Du hast die Gliederung deiner wissenschaftlichen Arbeit festgelegt und bist jetzt bereit mit dem Schreiben loszulegen? Dann solltest du einige Besonderheiten beim Formulieren wissenschaftlicher Texte kennen, welche wir dir in diesem Artikel vorstellen wollen.
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Jetzt kostenlos startenEin paar Dinge, die es zu beachten gilt
Grundsätzlich sollte der Text einer wissenschaftlichen Arbeit eine Reihe von Eigenschaften aufweisen, welche sich in der akademischen Forschung, neben selbstverständlichen Grundsätzen wie der Vermeidung von Rechtschreib- und Grammatikfehlern, etabliert haben. So sollte der allgemeine Stil der Arbeit objektiv und sachlich gehalten sein und dementsprechend persönliche Meinung, moralische Bewertungen, Humor, Ironie etc. vermeiden. Zu den wichtigsten Dingen gehören:
- Keine Ich-Form
Eine weitere grundlegende Regel ist die Vermeidung der sogenannten Ich-Form bzw. der Personalpronomen “ich”, “wir” und “man”. Stattdessen werden zumeist passive Satz-Konstrukte verwendet und somit der Fokus auf den Inhalt des Textes, anstatt auf dessen Autor gerichtet. Des Weiteren ist zu vermeiden den Leser in einer Formulierung direkt anzusprechen.
- Zeitform Präsens
Wissenschaftliche Arbeiten werden in der akademischen Praxis zum Großteil im Präsens geschrieben. Da ein weiterer Grundsatz des wissenschaftlichen Schreibens die Einheitlichkeit der Sprache beinhaltet, ist es also im Zweifel immer ratsam die Gegenwartsform zu verwenden. Es gibt dennoch einige wenige Ausnahmen, wie explizite Verweise auf Ereignisse in der Vergangenheit oder einzelne Teile der Arbeit wie Vorwort, Reflexion, und Danksagung, in welchen auch Präteritum und Perfekt bzw. Plusquamperfekt gebraucht werden können.
- Klare Sprache
Es ist ratsam bei der Formulierung keine verschachtelten Satzkonstruktionen, sondern stattdessen kurze, prägnante Sätze zu verwenden. Dies trägt auch dazu bei einen nachvollziehbaren Schreibstil einzuhalten und somit einen geordneten Textaufbau mit einer logischen Gedankenführung (“roter Faden”) zu gewährleisten. Dabei sollte unbedingt darauf geachtet werden präzise Sprache mit entsprechenden Fachbegriffen zu verwenden, wobei Fachbegriffe eingeführt und definiert werden sollten. So sind Wortwiederholungen auch nicht zwingend schlechter Schreibstil, solange dadurch korrekte Fachbegriffe verwendet werden. Die angemerkte “präzise Sprache” beinhaltet insbesondere das Gebot keine ungenauen bzw. ”unscharfen” Wörter wie “ungefähr”, “manchmal” etc. zu verwenden.
- Fundierte Quellenbasis
Da wissenschaftliche Arbeiten meist auf Forschungsergebnissen anderer Autoren basieren, muss dies an den entsprechenden Stellen kenntlich gemacht werden. Dazu erfolgt ein Hinweis im Text mit Hilfe einer Fußnote und ein zugehöriger Eintrag im Literaturverzeichnis. Wenn du in deinem Text Bezüge zu anderen Werken nicht nachvollziehbar kennzeichnest, ist dies ein Plagiat, was Konsequenzen bis hin zum Nichtbestehen der eigenen Arbeit nach sich ziehen kann. Damit dies nicht passiert, erfährst du im nächsten Artikel mehr über das korrekte Zitieren.
Richtig Zitieren, ein besonders wichtiger Teil beim Wissenschaftlichen Schreiben
Neben den Formalitäten, die du bei einer wissenschaftlichen Arbeit berücksichtigen musst, ist vor allem ein Aspekt besonders wichtig und nimmt oftmals viel Zeit in Anspruch: Das richtige Zitieren. Doch da es gern mal über eine gute Note entscheidet oder gar zu einem Nichtbestehen bei der Arbeit führt (wenn du keine Quellen angibst), lohnt es sich, die Besonderheiten beim Zitieren genauer anzuschauen. Dazu haben wir dir im nächsten Kapitel die wichtigsten Zitierweise mit verschiedenen Beispielen aufgeführt.
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