Google-Konto, deine Teilnehmer meistens nicht, deine Formulare liegen in Google Drive und den Auftragsverarbeitungsvertrag gibt es erst mit einem bezahlten Workspace-Tarif. Privat ist das alles kein Thema. Dienstlich entscheidet genau der dritte Punkt darüber, ob Google Forms für dich überhaupt in Frage kommt.

Wie es weitergeht


Brauchst du den Auftragsverarbeitungsvertrag, ohne dafür zu zahlen?

Bei empirio.ai gehören EU-Hosting und Auftragsverarbeitungsvertrag zum kostenlosen Tarif und die Zahl der Umfragen ist nicht begrenzt.

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Häufig gestellte Fragen

Google Forms erreichst du direkt über forms.google.com oder docs.google.com/forms. Alternativ findest du es in Google Drive unter „Neu“, dann „Mehr“, dann „Google Formulare“ oder über den App-Starter, das Raster aus neun Punkten oben rechts in jeder Google-Oberfläche. Eine eigene Anmeldeseite gibt es nicht. Du meldest dich mit demselben Google-Konto an, das du für Gmail oder Drive nutzt.

Zum Erstellen ja, ein kostenloses Google-Konto reicht dafür aus. Zum Ausfüllen brauchen deine Teilnehmer in der Regel keins, sie klicken auf den Link und antworten sofort. Eine Anmeldung wird nur erzwungen, wenn du den Fragetyp „Datei hochladen“ nutzt, die Option „Maximal 1 Antwort“ aktivierst, E-Mail-Adressen erfasst oder die Umfrage auf deine Organisation beschränkst.

Nein, eine offizielle Google-Forms-App für Android oder iOS gibt es nicht, anders als für Google Docs, Tabellen oder Drive. Die Android-Hilfe von Google verweist stattdessen auf einen mobilen Webbrowser wie Chrome und die Adresse forms.google.com. Apps mit „Forms“ im Namen im App Store oder bei Google Play stammen von Drittanbietern und verlangen Zugriff auf dein Google-Konto.

Ja, über forms.google.com im mobilen Browser. Fragen anlegen, Texte korrigieren und Antworten ansehen geht am Smartphone gut. Umständlich wird alles, was Ziehen und Fallenlassen braucht: die Reihenfolge der Fragen umstellen, Abschnitte verschieben, Sprungziele setzen. Diese Schritte macht man besser am Rechner. Eine Verknüpfung auf dem Startbildschirm ersetzt die fehlende App.

Jedes Formular ist eine Datei in deinem Google Drive und lässt sich dort wie jede andere Datei in Ordner verschieben, umbenennen oder löschen. Verknüpfst du die Antworten mit Google Tabellen, entsteht zusätzlich eine eigene Tabellendatei in Drive. Beide sind unabhängig voneinander: Löschst du das Formular, bleibt die Tabelle erhalten.

Nein. Anders als Google Docs oder Tabellen hat Google Forms keinen Offline-Modus, weder zum Bearbeiten noch zum Ausfüllen. Du brauchst durchgehend eine Internetverbindung und deine Teilnehmer ebenso. Wenn du Antworten ohne Netz einsammeln musst, druck das Formular über das Drei-Punkte-Menü aus und übertrag die Rückläufer später selbst, damit alles in einer Auswertung landet.

Über das Drei-Punkte-Menü oben rechts und die Option „Kopie erstellen“. Die Kopie übernimmt alle Fragen, Abschnitte, Sprungziele, das Design und die Einstellungen. Nur die bereits eingegangenen Antworten bleiben zurück. Für wiederkehrende Befragungen ist das der beste Weg: Weil die Fragen identisch bleiben, lassen sich die Ergebnisse über die Zeit vergleichen.

Ja. Über das Personen-Symbol mit dem Pluszeichen oben rechts lädst du weitere Personen per Google-Mail-Adresse ein und legst für jede einzeln fest, ob sie teilnehmen oder mitbearbeiten darf. Mitbearbeiter sehen alle Antworten und können das Formular auch während der laufenden Umfrage ändern. Klärt deshalb vorher, wer nach dem Start noch etwas anfassen darf.

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