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Was ist eine Kardinalskala? Definition und Beispiel

Als Kardinalskala oder metrische Skala (engl. “metric scale”) werden Skalenniveaus bezeichnet, die im Gegensatz zu Nominal- oder Ordinalskalen über einen definierten metrischen bzw. numerischen Abstand zwischen zwei Variablen (z.B. 5°C zwischen 15 und 20°C bei einer Temperaturmessung) verfügen.

von Maria MalzewAktualisiert am 26. Juli 2023Lesezeit 2 Min.

Mit verschiedenen Skalenniveaus werden in der empirischen Forschung unterschiedliche Eigenschaften des untersuchten Gegenstands gemessen. Nicht-metrische Nominal- und Ordinalskalen liefern uns dabei einfachere Antwortmöglichkeiten wie etwa über Geschlechts-, Bildungs- oder Berufszugehörigkeit. Metrische Kardinalskalen erlauben es uns dagegen, komplexere Aussagen über die Häufigkeit oder Intensität unserer alltäglichen Verhaltensweisen festzuhalten.

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Allgemeine Definition der Kardinalskala

Als Kardinalskala oder metrische Skala (engl. “metric scale”) werden solche Skalenniveaus bezeichnet, die im Gegensatz zu Nominal- oder Ordinalskalen über einen definierten metrischen bzw. numerischen Abstand zwischen zwei Variablen (z.B. 5°C zwischen 15 und 20°C bei einer Temperaturmessung) verfügen. Die Antwortmöglichkeiten bei allen metrischen Skalen weisen einen direkt verwendbaren Zahlenwert auf.

Diese drei Typen von Skalenniveaus werden zu Kardinalskalen gezählt:

  1. Intervallskala
  2. Verhältnisskala
  3. Absolutskala

 

Kardinalskala in einem Fragebogen einer Online-Umfrage

 

 

1. Intervallskala

Damit kann nicht nur eine Rangordnung zwischen den einzelnen Elementen erstellt werden, sondern es wird zusätzlich der konkrete Unterschied gemessen. Die Intervalle zwischen zwei Elementen müssen gleich groß sein – oder sie werden zumindest als solche betrachtet!

Ein typisches Beispiel für eine intervallskalierte Variable ist die Celsius-Temperatur: Auf der entsprechenden Skala ist das Intervall zwischen der Antwort A (15°C) und der Antwort B (20°C) genauso groß wie zwischen der Antwort C (25°C) und der Antwort D (30°C). In der empirischen Forschung werden die Intervallskalen sehr häufig eingesetzt, um Einstellungen oder Meinungen von Befragten zu messen (= Ratingskala).

 

2. Verhältnisskala

Damit können ähnlich wie bei der Intervallskala die Unterschiede zwischen einzelnen Elementen bzw. Variablen in gleichgroßen Abständen gemessen werden. Zusätzlich besitzen jedoch alle verhältnisskalierte Variablen eine physikalisch vorgegebene Untergrenze, den natürlichen Nullpunkt, der nicht überschritten werden kann.

Dazu zählen Variablen wie Körpergröße oder Gewicht: Der natürliche Punkt bedeutet, dass es keine Person gibt, die physikalisch kleiner ist als 0 Zentimeter oder weniger wiegt als 0 Gramm (= keine negative Zahl möglich). Dagegen hat die Celsius-Temperatur zwar einen Nullpunkt (0°C), diese Zahl wurde allerdings irgendwann willkürlich gewählt und kann überschritten werden (= Minusgrade sind möglich).

 

3. Absolutskala

Dabei handelt es sich um eine Unterkategorie der Verhältnisskala, bei der es nicht nur einen natürlichen Nullpunkt gibt, sondern zusätzlich ist eine natürliche Einheit (typischerweise eine Stückzahl) vorgegeben. Während die Temperatur in Celsius oder in Fahrenheit gemessen werden kann, sind Messeinheiten der Absolutskala nicht frei wählbar.

Ein typisches Beispiel sind Einwohner eines Landes, die auf der Skala nur in festgelegten Zahlenwerten (1 Bewohner = “1 Stück”) angegeben werden können. In der empirischen Forschung und in der Statistik spielt die Absolutskala eine unbedeutende Rolle, weil sie die gleichen Daten wie die Verhältnisskala liefert.

 

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