In den seltensten Fällen is het bij een empirisch onderzoek möglich, alle in der onderzoeksvraag omvatte personen of aangelegenheden tatsächlich zu berücksichtigen. Führst du für deine seminarwerk of afstudeerwerk een kwantitatief online-onderzoek uit, is een wetenschappelijk onderbouwde selectie der personen die je wilt onderzoeken – de zogenaamde vorming van een steekproef – je eerste uitdaging.
Die Größe der steekproef staat daarbij in direct verband met de doelstellingen en onderzoeksvragen van je onderzoek. Wanneer je je eigen resultaten auf eine allgemeingültige Gesamtheit übertragen möchtest, sind eine ausreichend große steekproef sowie die daraus resultierende höchstmögliche Repräsentativität entsprechend wichtig. Doch auch die Forschung mit kleinen Fallzahlen bzw. mit einem kleineren Personenkreis im Rahmen deiner studentischen Arbeit ist keinesfalls unbrauchbar oder ungültig. Vielmehr kommt es darauf an, wie deine Forschungsziele formuliert sind und ob du dich bei dem Umgang mit deiner Methode angemessen auseinandergesetzt hast. In diesem artikel zeigen wir, wie du die richtige steekproefngröße für deine Online-enquête findest und was du dabei beachten musst.
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Gratis beginnenDer Grundstein einer empirischen Datenerhebung: Die Bedeutung einer steekproef verstehen
Bei der Durchführung einer quantitativen Befragung ist notwendig im Vorfeld zu definieren, über welche Personen oder Personengruppen überhaupt geforscht werden soll. Im theoretischen Idealfall müssten die Forschenden alle Menschen aus dieser festgelegten Gruppe (= populatie bzw. die totale populatie) befragen, um exakte Ergebnisse über den onderzochten Gegenstand zu bekommen.
Logischerweise ist dies in der praktijk in den meisten Fällen schlicht unmöglich. Vor allem dann, wenn spezifische Aussagen über eine große populatie wie etwa die deutsche Bevölkerung getroffen werden sollen. Stattdessen kann in der Wissenschaft altijd nur eine kleine deelverzameling der populatie (= steekproef) onderzocht werden, um zu Aussagen über die gesamte festgelegte Gruppe zu gelangen: Darauf basiert das Grundprinzip der steekproef.
Selbst bei einer großangelegten Wahlumfrage kann nur eine bestimmte aantal von Wählern (z.B. 2000 Personen) aus ca. 60 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland zu ihrer möglichen Abstimmung berücksichtigt werden. Das bedeutet aber nicht, dass die Forschenden ihre Studienteilnehmer beliebig auswählen.
Damit die Ergebnisse einer solchen Befragung trotzdem repräsentativ sind (= die onderzochte populatie so genau wie möglich abbilden), wird im Vorfeld ein statistisches Auswahlverfahren zur Bildung einer steekproef durchgeführt. Dabei sollen solche Studienteilnehmer bestimmt werden, die ihre gesamte Gruppe entsprechend repräsentieren.
Wird das steekproefnverfahren nicht sorgfältig durchgeführt, können die gesammelten Daten fehlerhaft sein und zu falschen Erkenntnissen führen.
Bei einer bekannten enquête während der amerikanischen Präsidentschaftswahl im Jahre 1936 war das Ergebnis durch eine falsch gewählte steekproef verzerrt. Dabei hatte eine amerikanische Zeitschrift aufgrund von ca. 2 Millionen Fragebögen den Sieg des republikanischen Kandidaten Landon vorhergesagt – und lag damit fast um 20 Prozent daneben.
Warum kam die Befragung zu einem solch falschen Ergebnis, obwohl die steekproef so groß ausfiel?
- Das Problem lag darin, dass der Fragebogen nur an Personen aus einer Automobil-Datenbank geschickt wurde. Die ausgewählte steekproef umfasste also nur diejenigen, die über ein Auto verfügten und somit in dieser Zeit ein deutlich überdurchschnittliches Einkommen sowie eher konservative politische Haltung hatten. Die Befragung war also keineswegs für die gesamte Bevölkerungsgruppe (= Wähler aus allen sozialen Schichten) repräsentativ.
- In diesem Fall ist die Repräsentativität ein wichtiger Bestandteil von angestrebten Erkenntnissen und daher für eine valide Forschung unabdingbar! In der modernen Forschungspraxis müssen aber nicht alle Studien repräsentativ sein, um trotzdem eine gültige Validität aufweisen zu können. Die Wichtigkeit der Repräsentativität hängt immer von konkreten Forschungszielen ab!
Das Wahlbeispiel aus:
Balzert, Helmut et al. (2011). Wissenschaftliches Arbeiten. 2 Auflage. Berlin/Dortmund: Springer Campus
➔ siehe vor allem Kapitel 3.5., S. 28-29: “Validität”
Literaturtipp:
Raithel, Jürgen (2008). Quantitative Forschung. Ein praktijkkurs. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
➔ siehe vor allem Kapitel 4.6., S.54-62: “steekproefn/Auswahlverfahren”
Unsere Step-By-Step Anleitung: Eine wissenschaftlich fundierte steekproef bilden
Unabhängig von der Größe deiner Untersuchung, kannst du deine steekproef grundsätzlich mit nur drei Schritten bestimmen. An einem konkreten voorbeeld zeigen wir, wie du dabei vorgehen kannst.
Annahmen für unser voorbeeld:
- Forschungsinteresse: Nehmen wir an, du machst eine Studie über die Fernsehnutzung in Deutschland. Du möchtest herausfinden, welche Sender derzeit bei der deutschen Bevölkerung am beliebtesten sind und wieviel Zeit Menschen heutzutage vor dem Fernseher verbringen.
- Forschungsmethode: Eine quantitative Online-enquête ist für dich die einfachste und effektivste Methode der Datenerhebung. Im Gegensatz zu einer schriftlichen oder mündlichen Befragung kannst du so in kürzester Zeit sowie äußerst budgetfreundlich eine große aantal an Personen erreichen.
Schritt 1: Voll- oder gedeeltelijke telling aufgrund der totale populatie bestimmen
“Eine totale populatie ist die Menge von Objekten, über die Aussagen getroffen werden sollen.” (Brosius et al 2009: 71)
Bevor du mit der unmittelbaren steekproefnbildung beginnst, musst du im ersten Schritt festlegen, welche Untersuchungsobjekte du in deiner Forschung überhaupt berücksichtigen möchtest oder kannst.
Zunächst ist dabei die totale populatie zu beachten: Dabei ist die gesamte Gruppe der personen die je wilt onderzoeken gemeint, die über ein oder mehrere gemeinsame Merkmale verfügen. In der Statistik wird die totale populatie mit dem Wert “N” gekennzeichnet. In unserem voorbeeld wären es alle volljährigen Personen, die in Deutschland leben und über einen Fernsehanschluss verfügen.
Wenn du alle Personen aus der totale populatie untersuchen kannst, was aus statistischer Sicht der Idealfall wäre, dann würdest du eine volledige telling vornehmen. volledige tellingen werden manchmal in der Meinungsforschung durchgeführt, wenn die totale populatie relativ klein ist.
Würdest du dich bei deiner Forschung dafür interessieren, welches Fernsehverhalten die Vorsitzenden der Medienanstalten in Deutschland haben, könntest du die theoretisch alle befragen, da deine totale populatie nur ca. 100 Personen umfasst. Dafür müsstest du allerdings alle diese Personen tatsächlich erreichen und zu einer enquête motivieren. Selbst in großen Projekten ist diese Form der Untersuchung zeitintensiv und kompliziert.
Wenn die totale populatie entweder zu groß ist oder nicht eindeutig definierbar, wird eine verkleinerte strukturgleiche deelverzameling der totale populatie mithilfe der steekproefnziehung onderzocht und entsprechend eine gedeeltelijke telling vorgenommen. In den meisten Forschungsprojekten ist dies die einzige Möglichkeit zur Datenerhebung. In der Statistik werden diese Teilelemente der totale populatie mit dem Wert “n” gekennzeichnet.
In unserem Forschungsbeispiel ist die aantal aller Fernsehzuschauer in Deutschland einfach zu groß. Alleine aufgrund dessen wäre es unmöglich, eine volledige telling in Bezug auf ihr Fernsehverhalten durchzuführen. Eine gedeeltelijke telling ist also die einzige Möglichkeit, dein Forschungsvorhaben umzusetzen.
Literaturtipp:
Brosius, Hans-Bernd et al. (2009). Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Eine Einführung. 5 Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
➔ siehe vor allem Kapitel 4, S.71-91: “Auswahlverfahren”
Schritt 2: steekproefnart auswählen
“Eine steekproef stellt eine deelverzameling aller Untersuchungseinheiten dar, die die untersuchungsrelevanten Eigenschaften der totale populatie möglichst genau abbilden.” (Bortz 1993: 84, zitiert nach Raithel 2008: 54).
Die meisten stichprobenbasierten Untersuchungen haben das Ziel, von Aussagen über die gewählte deelverzameling zu Erkenntnissen über die gesamte totale populatie bzw. populatie zu gelangen. Eine solche inhaltliche Übertragung wird in der Forschung Repräsentationsschluss genannt und ist nur dann gültig, wenn die Elemente aus der totale populatie in der deelverzameling in der gleichen Zusammensetzung vertreten sind. Dabei muss die gezogene steekproef die totale populatie möglichst genau abbilden.
Grundsätzlich wird zwischen drei Gruppen von steekproefnverfahren unterschieden:
- Willkürliche Auswahl: Diese unkontrolliert gebildete steekproef wird manchmal bei psychologischen Experimenten mit freiwilligen Probanden gemacht und erlaubt keinerlei Aussagen über die totale populatie. Häufig wird dieses Verfahren entweder mit einem weiteren kombiniert, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen – oder sie strebt ohnehin aufgrund der onderzoeksvraag keine Repräsentativität an.
- Bewusste Auswahl: Diese Auswahl nach spezifischen Kriterien ist dann sinnvoll, wenn extreme Fälle onderzocht werden sollen bzw. wenn die zu untersuchenden Merkmale in der totale populatie stark unterschiedlich vorhanden sind. Auch hier ist mit gewisser Verzerrung der Repräsentativität zu rechnen.
- Zufallsauswahl oder Wahrscheinlichkeitsauswahl: Bei dieser Auswahl entscheidet ein statistischer Zufallsprozess darüber, welche Merkmalsträger aus der totale populatie in die steekproef aufgenommen werden. Die Zufallsauswahl ist das einzige steekproefnverfahren, das die Repräsentation gewährleisten kann bzw. in ihrem Ansatz dafür sorgt, dass alle Personen der totale populatie die gleiche Chance haben, bei der Forschung berücksichtigt zu werden.
Dabei sind folgende Varianten der aselecte steekproefn weit verbreitet:
- Einfache aselecte steekproef: Elemente oder Personen der totale populatie werden ähnlich wie in einer Lotterie zufällig gezogen. Dabei hat jedes Element der totale populatie die gleiche Chance, mithilfe von verschiedenen systematischen Zufallsverfahren (z.B. durch einen Zufallsgenerator) gezogen zu werden.
Eine solche steekproef ist sehr genau und ist hinsichtlich aller Merkmale der populatie repräsentativ. Allerdings müssen die Forschenden dafür sorgen, dass wirklich jedes Element aus der totale populatie für die Ziehung zugänglich ist – das ist in der praktijk nicht immer einfach.
- Geschichtete aselecte steekproef: Elemente bzw. Personen der totale populatie werden zunächst nach einem bestimmten Merkmal aufgeteilt (z.B. nach dem Alter der Fernsehzuschauer). Die aselecte steekproef wird zuerst aus der jeweiligen Gruppe (= aus der ”Schicht”) gezogen. Im nächsten Schritt werden steekproefn aus diesen verschiedenen Schichten zu einer deelverzameling zusammengefügt.
Um die bestmögliche steekproefnverteilung zu gewährleisten, wird dabei berücksichtigt, wie groß die jeweilige Gruppe in der totale populatie vorhanden ist (z.B., wenn es doppelt so viele über 50-Jährige als unter 20-Jährigen Fernsehzuschauer gibt, werden entsprechend doppelt so viele 50-Jährigen im Vergleich zu unter 20-Jährigen in die gesamte deelverzameling aufgenommen).
In der Forschungspraxis ist dieses Verfahren sehr beliebt, da sichergestellt werden kann, dass gewisse Teile der populatie in Bezug auf das geschichtete Merkmal nicht unter- oder überrepräsentiert sind.
- Klumpenstichprobe: Aus Elementen bzw. Personen der totale populatie werden zunächst größere Einheiten (=”Klumpen”) gebildet (z.B. ein Haushalt, der sich aus mehreren Fernsehzuschauern zusammensetzt, könnte als ein Klumpen definiert werden), dann wird aus den vorhandenen Klumpen zufällig eine Einheit ausgewählt und vollständig onderzocht.
Die Repräsentativität dieser steekproefnziehung hängt jedoch immer davon ab, wie gut die Forschenden die Kriterien zur Bildung der Einheiten bzw. der Klumpen festgelegt haben.
In unserem Forschungsbeispiel wirst du mithilfe der einfachen aselecte steekproef vermutlich am einfachsten und effektivsten zu den angestrebten Daten bezüglich der Fernsehnutzung der Deutschen kommen.
Literaturtipp:
Beller, Sieghard. (2016). Empirisch forschen lernen. Konzepte, Methoden, Fallbeispiele, Tipps. 2 Auflage. Bern: Huber Verlag.
➔ siehe vor allem Kapitel 4, S.85 - 98: “Repräsentativität und nauwkeurigheid von steekproefn”
- Das stellt zwar die Verallgemeinerung bzw. die Repräsentativität deiner Erkenntnisse in Frage, allerdings sind studentische Befunde ohnehin selten repräsentativ – auch deinen Prüfern ist es bewusst!
- Möchtest du jedoch eine möglichst repräsentative Studie aufstellen, musst du dies bereits bei deinem Forschungsinteresse berücksichtigen und eine kleinere totale populatie in Betracht ziehen. Statt das Fernsehverhalten der gesamten deutschen Bevölkerung untersuchen zu wollen, könntest du dich stattdessen mit den Fernsehgewohnheiten von Studierenden der Medienwissenschaft an der Universität Hamburg befassen. Eine kleinere steekproef kann mit weniger Aufwand präzisere Ergebnisse liefern.
Schritt 3: steekproefngröße und ihre nauwkeurigheid berekenen
“Die empirische Sozialforschung nimmt in der Regel eine fünfprozentige Irrtumswahrscheinlichkeit in Kauf. Ergebnisse, die sie produziert, sind mit diesem Zufallsfehler behaftet.” (Brosius et al 2009: 77)
Zur Bestimmung deiner steekproef bleibt im letzten Schritt noch auszurechnen, welche steekproefngröße grundsätzlich notwendig ist, damit deine Forschung als repräsentativ gilt. Mithilfe der Inferenzstatistik werden dabei spezifische Werte ausgerechnet, um die in van je onderzoek erhaltenen Daten auf zufällige Abweichungen zu überprüfen. Daraus kannst du dann die benötigte steekproefngröße ableiten.
In diesem Zusammenhang musst du zunächst diese Begriffe und Werte für deine Forschung definieren:
- Deine totale populatie bzw. die populatiesgröße (N)
Grundlegende Frage: Über welche Bevölkerungsgruppe möchtest du überhaupt Aussagen treffen? Die gesamte Gruppe der personen die je wilt onderzoeken.
voorbeeld: Bei unserer Fernsehforschung suchen wir also nach allen Menschen in Deutschland, die zu Hause fernzusehen können. Laut der aktuellen Studie der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung besitzen im Schnitt rund ca. 64 Millionen der Deutschen einen Fernseher. Diese können wir zu unserer totale populatie zählen.
- Irrtumswahrscheinlichkeit (oder Fehlerspanne) (e)
Grundlegende Fragen: Wie nah liegen deine enquête-Ergebnisse an den tatsächlichen Ergebnissen in der gesamten populatie (wenn man diese erheben könnte)? Was ist die mögliche Fehlerquote, die du in Kauf nehmen musst bzw. mit der du rechnen kannst?
Ein Prozentsatz, der angibt, wie präzise das Hochrechnen der steekproefn auf deine totale populatie ausfallen wird. In der Forschung wird angenommen, dass selbst die sorgfältigste steekproef nicht garantieren kann, das gesuchte Merkmal der totale populatie tatsächlich zu finden. Mit einer gewissen Fehlerquote müssen die Forschenden einfach rechnen.
Üblicherweise liegt die erwartete Irrtumswahrscheinlichkeit in den meisten Forschungsprojekten bei 5 Prozent (= 0,05 als Wert), wobei jede Fehlerspanne zwischen 1 und 10 Prozent möglich ist. Darüber hinaus gilt die Studie als unzuverlässig. Du kannst selbst entscheiden, wie genau deine Ergebnisse ausfallen sollen bzw. wie viele Fehler du in van je onderzoek zulassen möchtest.
voorbeeld: Hast du in van je onderzoek eine Fehlerspanne von 5 Prozent festgelegt, so haben deine Ergebnisse immer eine nauwkeurigheid von +/- 5 Prozent. Geben 30 Prozent der Teilnehmenden (= die gewählte steekproef) bei deiner Befragung an, täglich zwei Stunden lang fernzusehen, dann wäre deine Erkenntnis aufgrund der aufgestellten Irrtumswahrscheinlichkeit vielmehr, dass höchstwahrscheinlich zwischen 25 (30 Prozent - 5) und 35 Prozent (30 Prozent +5) der deutschen Fernsehzuschauer (= deine totale populatie) tatsächlich dieser Tätigkeit in diesem Umfang nachgehen.
- Konfidenzniveau (oder Konfidenzintervall)
Grundlegende Frage: Wie sicher möchtest du bei deiner Studie sein (in Prozentzahlen), dass deine Ergebnisse tatsächlich die festgelegte totale populatie abbilden?
Das Konfidenzniveau misst die Wahrscheinlichkeit bzw. den Grad der nauwkeurigheid, mit der die steekproef deine totale populatie unter Berücksichtigung der zuvor gewählten Fehlerspanne abbildet. Ein Konfidenzniveau von 95 Prozent ist am geläufigsten, wobei auch Werte zwischen 80 und 99 Prozent in der praktijk verwendet werden. Während die Irrtumswahrscheinlichkeit angibt, welche Fehlerspanne bei den Antworten möglich ist, drückt das Konfidenzniveau in Prozenten aus, wie sicher du dir bist, dass deine Ergebnisse die gewählte Gesamtpopulation repräsentieren.
voorbeeld: Entscheidest du dich für das Konfidenzniveau von 95 Prozent (mit der vorher festgelegten Irrtumswahrscheinlichkeit von 5 Prozent), so könntest du in unserer Fernsehforschung mit einer Zuversichtlichkeit von 95 Prozent sagen, dass zwischen 25 und 35 Prozent der Deutschen tatsächlich zwei Stunden lang täglich fernsehen.
- Z-Wert
Grundlegende Fragen: Wie ist die Differenz zwischen deinen Ergebnissen und dem normalen Mittelwert (also den üblichen Durchschnittsergebnissen) bei der populatie?
Ausgehend aus dem Konfidenzniveau wird der sogenannte Z-Wert automatisch festgelegt. Dieser zeigt den in der Wissenschaft üblichen Mittelwert an, mit dem Standardabweichungen in der populatie gemessen werden. Der standardisierte Z-Wert kann zwar auch berechnet werden, für die typischen Konfidenzen kann dieser jedoch in Z-Wert-Tabellen (online oder in allen gängigen Statistik-Büchern) nachgeschlagen werden.
voorbeeld: Bleiben wir beim Konfidenzniveau von 95 Prozent, so liegt der zum Berechnen der steekproef benötigte Z-Wert bei 1,96. Typischerweise kannst du in deiner studentischen Arbeit zur Ermittlung der steekproefngröße einfach mit dem Wert aus der Tabelle arbeiten, der deiner zuvor gewählten Konfidenz entspricht. Weitere Erläuterungen sind in der Regel nicht notwendig.
Unsere kleine Übersicht zeigt die Z-Werte für die gängigsten Konfidenzintervalle:
Konfidenzniveau bzw. -intervall
Z-Wert
99%
2,58
95%
1,96
90%
1,65
85%
1,44
80%
1,28
- Standardabweichung (p)
Grundlegende Fragen: Denkst du, dass die Befragten bei deiner enquête alle eher gleiche Antworten geben werden – oder umgekehrt extrem unterschiedliche? Wieviel Antwort-Vielfalt erwartest du?
Dieser Wert zeigt die durchschnittliche Entfernung aller gemessenen Ausprägungen eines Merkmals von seinem Durchschnitt bzw. wie viel Varianz bei deiner Befragung zustande kommen wird. Anders gesagt: Die Standardabweichung gibt an, wieviel Variation du unter deinen Antworten erwartest. Die Standardabweichung ist im Vorfeld, also bevor du deine enquête machst, so gut wie unmöglich zu bestimmen und wird von den meisten Forschenden auf höchstmögliche 50 Prozent (bzw. auf den Wert von 0,5) gesetzt. Studierende können in der Regel ebenfalls mit diesem Wert arbeiten, ohne dass sie die Standardabweichung anderweitig begründen müssen.
Aus diesen Werten (N=64.000.000, z=1,96,e=0,05 und p=0,5) kannst du nun mithilfe einer statistischen Formel die Mindestgröße einer steekproef berekenen: Damit unsere Fernsehforschung repräsentativ ausfällt, müssten mindestens 385 Personen aus der totale populatie an unserer Online-enquête teilnehmen.
In unserem voorbeeld kommen wir so zu dieser steekproefngröße:
Literaturtipp und (von uns vereinfachte und minimal angepasste) Formel angelehnt an ausführliche Berechnungen aus:
Holland, Heinrich/Kurt Scharnbacher (2004). Grundlagen statistischer Wahrscheinlichkeiten. Kombinationen, Wahrscheinlichkeiten, Binomial- und Normalverteilung, Konfidenzintervalle, Hypothesentests. Wiesbaden: Gabler Verlag.
➔ vor allem Kapitel 4., S. 43 - 65: “Intervallschätzung” und Kapitel 5., S. 67 - 75: “Notwendiger steekproefnumfang” erklären noch einmal ganz ausführlich, wie alle oben genannten Werte mathematisch berechnet werden können.
In unserem artikel arbeiten wir einfachheitshalber mit bereits berechneten “Z”- (bei Holland/Scharnbacher auch als “t” gekennzeichnet, in anderer Literatur ist “Z” aber gängiger),”e”- und “p”-Werten. Falls die Anforderung in deinem Fach die selbstständige Berechnung umfasst, eignet sich dieses Band sehr gut als Nachschlagewerk.
Abhängig von den festgelegten Parametern, die wir oben beschrieben haben, kann deine steekproefngröße selbst bei der gleichen totale populatie (64.000.000) variieren:
steekproefngröße - abhängig von Irrtumswahrscheinlichkeit und Konfidenzintervall:
Irrtumsw. 1%
Irrtumsw. 5%
Irrtumsw. 10%
Konfidenzintervall 90%
6.808
273
69
Konfidenzintervall 95%
9.603
385
97
Konfidenzintervall 99%
16.637
666
167
Grundsätzlich gilt: Je höher das Konfidenzintervall und je geringer die Irrtumswahrscheinlichkeit, desto höher wird die Repräsentativität van je onderzoek ausfallen. Eine höchstmögliche Repräsentativität bedeutet aber auch, dass deine steekproef entsprechend groß ausfallen muss.
Für unser Forschungsbeispiel bedeutet es zusammenfassend, dass mit einer steekproef von 385 Befragten (bei einer populatie bzw. der totale populatie von 64.000.000 Personen) die erzielten Ergebnisse aus unserer enquête mit 95-prozentiger Sicherheit auf die onderzochte populatie übertragbar sind. Darüber hinaus können wir angeben, dass selbst wenn man alle Personen aus der totale populatie befragen könnte, würden ihre Antworten maximal um +/-5 Prozent von denen aus unserer enquête abweichen.
Hinweis: Unsere Darstellung der steekproefnberechnung ist als eine vereinfachte Einführung in dieses Thema zu verstehen. Ausführliche statistische Darstellungen, um verschiedene Wahrscheinlichkeiten und Kennwerte zu berekenen, können wir in einem kurzen artikel unmöglich berücksichtigen. In den gängigen Statistik-Lehrbüchern werden die von uns angerissene Begriffe mit Sicherheit umfassender dargestellt.
Unser Literaturtipp: Quatember, Andreas (2019). Datenqualität in steekproefnerhebungen. Eine verständnisorientierte Einführung in die Survey-Statistik. 3. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
➔ Dieses Band ist unsere Empfehlung für alle, die sich mit der steekproefnberechnung beschäftigen und nach einem gut verständlichen praxisorientierten Lehrbuch suchen.
Das Problem mit der Repräsentativität in der praktijk
Ob in den wissenschaftlichen Studien oder bei einer BILD-enquête: Die Repräsentativität wird in Zusammenhang mit verschiedenen enquêten gern und häufig benutzt. Vor allem in den Massenmedien werden solche Studien angepriesen, die mit dem Siegel “repräsentativ” werben.
Dabei gibt es in der modernen Forschungspraxis immer mehr Stimmen, die diesen Begriff in verschiedenen Aufsätzen kritisch betrachten. Schließlich gibt es in der Wissenschaft bisher keine allgemeingültige klare definitie der Repräsentativität.
Das Problem steckt hier im Detail: Wie definiert man überhaupt die totale populatie? In unserem Forschungsbeispiel könnte man die Logik der totale populatie ebenfalls hinterfragen: Zählen alle Menschen, die einen Fernseher besitzen, wirklich auch als Fernsehzuschauer? Gilt jede Person aus einem Mehrfamilienhaushalt mit nur einem Fernsehgerät als Zuschauer?
Ebenfalls ist die Ziehung einer repräsentativen aselecte steekproef deutlich komplexer als in vielen Lehrbüchern dargestellt. Wie kann überhaupt bei einer Studie garantiert werden, dass jedes Element der totale populatie die gleiche Chance hat, gezogen zu werden? Gerade den Online-enquêten wird vorgeworfen, dass im Internet nicht jede Bevölkerungsgruppe vertreten ist. Dabei gilt dieser Vorwurf grundsätzlich für jede anderen Methode: Oder wer ist schon heutzutage über einen Festnetzanschluss für eine telefonische Befragung erreichbar?
Für deine studentische Ausarbeitung bedeutet dies vor allem, dass die Repräsentativität weder in Stein gemeißelt ist, noch ist sie immer notwendig oder realisierbar. Zudem ist die Repräsentativität nicht das einzige Gütekriterium van je onderzoek: Was bringt dir eine repräsentative enquête, wenn deine Fragen unverständlich formuliert sind?
Vielmehr solltest du in deiner Abschlussarbeit altijd offenlegen, welche Schritte du bei dem gesamten Forschungsprojekt unternommen hast, um möglichst aussagekräftige Erkenntnisse in Bezug auf deine onderzoeksvraag zu erhalten!
Die Wahl der steekproef in die Abschlussarbeit integrieren
Beim Verfassen einer Abschlussarbeit kommst du an der Bildung einer geeigneten steekproef unmittelbar nach der Wahl van je onderzoeksmethode nicht vorbei. Ob deine steekproef nun repräsentativ sein wird – oder auch nicht, steht bei einer studentischen Arbeit dabei gar nicht im Vordergrund. Stattdessen wird von dir erwartet, dass du dir frühzeitig Gedanken über die onderzochte Bevölkerungsgruppe machst, mit der du deine onderzoeksvraag bestmöglich erfassen kannst:
1. Einleitung: onderzoeksvraag
2. Theorie: Stand der Forschung
3. Forschungsdesign
3.1 Bildung der Hypothesen
3.2. Wahl der Forschungsmethode, z.B. quantitative Befragung
→ 3.3. steekproef festlegen
3.4. definitie und Festlegung der onderzochten Variablen und Merkmale
3.5. Fragenkatalog
4. Datenerhebung
5. Datenauswertung
6. Ergebnisse und Erkenntnisse
7. Reflektion der eigenen Vorgehensweise
8. Fazit
Weiterführende Literatur:
Balzert, Helmut et al. (2011). Wissenschaftliches Arbeiten. 2 Auflage. Berlin/Dortmund: Springer Campus.
Beller, Sieghard (2016). Empirisch forschen lernen. Konzepte, Methoden, Fallbeispiele, Tipps. 2 Auflage. Bern: Huber Verlag.
Brosius, Hans-Bernd et al. (2009). Methoden der empirischen Kommunikationsforschung. Eine Einführung. 5 Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Holland, Heinrich/Kurt Scharnbacher (2004). Grundlagen statistischer Wahrscheinlichkeiten. Kombinationen, Wahrscheinlichkeiten, Binomial- und Normalverteilung, Konfidenzintervalle, Hypothesentests. Wiesbaden: Gabler Verlag.
Raithel, Jürgen (2008). Quantitative Forschung. Ein praktijkkurs. 2. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Kromrey, Helmut (2002). Empirische Sozialforschung: Modelle und Methoden der standardisierten Datenerhebung und Datenauswertung. 10. Auflage. Opladen: Leske + Budrich.
Quatember, Andreas (2019). Datenqualität in steekproefnerhebungen. Eine verständnisorientierte Einführung in die Survey-Statistik. 3. Auflage. Berlin: Springer Spektrum.
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