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Empirische Forschung

Qualitative und quantitative Forschungsmethoden

In der empirischen Forschung unterscheidet man zwischen zwei grundsätzlichen Forschungsmethoden: Den qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden. Zwischen diesen beiden Methoden kannst du aber grundsätzlich nicht beliebig wählen, sondern die Wahl ist eher ein Resultat aus den vorhergegangenen Untersuchungen und Überlegungen von dir.

von Maria MalzewAktualisiert am 26. Juli 2024Lesezeit 10 Min.

Ein sicherer Umgang mit Forschungsmethoden ist die wichtigste Kompetenz, die du unausweichlich beim Verfassen einer empirischen Semester- oder Abschlussarbeit benötigst. Nachdem du eine Forschungsfrage sowie die passende Hypothese ausformuliert hast, ist damit ein wichtiger theoretischer Rahmen für deine Ausarbeitung geschaffen – nun gilt es, diese theoretischen Überlegungen zu überprüfen oder zu begründen!

Dabei ist nicht jede empirische Methode gleichermaßen für jede Forschungsfrage geeignet und umgekehrt: Ein und dieselbe Forschungsfrage kann (meistens) mit unterschiedlichen Erhebungsinstrumenten bearbeitet werden.

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In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie du die bestmögliche Methode in Hinblick auf deine spezifische Fragestellung findest und was du dabei beachten musst.

Schematische Darstellung zur Wahl der passenden Forschungsmethode

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Die Qual der Wahl:
Eine geeignete Forschungsmethode finden

 

“Unter Verwendung unterschiedlicher Forschungsmethoden versucht Wissenschaft rationale, nachvollziehbare intersubjektive Erkenntnisse über Zusammenhänge, Abläufe, Ursachen und/oder Gesetzmäßigkeiten der (...) Wirklichkeit mit Hilfe von Theorien und/oder Hypothesen aufzustellen.”
(Jürgen Raithel 2008: 7)

 

Wissenschaftliche Methoden sind systematische Prüfverfahren und gleichzeitig Messinstrumente, die in jeder Forschung zur Datensammlung und -auswertung verwendet werden. Damit können Forschende möglichst zuverlässige, nachvollziehbare und objektive Schlussfolgerungen über einen spezifischen Gegenstand treffen. Die Kenntnis der fachspezifischen Methoden ist zudem notwendig, um die in deiner Untersuchung erzielten Ergebnisse deuten zu können.

 

Schematische Darstellung von empirischen Forschungsmethoden: Unterschied zwischen qualitativen und quantitativen Methoden

 

Unterschied zwischen qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden

Die empirische Forschung kann grundsätzlich in qualitative und quantitative Verfahren mit jeweils ihren eigenen Methoden unterteilt werden. Diese haben nicht nur grundlegend verschiedene Zielsetzungen, sondern unterscheiden sich in Hinblick auf die gesamte Durchführung und Konzeption deines Forschungsprojekts.

 

Deduktive und induktive Vorgehensweise: Passende Antwortstrategie für deine Forschungsfrage finden

Bevor du eine Entscheidung für ein qualitatives oder quantitatives Vorgehen triffst, empfehlen wir dir zu überlegen, auf welche Art und Weise du das untersuchte Thema bestmöglich erfassen kannst. Musst du spezifische Daten erheben und daraus eine Verallgemeinerung vornehmen, um deine Fragen zu beantworten? Oder ist es womöglich sinnvoller, deine Hypothesen zunächst anhand einer passenden Theorie aufzustellen? Abhängig von deinem konkreten Forschungsinteresse kannst du zur Beantwortung deiner Forschungsfrage deduktive oder induktive Strategien nutzen:

 

Ablauf deduktiver und induktiver Forschung mit Beispiel als Vergleich

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1. Deduktives Vorgehen

Bei der deduktiven Forschung wird typischerweise am Anfang des Forschungsprojekts eine Theorie gesucht und ausgewählt, die mögliche Antworten auf die entsprechende Forschungsfrage liefern kann. Daraus werden Hypothesen abgeleitet und anschließend an einem konkreten Einzelfall geprüft. Das Ziel ist die systematische Bestätigung oder die Widerlegung dieser vorliegenden Theorie (= deskriptive Vorgehensweise).

Der deduktive Ansatz ist in der Regel an ein quantitatives Vorgehen gekoppelt. Dabei wird vorausgesetzt, dass du bei der Literaturrecherche genug passende Theorien zu deinem Thema finden kannst.

Nehmen wir an, du beschäftigst dich mit einem Thema, das mögliche Zusammenhänge zwischen dem Alter der Befragten und ihrer Work-Life-Balance untersucht. In der Literatur findest du theoretische Ansätze zur Nutzung von Sportangeboten bei verschiedenen Altersgruppen. Aufgrund der vorhandenen Literatur bzw. der gewählten Theorie kannst du dann eine Hypothese ableiten und diese mithilfe einer quantitativen Befragung überprüfen.

 

2. Induktives Vorgehen

Bei der induktiven Forschung ist entweder die theoretische Grundlage nicht gegeben oder ausgehend aus dem eigenen Forschungsinteresse wird bewusst darauf verzichtet, vorab in der Literatur nach möglichen Antworten zu suchen. Stattdessen werden für die Beantwortung der Fragestellung einzelne und unvoreingenommene Beobachtungen vorgenommen, um aus den gewonnenen Erkenntnissen dann eine spezifische Gesetzmäßigkeit zu finden sowie eine eigene Theorie aufzustellen (= explorative Vorgehensweise).

Der induktive Ansatz ist in der Regel an ein qualitatives Vorgehen gekoppelt und eignet sich bei studentischen Arbeiten besonders dann am besten, wenn es zum untersuchten Forschungsthema ohnehin kaum wissenschaftliche Theorien gibt.

Bleiben wir bei dem o.g. Work-Life-Balance-Thema, bei dem du allerdings wenig, bis keine Theorien in der Literatur findest. In diesem Fall kannst du mithilfe einer qualitativen Beobachtung bestimmte Gemeinsamkeiten der Fitnessstudio-Besucher feststellen und daraus eine noch zu prüfende Theorie ableiten.

Auf der Suche nach Definitionen?

  1. Definition von deduktiv
  2. Definition von induktiv
  3. Definition von Induktion und Deduktion
  4. Unterschied qualitative und quantitative Umfrage

 

Literaturtipp und das Work-Life-Balance-Beispiel angelehnt an: Wichmann, Angela (2019). Quantitative und Qualitative Forschung im Vergleich: Denkweisen, Zielsetzungen und Arbeitsprozesse. Wiesbaden: Springer.

➔ siehe vor allem Kap. 4, S. 27-35: “Unterschiedliche Antwortstrategien und Denklogiken”

 

Qualitative Forschungsmethoden, wie qualitative Befragungen, Experten und Leitfadeninterview und Co.

 

Qualitative Forschungsmethoden: Grundlegende Eigenschaften

Qualitative Verfahren zeichnen sich durch eine offene bzw. interpretative Vorgehensweise aus und sind vor allem daran interessiert, ein komplexes Phänomen in seiner ganzen Tiefe zu erfassen. Dabei streben qualitative Studien oftmals an, komplett neue Erkenntnisse zu gewinnen.

  • Ziel der Forschung: Diese Art der Forschung rückt die persönliche Wahrnehmung der Testpersonen sowie ihre subjektiven und detaillierten Begründungen in den Mittelpunkt der Untersuchung. Qualitativ orientierte Forschung will nicht messen, sondern die Eigenschaften ihres Gegenstands erfassen und verstehen.
  • Anwendungsgebiete: In der Praxis werden qualitative Methoden häufig angewendet, um eine Grundlage für weitere Forschungen zu bilden bzw. wenn der untersuchte Gegenstandsbereich bislang relativ wenig erforscht ist.
  • Forschungsprozess: Bei einem qualitativen Ansatz werden z.B. offene Gespräche (= qualitatives Leitfadeninterview) mit einer kleineren Anzahl von Personen oder mit Experten auf diesem Gebiet geführt, um zu neuen Erkenntnissen oder wissenschaftlichen Theorien zu gelangen. Eine groß angelegte Befragung mit möglichst vielen Teilnehmenden würde keinen Sinn machen, wenn die Forschenden noch nicht wissen, wonach genau sie fragen wollen.
  • Beispiel: Qualitative Befragung (= Leitfadeninterview) von wenigen auf Tik Tok aktiven Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren. Forschende wollen dabei ergründen, warum die Jugendlichen diese (und keine andere) Social-Media-Plattform am meisten nutzen und welche konkreten Inhalte sie konsumieren.

 

Literaturtipp: Brosius, Hans-Bernd et al (2009). Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Eine Einführung. 5 Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

➔ siehe vor allem das Kap. 1, S. 17-46: “Was sind Methoden, was ist Empirie?”

 

Quantitative Forschungsmethoden, wie quantitative Befragungen, Beobachtungen, Experimenten und Co.

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Quantitative Forschungsmethoden: Grundlegende Eigenschaften

Quantitative Verfahren zeichnen sich durch eine Vorgehensweise aus, bei der empirische Beobachtungen standardisiert mit möglichst vielen Daten und statistischen Zahlenwerten systematisch erfasst und belegt werden.

  • Ziel der Forschung: Diese Art der Forschung untersucht spezifische kausale Zusammenhänge und versucht diese von einer Stichprobe auf eine größere Allgemeinheit (Grundgesamtheit) zu übertragen. In der quantitativ orientierten Forschung sollen komplexe Informationen mithilfe mathematisch-statistischer Verfahren auf bestimmte Merkmale reduziert werden, um diese im Anschluss besser verstehen zu können.
  • Anwendungsgebiete: Quantitative Methoden werden immer dann angewendet, wenn bereits viel über einen Gegenstandsbereich bekannt ist und zusätzliche statistisch relevante Erkenntnisse über eine große Bevölkerungsgruppe gesucht werden.
  • Forschungsprozess: Bei einem quantitativen Ansatz werden z.B. standardisierte Umfragen oder Beobachtungen über ausgesuchte Merkmale durchgeführt, um an möglichst viele Daten zu kommen, die später unter richtiger Anwendung statistischer Verfahren ausgewertet werden. Eine fundierte vorangegangene Theorierecherche sorgt dafür, dass aus der Fragestellung die Hypothesen entwickelt werden, die nach der Überprüfung verifiziert (= vorläufig bestätigt) oder falsifiziert (= abgelehnt) werden können.
  • Beispiel: Quantitative standardisierte Online-Befragung bei einer Studie zur Social-Media-Nutzung der Jugendlichen im Alter von 14 bis 16 Jahren. Die Forschenden wollen dabei wissen, welche Plattform derzeit bei Jugendlichen in Deutschland am häufigsten benutzt wird. In vielen Fällen stellt die Online-Umfrage für die quantitative Forschung im Rahmen einer studentischen Arbeit die einfachste Methode der Datenerhebung dar.

 

Literaturtipp: Raithel, Jürgen (2008). Quantitative Forschung. Ein Praxiskurs. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

➔ siehe vor allem die Einleitung, S. 7-8, zum Unterschied zwischen quantitativen und qualitativen Forschungsmethoden.

 

Empirische Forschungsmethoden: Qualitative vs. quantitative Methoden

 

Methoden der empirischen Forschung im Überblick

Bei der Wahl einer Methode solltest du immer als erstes die bisherigen Überlegungen (u.a. der aktuelle Stand der Forschung, das Forschungsgebiet, die Forschungsfrage und die Hypothese) deiner aktuellen Untersuchung berücksichtigen.

In dieser kurzen Übersicht haben wir für dich die wichtigsten Methoden der empirischen Forschung aus der einschlägigen Fachliteratur zusammengefasst. Obwohl es keine “richtige” oder “falsche” Methode in der Wissenschaft gibt, kannst du nicht jede Frage mit einer beliebigen Methode beantworten. Im Vorfeld deiner Forschung ist es deswegen ebenfalls wichtig, auch die Nachteile bzw. die Grenzen der gewählten Methode zu kennen. Zusätzlich stellen Methoden auch gewisse Anforderungen an die Daten, die nicht immer erfüllt sind. Dann muss man auf andere Methoden zurückgreifen, die man angewendet werden können.

 


Ausgewählte Forschungsmethoden in der Übersicht: Quantitativ vs. qualitativ

 

Eine kleine Entscheidungshilfe: Vorteile und Nachteile von qualitativen und quantitativen Forschungsmethoden

Wie wir in diesem Beitrag skizziert haben, hängt die Wahl zwischen einem quantitativen oder qualitativen Forschungsansatz immer von der Zielsetzung deines Projekts ab. Nicht zuletzt entscheiden jedoch auch die generelle Durchführbarkeit, der zeitliche Rahmen sowie dein Budget darüber, welches wissenschaftliches Verfahren sich für dich am besten eignet.

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Was sind die Vorteile und Nachteile von quantitativen Forschungsmethoden?

  • Exakte Messung möglich
  • Für die Ermittlung von statistischen Zusammenhängen geeignet
  • Komplexe Informationen werden auf wesentliche und leicht verständliche Merkmale reduziert
  • Objektivität, Validität und Repräsentativität sind einfacher einzuhalten als bei der qualitativen Forschung
  • Kosten- und zeiteffiziente Erhebung und Auswertung der Daten ohne direkte Interaktion mit den Probanden
     
  • Keine Flexibilität bei der Erhebung möglich
  • Nicht geeignet für Ursachenforschung
  • Auf einzelne Teilnehmer und ihre Meinung können in der Befragung nicht individuell eingegangen werden

 

Was sind die Vorteile und Nachteile von qualitativen Forschungsmethoden?

  • Hohe Flexibilität bei der Datenerhebung
  • Möglichkeit zur eigenständigen Interpretation
  • Erforschung von komplett neuen Sachverhalten und Aspekten denkbar
  • Ursachenforschung möglich
  • Hoher Informationsgehalt und mehr Tiefe durch offene Fragen und persönliche Interaktion mit den Teilnehmenden
     
  • Keine wirkliche Vergleichbarkeit der Daten
  • Aufwändige Literaturrecherche aufgrund der Kontextabhängigkeit
  • Möglicherweise zeit- und kostenintensiv durch die Kodierung der Antworten sowie der Durchführung und Dokumentation der Interviews
  • Objektivität und Verallgemeinerung häufig nicht möglich
  • Hohe Abhängigkeit von den Teilnehmenden und deren Qualifikation

 

Schematische Darstellung, welche Forschungsmethode wann geeignet ist: Qualitative vs. quantitative Methoden

 

Wann ist welche Methode geeignet?

 

Standardisierte Befragung: Online-Umfrage, schriftliches oder mündliches Interview mit standardisiertem Fragebogen, telefonische Befragung mit standardisiertem Fragebogen

  • Wenn du viele Personen befragen möchtest
  • Wenn deine Fragen sehr konkret sind und mithilfe vorgegebener Skalen beantwortet werden können
  • Nachteil: Du kannst nie sicher sein, dass alle Fragen richtig verstanden wurden, da das Nachfragen nicht möglich ist.

 

Qualitative Befragung: Leitfaden- und Experteninterview

  • Wenn die Meinung und Erfahrungen von wenigen Personen wichtig ist
  • Kann auch als Vorphase zur quantitativen Umfrage stattfinden
  • Nachteil: Interviewer kann die Meinung der Teilnehmer beeinflussen, die Objektivität der Untersuchung ist also geringer.

 

Standardisierte Beobachtung

  • Wenn du ein Verhalten untersuchst, das du leicht und im Idealfall unbemerkt protokollieren kannst und dabei möglichst viele Daten sammeln kannst
  • Nachteil: Einheitliche Erfassung ist nicht immer möglich, aufgrund von unvorhergesehenen Ereignissen.

 

Qualitative Beobachtung

  • Wenn du ein Geschehen oder ein Verhalten interpretativ erfassen möchtest, um daraus eine neue Hypothese zu entwickeln
  • Nachteil: Die Ergebnisse sind schwieriger auszuwerten, aussagekräftige Rückschlüsse sind nicht immer möglich.

 

Standardisierte Inhaltsanalyse

  • Wenn viele geeignete Daten vorliegen, die zu spezifischen Merkmalen ausgewertet werden können
  • Nachteil: Durch die begrenzte Wahl von Merkmalen spiegelt die Auswertung nur einen inhaltlichen Ausschnitt des Materials wider.

 

Qualitative Inhaltsanalyse und Dokumentenanalyse

  • Wenn du wenige Texte oder Medien analysieren möchtest, um eine neue Theorie aufzustellen
  • Wenn du an der gesamten inhaltlichen Ebene, nicht nur an einzelnen Merkmalen interessiert bist
  • Nachteil: Inhalte müssen gut ausgewählt werden, sonst verfälschen sie die Studie.

 

Experiment

  • Wenn du untersuchen willst, wie spezifische Rahmenbedingungen sich auf das menschliche Verhalten auswirken
  • Nachteil: Häufig kann ein Experiment im Labor die Komplexität der Realität nicht vollständig erfassen.

 

Fallstudie

  • Wenn du an einer praktischen Umsetzung interessiert bist
  • Wenn du eine nicht messbare Frage überprüfen willst
  • Wenn du einen spannenden Einzelfall hast
  • Nachteil: Häufig ist eine Verallgemeinerung nicht möglich.

 

Physiologische Messung

  • Wenn du an unbewussten Körperreaktionen oder an medizinischen Daten der Probanden interessiert bist und diese mithilfe von fachspezifischen Maschinen messen kannst.
  • Nachteil: Benötigt Erfahrung und Kenntnis der entsprechenden Technik, ist nicht für jedes Fach geeignet.

 

Tagebuch-Befragung

  • Wenn die Teilnehmenden eine typische Alltagshandlung erfassen sollen
  • Nachteil: Keine Garantie für die Zuverlässigkeit der Probanden gegeben.

 

Gruppendiskussion

  • Wenn du die Perspektive von einer spezifischen Menschen- oder Berufsgruppe brauchst.
  • Nachteil: Hohe Abhängigkeit von der Qualifikation der Teilnehmenden.
Schematische Darstellung, wie man Forschungsethoden in der Bachelorarbeit oder Masterarbeit integriert

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Forschungsmethoden in die Abschlussarbeit integrieren: Am Beispiel einer quantitativen Befragung

Beim Verfassen deiner Abschlussarbeit ist es sinnvoll, dich so früh wie möglich für eine geeignete Forschungsmethode zu entscheiden. Damit du so schnell wie möglich mit Sammeln deiner Daten beginnen kannst, musst du spätestens nach deiner Literaturrecherche bzw. der Hypothesenbildung eine Methode wählen:

1. Einleitung: Forschungsfrage
2. Theorie: Stand der Forschung
3. Forschungsdesign
3.1 Bildung der Hypothesen
→ 3.2. Wahl der Forschungsmethode, z.B. quantitative Befragung
3.3.Grundgesamtheit und Stichprobe festlegen
3.4. Definition und Festlegung der untersuchten Variablen und Merkmale
3.5. Fragenkatalog
4. Datenerhebung
5. Datenauswertung
6. Ergebnisse und Erkenntnisse
7. Reflektion der eigenen Vorgehensweise
8. Fazit

 

Weiterführende Literatur

Beller, Sieghard (2016). Empirisch forschen lernen. Konzepte, Methoden, Fallbeispiele, Tipps. 2 Auflage. Huber Verlag: Bern. > Zum Buch

Döring, Nicola / Bortz, Jürgen (2016). Forschungsmethoden und Evaluation in den Sozial- und Humanwissenschaften. 5. Auflage, Springer VS: Wiesbaden. > Zum Buch

Hunziker, Alexander W. (2013). Spass am wissenschaftlichen Arbeiten. So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- und Masterarbeit. 5. Auflage. SKV: Zürich. > Zum Buch

Raithel, Jürgen (2008). Quantitative Forschung. Ein Praxiskurs. 2. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden. > Zum Buch



 

Häufig gestellte Fragen

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