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Was ist eine Nominalskala? Definition und Beispiel

Die Nominalskala (engl. “nominal scale” oder “categorical scale”) ist die niedrigste Skalierung zur Messung von qualitativen Merkmalen (Geschlecht, Familienstand, Haarfarbe).

von Maria MalzewAktualisiert am 26. Juli 2023Lesezeit 1 Min.

Zu Beginn der Datenerhebung müssen Forschende als erstes überlegen, auf welche Art und Weise sie den untersuchten Gegenstand erfassen können. Dabei besteht die zentrale Herausforderung der empirischen Forschung darin, eine sinnvolle Form der Quantifizierung zu finden. Mit der Nominalskala können festgelegte Objekte bzw. Merkmale einfachen Kategorien zugeordnet werden, was die spätere statistische Auswertung möglich macht.

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Allgemeine Definition der Nominalskala

Die Nominalskala (engl. “nominal scale” oder “categorical scale”) ist die niedrigste Skalierung zur Messung von qualitativen Merkmalen (Geschlecht, Familienstand, Haarfarbe). Mit ihr kann festgestellt werden, ob eine bestimmte Merkmalsausprägung (männlich/weiblich, ledig/verheiratet, blond/braun) vorhanden ist – oder eben nicht. Beim Messen auf einer Nominalskala werden Untersuchungseinheiten den Merkmalskategorien zugeordnet.

Die Nominalskala eignet sich zur Klassifizierung von Merkmalsausprägungen, wobei jeder Fall nur in eine einzige Kategorie gelangen darf. Die einzelnen Kategorien müssen sich gegenseitig ausschließen (z.B. entweder weiblich oder männlich).

Die einzelnen Antwortmöglichkeiten auf einer Nominalskala sind dabei im Gegensatz zu Intervall- oder Verhältnisskalen nicht unmittelbar in Zahlen dargestellt, daher gilt sie in der Wissenschaft als nicht-metrisch.

 

Die Nominalskala in einem Fragebogen einer Online-Umfrage

 


Typische Verwendung der Nominalskala

In den empirischen Studien kann mit der Nominalskala beispielsweise festgestellt werden, ob die Befragten über einen Studienabschluss verfügen oder wie viele Frauen an einer Umfrage teilgenommen haben.

  1. Beispiel 1: Wählen Sie Ihr Geschlecht (Weiblich, Männlich, Divers)
  2. Beispiel 2: Was ist Ihr Familienstand? (Ledig, Verheiratet, Geschieden, Verwitwet)

 

Bei der Auswertung von nominalen Daten wird jeder Kategorie ein Zahlenwert zugeordnet, z.B. ledig - 1, verheiratet - 2, geschieden - 3, verwitwet - 4. Die Zuordnung dient allerdings lediglich der einfacheren Benennung der Kategorien. Aus nominalen Daten wird hauptsächlich der Modalwert bzw. die Merkmalsausprägung mit der größten Häufigkeit berechnet.

 

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