Zwei Studierende werten dieselben zwölf Interviews aus und kommen zu zwei verschiedenen Ergebnissen. Ob eine der beiden Auswertungen die bessere ist, entscheiden Gütekriterien, und in der qualitativen Forschung gelten dafür andere als in der quantitativen.
Gütekriterien sind die Maßstäbe, an denen sich beurteilen lässt, ob eine Untersuchung wissenschaftlich brauchbar ist. In der quantitativen Forschung sind das Objektivität, Reliabilität und Validität. Für die qualitative Forschung gibt es keinen einheitlichen Katalog, sondern konkurrierende Vorschläge, am bekanntesten die sechs Kriterien von Philipp Mayring. Nach diesem Beitrag weißt du, welcher Katalog zu deiner Methode passt und wie du deine Wahl begründest.
📌 Das Wichtigste im Überblick
- Quantitative Forschung prüft Objektivität, Reliabilität und Validität.
- Mayring nennt sechs allgemeine Gütekriterien qualitativer Forschung.
- Steinke legt sieben Kernkriterien vor, Lincoln und Guba vier.
- Einen verbindlichen Katalog für qualitative Forschung gibt es nicht.
- International zählt Objektivität nicht zu den Hauptgütekriterien.
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Was sind Gütekriterien? Definition
Gütekriterien sind Maßstäbe, mit denen sich die Qualität einer wissenschaftlichen Untersuchung beurteilen lässt. Sie beantworten die Frage, ob ein Ergebnis auf dem gewählten Verfahren beruht oder auf der Person, die es angewendet hat.
Der Unterschied zwischen einer Alltagsbeobachtung und einer wissenschaftlichen Aussage liegt genau hier. „Mir ist aufgefallen, dass die Stimmung im Team gekippt ist“ ist eine Wahrnehmung. Erst wenn nachvollziehbar wird, wie diese Aussage zustande kam, mit welchem Instrument, an welchen Personen und nach welchen Regeln, entsteht daraus ein Befund, über den sich fachlich streiten lässt. Gütekriterien sind die Sprache für diesen Unterschied.
Ein Gütekriterium ist dabei keine Vorschrift, sondern eine wissenschaftliche Konvention. Kein Gesetz und keine Prüfungsordnung legt fest, welche Kriterien in einer Abschlussarbeit zu prüfen sind. Bewertet wird auch nicht, ob du alle erfüllst, sondern ob du benennen kannst, welche du erfüllst und wo deine Erhebung an ihre Grenzen stößt. Maßgeblich ist im Zweifel die Vorgabe deines Instituts oder deiner Betreuung.
Wo die Gütekriterien in der Gliederung stehen, ist ebenfalls nicht festgelegt. Üblich sind zwei Orte: ein eigener Unterpunkt im Kapitel zum Forschungsdesign oder ein Abschnitt in der Reflexion des eigenen Vorgehens. Beide Varianten mit ihren Vorzügen und Nachteilen beschreibt der Beitrag zu Objektivität, Reliabilität und Validität.
Gütekriterien quantitativer Forschung: Objektivität, Reliabilität, Validität
Die Gütekriterien quantitativer Forschung sind Objektivität, Reliabilität und Validität. Sie beantworten nacheinander drei Fragen: Hängt das Ergebnis an der Person, die misst? Wie groß ist der Messfehler? Und wird überhaupt das Merkmal erfasst, um das es geht?
| Gütekriterium | Die Frage dahinter | Woran du es festmachst |
|---|---|---|
| Objektivität | Hängt das Ergebnis an der Person? | feste Regeln für Durchführung, Auswertung, Interpretation |
| Reliabilität | Wie groß ist der Messfehler? | Reliabilitätskoeffizient zwischen 0 und 1 |
| Validität | Wird das gemeinte Merkmal gemessen? | inhaltliche, konstruktbezogene und kriterienbezogene Belege |
Die Reihenfolge der drei ist keine Gewohnheit. Eine unzuverlässige Messung kann nicht gültig sein, und eine Erhebung, bei der jede auswertende Person zu einem anderen Wert kommt, liefert kaum zuverlässige Werte. Umgekehrt gilt das nicht: Eine Waage, die konstant zwei Kilogramm zu viel anzeigt, misst zuverlässig und trotzdem falsch. Wie die drei Kriterien im Einzelnen geprüft werden, steht ausführlich im Beitrag zu Objektivität, Reliabilität und Validität.

Nebengütekriterien: warum jedes Lehrbuch eine andere Liste führt
Neben den drei Hauptgütekriterien führt die Testtheorie weitere Anforderungen, die meist Nebengütekriterien heißen. Welche das genau sind, hängt davon ab, in welches Lehrbuch du schaust. Dieser Punkt fehlt in fast allen Zusammenfassungen im Netz, und er ist der Grund, warum du in zwei Quellen zwei verschiedene Listen findest.
| Nebengütekriterium | Lienert und Raatz (1998) | Moosbrugger und Kelava (2020) |
|---|---|---|
| Normierung | ✓ | ✕ |
| Vergleichbarkeit | ✓ | ✕ |
| Ökonomie | ✓ | ✓ |
| Nützlichkeit | ✓ | ✓ |
| Zumutbarkeit | ✕ | ✓ |
| Unverfälschbarkeit | ✕ | ✓ |
| Fairness | ✕ | ✓ |
✕ bedeutet: Das Kriterium steht in dieser Quelle nicht als eigener Punkt der Liste. Die Normierung ordnen Moosbrugger und Kelava 2020 der Interpretationsobjektivität zu, statt sie eigenständig zu führen.
Wie Moosbrugger und Kelava ihre Liste 2020 neu geordnet haben
Helfried Moosbrugger und Augustin Kelava haben den Zuschnitt ihrer Liste mit der 3. Auflage verändert. Standen in der 2. Auflage von 2012 noch zehn Gütekriterien gleichrangig nebeneinander, unterscheiden die beiden in Kapitel 2 der 3. Auflage von „Testtheorie und Fragebogenkonstruktion“ (Springer, 2020) zwischen „allgemeinen“ und „speziellen, testtheoriebasierten“ Gütekriterien. Zu den allgemeinen zählen dort die drei Objektivitätsarten sowie Ökonomie, Nützlichkeit, Zumutbarkeit, Fairness und Unverfälschbarkeit, zu den speziellen Reliabilität und Validität.
Beide Zählweisen sind mit derselben Berechtigung richtig. Wer sich auf die 2. Auflage von 2012 stützt, kommt auf zehn Gütekriterien, wer die 3. Auflage von 2020 nimmt, auf eine anders geschnittene Liste. Für deine Arbeit heißt das vor allem eines: Nenne Quelle und Auflage, aus der dein Katalog stammt, statt von „den Nebengütekriterien“ zu schreiben, als gäbe es nur einen.
Gütekriterien qualitativer Forschung: die sechs Kriterien nach Mayring
Die bekanntesten Gütekriterien qualitativer Forschung stammen von Philipp Mayring und sind sechs an der Zahl: Verfahrensdokumentation, argumentative Interpretationsabsicherung, Regelgeleitetheit, Nähe zum Gegenstand, kommunikative Validierung und Triangulation. Sie ersetzen die quantitative Trias nicht, sondern beschreiben, was an die Stelle einer Messung tritt, wenn nicht gemessen wird.
Die Datierung sorgt regelmäßig für Verwirrung, weil Mayrings Buch seit 1990 in sieben Auflagen erschienen ist. Zu finden sind die Kriterien in „Einführung in die qualitative Sozialforschung“, zuletzt in der 7. Auflage von 2023 (Beltz), dort im Abschnitt 6.3, der sechs allgemeine Gütekriterien qualitativer Forschung aufführt.
- Verfahrensdokumentation: Das Vorgehen wird so genau festgehalten, dass Außenstehende es nachvollziehen können, samt Vorwissen, Erhebung und Auswertungsregeln.
- Argumentative Interpretationsabsicherung: Deutungen von Interviewmaterial lassen sich nicht nachrechnen. Sie werden deshalb begründet, und zwar am Material.
- Regelgeleitetheit: Die Analyse folgt einem vorab festgelegten Ablauf. Abweichungen sind erlaubt, werden aber dokumentiert und begründet.
- Nähe zum Gegenstand: Die Erhebung findet in der Alltagswelt der untersuchten Personen statt. Ein Vertrauensverhältnis ist Teil der Methode, kein Störfaktor.
- Kommunikative Validierung: Ergebnisse und Deutungen werden den Befragten noch einmal vorgelegt. Zustimmung ist ein Argument für die Deutung, kein Beweis.
- Triangulation: Der Gegenstand wird aus mehr als einer Perspektive betrachtet, über zwei Methoden, zwei Datenquellen, zwei Theorien oder zwei forschende Personen.
Bei interpretativem Vorgehen hält Mayring die Angabe der Beurteilerübereinstimmung für besonders wichtig, also die Frage, ob zwei Personen dasselbe Material gleich kodieren. Das ist der einzige Punkt seines Katalogs, an dem eine Zahl steht.
💡 Tipp
Lass eine zweite Person unabhängig von dir fünf deiner Interviewpassagen kodieren und vergleiche das Ergebnis. Schon diese kleine Stichprobe zeigt, ob dein Kategoriensystem trägt, und liefert dir einen belastbaren Satz für den Methodenteil. Ohne einen solchen Abgleich bleibt die Verfahrensdokumentation eine Behauptung.
Welche Gütekriterien qualitativer Forschung es neben Mayring gibt
Neben Mayring gibt es drei weitere Kataloge, die in Abschlussarbeiten regelmäßig auftauchen: die sieben Kernkriterien von Ines Steinke, die vier Kriterien von Yvonna Lincoln und Egon Guba und die fünf Kriterien von Jörg Strübing und Kollegen aus dem Jahr 2018.
Welchen davon du wählst, ist keine Geschmacksfrage, sondern hängt an deinem Vorgehen. Arbeitest du mit der qualitativen Inhaltsanalyse, liegt Mayring nahe, weil beides aus derselben Werkstatt stammt. Geht es um die Bewertung eines Forschungsprozesses insgesamt, ist Steinke der breitere Rahmen. Und wer überwiegend englischsprachige Literatur zitiert, kommt an Lincoln und Guba ohnehin nicht vorbei.
Die sieben Kernkriterien qualitativer Forschung nach Steinke
Ines Steinke legt sieben Kernkriterien vor: intersubjektive Nachvollziehbarkeit, Indikation des Forschungsprozesses, empirische Verankerung, Limitation, Kohärenz, Relevanz und reflektierte Subjektivität. Nachzulesen sind sie unter anderem im Dorsch Lexikon der Psychologie (Hogrefe), das den Katalog auf Steinke (1999) datiert.
Intersubjektive Nachvollziehbarkeit trägt bei Steinke den ganzen Katalog. Gemeint ist damit, dass eine außenstehende Person allein anhand deiner Dokumentation beurteilen kann, wie du zu deinen Ergebnissen gekommen bist. Steinke nennt dafür drei Wege: den Forschungsprozess gründlich dokumentieren, das Material in einer Gruppe interpretieren und kodifizierte Verfahren anwenden. Zwei Jahreszahlen kursieren zu diesem Katalog, weil er 1999 als Monografie bei Juventa erschien und kurz darauf als Beitrag im Handbuch von Flick, von Kardorff und Steinke.
Die vier Kriterien von Lincoln und Guba und ihre deutschen Entsprechungen
Yvonna Lincoln und Egon Guba schlagen in „Naturalistic Inquiry“ (Sage, 1985) vier Kriterien vor, die sie unter dem Begriff trustworthiness zusammenfassen. Im deutschsprachigen Ratgeberumfeld werden die beiden erstaunlich selten genannt, obwohl fast jede englischsprachige Methodenliteratur auf sie zurückgreift.
| Kriterium | Deutsche Entsprechung | Quantitatives Gegenstück |
|---|---|---|
| Credibility | Glaubwürdigkeit | interne Validität |
| Transferability | Übertragbarkeit | externe Validität |
| Dependability | Zuverlässigkeit | Reliabilität |
| Confirmability | Bestätigbarkeit | Objektivität |
Die Gegenüberstellung in der rechten Spalte stammt von Lincoln und Guba selbst, die ihre vier Kriterien ausdrücklich als grobe Entsprechungen zu den konventionellen Begriffen einführen. Die deutschen Bezeichnungen in der mittleren Spalte gehen auf Bortz und Döring zurück und sind in den Lehrmaterialien der Abteilung Methodenlehre der Universität Mainz nachzulesen. Gemeint ist in beiden Fällen eine Übersetzungshilfe, keine Gleichsetzung: Credibility fragt danach, ob deine Deutung zum Material passt, interne Validität dagegen danach, ob ein Ursachenschluss trägt. Vier Jahre später ergänzten Guba und Lincoln in „Fourth Generation Evaluation“ (Sage, 1989) fünf weitere Kriterien unter dem Stichwort authenticity, die im deutschsprachigen Raum kaum aufgegriffen wurden.
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Warum es für qualitative Forschung keinen verbindlichen Katalog gibt
Einen verbindlichen Katalog für qualitative Forschung gibt es nicht, weil sich die Fachwelt bis heute nicht auf einen geeinigt hat. Der Grund liegt in der Sache: Qualitative Verfahren sind bewusst offen angelegt, und ein einheitlicher Standard würde genau die Offenheit einschränken, die ihren Zweck ausmacht.
Wie lebendig der Streit ist, zeigt der jüngste Anlauf. Jörg Strübing, Stefan Hirschauer, Ruth Ayaß, Uwe Krähnke und Thomas Scheffer haben 2018 in der Zeitschrift für Soziologie fünf Kriterien vorgeschlagen: Gegenstandsangemessenheit, empirische Sättigung, theoretische Durchdringung, Originalität und textuelle Performanz. Ihr Beitrag trägt den Untertitel „Ein Diskussionsanstoß“, und genau das wurde er. In derselben Zeitschrift erschienen Repliken, von denen eine schon im Titel die Möglichkeit allgemeiner Gütekriterien bezweifelt.
Die Arbeitsstelle QUASUS der Pädagogischen Hochschule Freiburg empfiehlt Studierenden inzwischen ausdrücklich die fünf Kriterien von Strübing und Kollegen als Orientierung. Die Begründung dort: Steinkes Katalog sei zwar breit, lasse aber offen, welche Kriterien besonders zählen. Für deine eigene Arbeit ist diese Uneinigkeit übrigens keine schlechte Nachricht, sondern eine Erleichterung.
Wer einen Katalog nennt, ihn begründet und konsequent anwendet, arbeitet sauberer als wer alle vier aufzählt.
Warum international nur von Reliabilität und Validität die Rede ist
Objektivität als drittes Hauptgütekriterium ist eine Besonderheit des deutschsprachigen Raums. Die maßgebliche englischsprachige Referenz, die „Standards for Educational and Psychological Testing“, führt im Grundlagenteil drei Kapitel, und Objektivität ist keines davon.
Herausgegeben werden diese Standards gemeinsam von der American Educational Research Association, der American Psychological Association und dem National Council on Measurement in Education. Die Ausgabe von 2014 gliedert ihren ersten Teil in Validity, Reliability/Precision and Errors of Measurement sowie Fairness in Testing. Fairness, im deutschen Kanon ein Nebengütekriterium, steht dort gleichrangig neben den beiden anderen.
Ähnlich sieht es in anderen Sprachen aus. Das italienische Standardwerk zur Sozialforschung von Piergiorgio Corbetta behandelt die Messqualität in einem Abschnitt mit der Überschrift „Attendibilità e validità“, also Zuverlässigkeit und Gültigkeit. Das niederländische Lehrbuch „Wat is onderzoek?“ von Nel Verhoeven gliedert sein Qualitätskapitel in betrouwbaarheid, validiteit und bruikbaarheid. Im deutschsprachigen Raum dagegen sitzt die Dreierfolge fest, im Methodenunterricht ebenso wie in den Prüfungsglossaren der Hochschulen.
Für deine Arbeit hat das zwei praktische Folgen. Findest du in englischsprachiger Literatur kein Wort zur Objektivität, ist das kein Versäumnis der Quelle, sondern ein Unterschied in der Systematik. Und wenn du auf Englisch schreibst, übersetze Objektivität nicht einfach mit objectivity, sondern beschreibe, was gemeint ist: standardisierte Durchführung, Auswertung und Interpretation.
Typische Fehler bei Gütekriterien in der Abschlussarbeit
Die meisten Abzüge im Methodenteil entstehen nicht durch schwache Werte, sondern durch Aussagen, die mehr behaupten, als die Daten hergeben. Drei Fehler tauchen dabei besonders häufig auf.
Gemeinsam ist ihnen, dass ein Gütekriterium für etwas in Anspruch genommen wird, wofür es nicht gemacht ist. Wer die Kataloge sauber auseinanderhält, umgeht alle drei fast von allein, und der Methodenteil wird dabei kürzer statt länger.
Objektivität mit der Erhebungssituation verwechseln
Objektivität bedeutet Unabhängigkeit von der forschenden Person, nicht Unabhängigkeit von der Umgebung. Häufig liest man, eine Erhebung sei objektiv gewesen, weil sie in einem neutralen Raum stattfand. Ein neutraler Raum ist aber eine Frage der Durchführungsbedingungen. Objektiv wird eine Erhebung dadurch, dass Instruktion, Auswertungsregeln und Interpretationsregeln vorab feststehen und für alle Befragten gleich gelten.
Mayring und Steinke mit der falschen Jahreszahl zitieren
Mayrings „Einführung in die qualitative Sozialforschung“ ist erstmals 1990 erschienen und liegt seit 2023 in der 7. Auflage vor. Steinkes Kernkriterien gibt es als Monografie von 1999 und als Handbuchbeitrag, der je nach benutzter Auflage mit 2000, 2008 oder 2010 datiert wird. Zitiert wird immer die Auflage, die du tatsächlich in der Hand hattest. Zwei verschiedene Jahre für dieselbe Quelle im selben Verzeichnis fallen sofort auf.
Einen Katalog aufzählen, ohne ihn auf die eigene Arbeit zu beziehen
Eine Liste der sechs Kriterien nach Mayring ist noch keine Prüfung der eigenen Güte. Bewertet wird, ob du für jedes Kriterium sagen kannst, wie du es eingelöst hast und wo du an eine Grenze gestoßen bist. Ein Satz wie „Eine kommunikative Validierung war aus Zeitgründen nicht möglich, weshalb die Deutungen ausschließlich argumentativ abgesichert wurden“ ist mehr wert als eine vollständige Aufzählung ohne Bezug.
Fazit
Für die quantitative Forschung ist die Frage nach den Gütekriterien beantwortet, für die qualitative nicht, und das ist kein Mangel, sondern das Ergebnis einer laufenden Fachdebatte. Wähle einen Katalog, nenne die Quelle, aus der er stammt, und arbeite ihn auf deine eigene Erhebung durch. Damit hast du den Methodenteil, um den es geht.
Wie es weitergeht
- Du brauchst die drei quantitativen Kriterien im Detail? Objektivität, Reliabilität, Validität
- Du bist unsicher, welcher Ansatz zu deiner Frage passt? Qualitativ vs. quantitativ: Definition und Unterschiede
- Du führst Interviews statt einer Umfrage? Qualitative Befragung: Definition, Formen und Auswertung
- Du suchst das passende Auswertungsverfahren? Auswertungsmethoden in der empirischen Forschung
- Du willst den ganzen Ablauf im Blick haben? Empirische Forschung: Definition, Methoden, Leitfaden
Unser Literaturtipp: Mayring, Philipp (2023): Einführung in die qualitative Sozialforschung. 7. Auflage. Beltz: Weinheim und Basel. Kapitel 6 behandelt die Gütekriterien kompakt und ist der kürzeste seriöse Einstieg ins Thema. Für die quantitative Seite: Moosbrugger, Helfried und Kelava, Augustin (Hrsg.) (2020): Testtheorie und Fragebogenkonstruktion. 3. Auflage. Springer: Berlin und Heidelberg.
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