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Bachelor Thesis: Guide, Structure incl. Example

In this article, we help you master all aspects of your bachelor thesis: from proper time management to the concrete structure of your research.

by Maria MalzewUpdated 9 May 2024Reading time 21 min

Mit dem Einreichen einer Bachelorarbeit wird dein Studium nach üblicherweise sechs bis acht Semestern erfolgreich abgeschlossen. Zuallererst weist du mit dieser Abschlussarbeit nach, dass dir sämtliche inhaltliche sowie formale Anforderungen zum Erwerb deines allerersten akademischen Grads bekannt sind. Neben einer zeitlichen Vorgabe stehen dabei vor allem die Kenntnis wissenschaftlicher Vorgehensweisen sowie deren selbstständige Bearbeitung im Vordergrund dieser Prüfungsleistung.

Wenn du im Bachelorstudium bist, ist es jedoch möglich, dass du noch nie eine vergleichbare wissenschaftliche Forschungsarbeit verfasst hast. Dennoch bilden diverse andere wissenschaftliche Arbeiten im Rahmen deines Studiums – Seminar-, Projekt- oder Hausarbeiten – bereits das inhaltliche Fundament für deine erfolgreiche Bachelorarbeit.

 

In diesem Beitrag helfen wir dir alle weiteren Aspekte deiner Bachelorarbeit zu meistern: Von der eigentlichen Zeitplanung bis zum konkreten Aufbau deiner Untersuchung. Mit unseren praktischen Tipps und Tricks steht einer entspannten Abgabe nichts im Wege!

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Wissenschaftliche Arbeiten im Vergleich: Was wird von einer Bachelorarbeit erwartet?

 

“Die Bachelor-Arbeit ist die schriftliche Ausarbeitung, die zur Verleihung des ersten akademischen Grades einer wissenschaftlichen Laufbahn führt. Sie hat damit alle Anforderungen an eine wissenschaftliche Abschlussarbeit zu erfüllen. Mit der Einreichung einer Bachelorarbeit (Bachelor thesis) beendet der Studierende nach üblicherweise sechs bis acht Semestern sein berufsorientiertes Studium und erlangt, bei erfolgreicher Abschlussprüfung, den akademischen Bachelor-Grad.”
(Balzert et al. 2017: 87)


Jede wissenschaftliche Arbeit, ganz egal ob es sich um eine Seminar-, Bachelor-, Masterarbeit oder Dissertation handelt, orientiert sich weitestgehend an den gleichen (oder zumindest vergleichbaren) formalen und wissenschaftlichen Grundanforderungen. Während des Studiums werden Studierende auf die jeweilige Abschlussarbeit vorbereitet, indem sie verschiedene schriftliche Arbeiten verfassen. Mit jedem weiteren Semester steigt jedoch der Umfang sowie der generelle Anspruch an diese Arbeiten.

 

Schematisches Bild von wissenschaftlichen Arbeiten: Bachelorarbeit, Masterarbeit, Dissertation und Seminararbeiten mit deren Unterschiede

 

Grafik angelehnt an: Balzert, Helmut et al. (2011). Wissenschaftliches Arbeiten. 2 Auflage. Berlin/Dortmund: Springer Campus, S. 70, stark überarbeitet von empirio.

 

Wie unsere Grafik veranschaulicht, besteht die Aufgabe einer Bachelorarbeit im Vergleich zu anderen wissenschaftlichen Abschlussarbeiten vor allem darin, innerhalb einer vorgeschriebenen Zeit (ca. 3-4 Monate nach der Anmeldung) und in einem bestimmten Umfang (30 bis 80 Seiten, je nach Hochschule und Fakultät) ein relevantes Fachthema mithilfe einer Forschungsmethode selbstständig zu bearbeiten: Nicht mehr und nicht weniger!

Von deiner Bachelorarbeit wird ein kleiner eigenständiger Beitrag zur theoretischen oder angewandten Forschung erwartet, mit dem du die Kenntnis der wissenschaftlichen Vorgehensweise deines Fachbereichs belegst. Dabei muss deine Forschung nicht perfekt sein und auch keine auf die Praxis übertragbaren Ergebnisse liefern, solange du in deiner Ausarbeitung transparent mit den möglichen Schwächen deiner Untersuchung umgehst.

Im Gegensatz zu einer Masterarbeit oder einer Dissertation wird von dir nicht erwartet, eine komplexe Lösung für das untersuchte Thema oder Problem zu finden oder einen essentiellen Beitrag zur Grundlagenforschung zu leisten.

Dennoch musst du darauf achten, dass du die formalen und inhaltlichen Kriterien einer wissenschaftlichen Arbeit in deiner Forschung stets berücksichtigst – darauf legen deine Prüfer einen großen Wert! Dazu gehören nicht nur die allgemeinen Richtlinien deiner Hochschule, sondern auch z.B. die methodischen Gütekriterien bei einer empirischen Forschungsarbeit.

Aufgrund der kurzen Bearbeitungszeit ist der Forschungsaufwand in Bezug auf die Literaturrecherche ebenfalls deutlich geringer. In einer Bachelorarbeit ist es schlicht unmöglich, die gesamte Fachliteratur zu berücksichtigen. Stattdessen solltest du die wichtigsten Theorien zu deinem Forschungsthema auswählen und diese auf deine Fragestellung anwenden.

 

Literaturtipp: Balzert, Helmut et al. (2011). Wissenschaftliches Arbeiten. 2 Auflage. Berlin/Dortmund: Springer Campus.

➔ siehe vor allem Kap. 7: “Arten wissenschaftlicher Arbeiten”, S. 81-93. 

 

Empirische oder theoretische Abhandlung: Welcher Forschungstyp ist für deine Bachelorarbeit geeignet?

Das Thema einer Bachelorarbeit wird in der Regel aus einem inhaltlichen Schwerpunkt deiner Studienrichtung herausgebildet. Dies kann entweder in Form einer reinen theoretischen Ausarbeitung erfolgen oder als ein empirisches Forschungsprojekt mit z.B. einer quantitativen Online-Umfrage realisiert werden.

Grundsätzlich entscheidet in erster Linie deine individuelle Fragestellung, welcher Forschungstyp sich für dich am besten eignet. Zusätzlich neigen einige Fachbereiche aus den Natur- und Sozialwissenschaften etwas stärker zur empirischen Forschung während in Geisteswissenschaften häufiger mit theoretischen Abhandlungen gearbeitet wird.

 

1. Fragestellungen und Themenbereiche im Vergleich:

Empirische Bachelorarbeit

Theoretische Bachelorarbeit

Konkrete praxisbezogene Fragestellungen und Themenbereiche über einen spezifischen Gegenstandsbereich, die anhand von Daten gemessen werden können:

  • Wie beeinflusst die Nutzung von sozialen Medien das Freizeitverhalten der Jugendlichen?
  • Wie berichten führende deutsche Zeitungen über die Corona-Krise?

Fragestellungen und Themenbereiche werden aus einer spezifischen wissenschaftlichen Perspektive (oder Theorie) beschrieben und bewertet:

  • Die Inszenierung der Femme Fatale: Feministische Filmtheorie von Laura Mulvey und Film Noir.
  • Film und Traum: Elemente der wichtigsten psychoanalytischen Filmtheorien gegenübergestellt.

 

2. Ablauf der Untersuchung:

Empirische Bachelorarbeit

Theoretische Bachelorarbeit

  1. Wahl des Themas und Formulierung der Forschungsfrage

  2. Theorie- und Hypothesenbildung

  3. Konzeptualisierung und Forschungsdesign

  4. Erhebungsvorbereitung und Datenerhebung

  5. Datenaufbereitung

  6. Datenanalyse

  7. Interpretation und Dissemination

  1. Wahl des Themas

  2. Zielsetzung, Formulierung der Forschungsfrage, Eingrenzungs des untersuchten Gegenstands (keine Hypothese notwendig!!)

  3. Recherche, Auswahl und Zusammenstellung der wichtigsten Quellen bzw. Theorien

  4. Darstellung und ggf. Gegenüberstellung der Theorien oder Gegenstandsanalyse anhand einer gewählten Theorie

  5. Beurteilung des untersuchten Materials und eigenständige Schlussfolgerung

 

3. Forschungsmethoden:

Empirische Bachelorarbeit

Theoretische Bachelorarbeit

Qualitative und quantitative Forschungsmethoden:

  • Befragung oder Diskussion

  • Beobachtung

  • Inhalts- oder Dokumentenanalyse

  • Experimente oder Fallstudie

  • Psychologische Messung

Theoretische Forschungsmethoden sind im Gegensatz zu empirischen weniger klar definiert und können sehr unterschiedliche Formen annehmen, wie z.B.:

  • Gegenstandsbegründete Theorieentwicklung (= grounded theory)

  • These-Antithese-Synthese

  • Systematische Analyse (= systematic review)

  • Metaanalyse

 

4. Häufig angewandt in folgenden Fächern:

Empirische Bachelorarbeit

Theoretische Bachelorarbeit

Natur-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften

  • Geistes- und Kulturwissenschaften

 

In unserem Beitrag zur empirischen oder theoretischen Abschlussarbeiten gehen wir ausführlich auf weitere Vor- und Nachteile der beiden Typen ein.

Oftmals wird der Forschungstyp deiner Bachelorarbeit ohnehin von deiner Fakultät oder deinem Prüfer vorgegeben. Ist dies nicht der Fall, kannst du überlegen, welche Arbeitsweise dir grundsätzlich besser liegt: Arbeitest du gern mit Probanden und konkreten analytischen Daten aus der Praxis, wie z.B. bei einer Online-Umfrage, dann ist die empirische Forschung eine gute Wahl. Wenn du dich dagegen am liebsten in theoretische Abhandlungen reinliest und kein Problem mit einer aufwändigen Literaturrecherche hast, dann wirst du mit der theoretischen Forschung gut zurecht kommen.

 

Qualitätskriterien einer guten Bachelorarbeit: Was macht eine gute Abschlussarbeit aus?

In der Forschung gilt eine Arbeit dann als wissenschaftlich fundiert, wenn sie wissenschaftliche Methoden korrekt, nachvollziehbar und transparent anwendet. Dabei ist die Einhaltung von grundlegenden wissenschaftlichen Qualitätskriterien ein wichtiger Aspekt für die Bewertung einer jeden Forschungsarbeit.

Obwohl es in der Wissenschaft generell keine allgemeingültige Liste gibt, schlagen wir für den Umfang einer Bachelorarbeit diese allerwichtigsten Qualitätskriterien vor:

  • Relevanz:
    Im Idealfall sollte deine Forschung eine Abgrenzung zu bereits vorhandenen Arbeiten aufweisen sowie über eine klare Zielsetzung verfügen. Die Einzigartigkeit und inhaltliche Zuverlässigkeit deiner Ausarbeitung steigern gleichzeitig ihre Relevanz. Grundsätzlich ist die Relevanz bei einer Bachelorarbeit zwar wünschenswert, aber meistens nicht in vollem Umfang erreichbar oder notwendig.
     
  • Objektivität:
    Wenngleich eine absolute Objektivität nicht erreichbar ist, solltest du dich um sachliche und belegbare Aussagen in der Arbeit bemühen. Wertende Aussagen sollten immer als solche markiert werden.
     
  • Nachvollziehbarkeit:
    Deine gesamte Vorgehensweise sollte ehrlich, transparent, logisch und überprüfbar dargestellt werden. Dazu zählen nicht nur entsprechende Quellenverweise, die deine Argumentation stützen, sondern auch die Gütekriterien Reliabilität und Validität.
     
  • Übersichtlichkeit:
    Sinnvolle Gliederung und eine angemessene Gestaltung deiner Arbeit tragen zum besseren Verständnis deiner Analyse bei. Das betrifft nicht nur die inhaltliche Struktur sowie den logischen Aufbau deines Textes, sondern auch die schriftliche Präsentation (Absatz- und Seitenlayout, Hervorhebungen, Einsatz von Listen usw.).
     
  • Prägnanz:
    Bei einer wissenschaftlichen Ausarbeitung solltest du im Gegensatz zu einem journalistischen Aufsatz auf unnötige sprachliche Ausschmückungen verzichten. Bleib bei deinen Formulierungen verständlich, sachlich und präzise.
     
  • Formale Korrektheit:
    Bei deiner Arbeit sollten nicht nur die formalen Richtlinien deiner Hochschule erfüllt werden. Zusätzlich sind die korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung ebenfalls von großer Bedeutung, daher sollte vor der Abgabe unbedingt eine Korrektur durchgeführt werden.
     
  • Aktueller Wissensstand:
    Die Beschäftigung mit der gegenwärtigen Literatur zu deinem Themenbereich ist zwar nicht für jedes Thema einer Bachelorarbeit notwendig (anders sieht es bei der Masterarbeit oder einer Dissertation aus!). Allerdings kann eine aktuell vorhandene wissenschaftliche Lücke die Notwendigkeit deiner Arbeit begründen und damit deiner Ausarbeitung mehr Gewicht verleihen.

 

Keinesfalls wollen wir dich mit diesen zahlreichen Anforderungen beunruhigen - ganz im Gegenteil: In einer Bachelorarbeit geht es nicht darum, allen hier aufgelisteten Qualitätskriterien in ihrer Gesamtheit gerecht zu werden. Vielmehr wollen wir dir aufzeigen, mit welchen formalen und inhaltlichen Mitteln du bei deinem Betreuer Pluspunkte sammeln kannst.

Solange du ehrlich aufzeigen kannst, dass du dich um die höchstmögliche wissenschaftliche Qualität bemüht hast, wirst du eine positive Rückmeldung bekommen. Dabei können selbst scheinbar unwichtige Details wie die eingehaltene Form, sprachliche Präzision und eine nachvollziehbare Gestaltung deiner Arbeit zu einer guten Gesamtnote beitragen.

 

In der Fachliteratur wird vorgeschlagen, dass ca. 50 Prozent der Note für den Inhalt (Literaturauswahl, Fragestellung, Analyse), 25 Prozent für die Form (Gliederung, Sprache, Einhaltung von Richtlinien) und 25 Prozent für die Organisation (Zeitplanung, pünktliche Abgabe, selbstständiges Arbeiten) vergeben werden (siehe dazu Balzert et al. 2008, S. 206). In anderen Aufsätzen werden dem Inhalt 70 Prozent der Note zugesprochen (siehe dazu Kornmeier 2007, S. 11).

Um mögliche Missverständnisse zu vermeiden, empfehlen wir dir daher, die Bewertungskriterien unbedingt mit deinem Gutachter im Vorfeld abzusprechen.


Literaturtipp: Hessen, Bernd (2014). Wissenschaftliches Arbeiten. Methodenwissen für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. 3. überarbeit. Auflage. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler.
➔ vor allem Kap. 3: “Qualitätskriterien für wissenschaftliche Arbeiten”, S. 15-29.

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Zeitplanung deiner Bachelorarbeit: Tipps & Tricks für eine stressfreie Abgabe

Das müssen wir dir sicherlich nicht erzählen: Die Abgabe deiner Bachelorarbeit ist an einen bestimmten Termin gebunden – diesen einzuhalten liegt in deinem besten Interesse! Wenngleich es einige wenige Möglichkeiten gibt, eine Terminverlängerung nach Absprache mit deinem Betreuer zu bekommen, solltest du diese Option nur in einem absoluten Notfall (z.B. bei einer durch einen Arzt bescheinigten Erkrankung) in Erwägung ziehen.

Tatsächlich gehört die Zeitplanung deiner Bachelorarbeit zum wesentlichen Teil deiner Abschlussprüfung. Nichtsdestotrotz gibt es keinen Grund zur Torschlusspanik, denn mit unseren Tipps für das bestmögliche Zeitmanagement ist eine pünktliche Abgabe kein Problem!

 

Idealtypischen Ablauf einer wissenschaftlichen Arbeit verstehen

Das häufigste Problem entsteht bei der Planung der Bachelorarbeit dadurch, dass vielen Studierenden nicht ganz klar ist, welche Arbeitsschritte wie viel Bearbeitungszeit insgesamt benötigen. Anders ausgedrückt: Vor lauter Bäumen (= einzelne kleine Aufgaben wie z.B. Erstellung der Online-Umfrage) sehen sie den Wald (= den gesamten zeitlichen Ablauf der Arbeit) nicht. Übrigens ist es keinesfalls der Faulheit der Studierenden geschuldet, sondern ist nicht selten eine Lehrplanlücke in unserem Bachelor- und Mastersystem, bei dem die konkrete Forschungsplanung nur am Rande vermittelt wird.

 

Schematisches Bild von einem idealtypischen Ablauf einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder wissenschaftlicher Arbeit

 

Grafik überarbeitet von empirio und angelehnt an: Berger-Grabner, Doris (2016). Wissenschaftliches Arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien, S. 16.

Eine typische wissenschaftliche Arbeit, auch deine Bachelorarbeit, besteht in der Regel aus diesen vier Phasen:

  1. Themensuche:
    Erste Recherche nach der Absprache mit dem Betreuer
  2. Grundkonzept der Arbeit:
    Forschungsfrage aufgrund der vertiefenden Literaturrecherche festlegen und den geeigneten Forschungstyp (empirische oder theoretische Arbeit) wählen
  3. Thematische und analytische Ausarbeitung:
    Stand der Forschung und das eigentliche methodische Vorgehen (parallel zur Untersuchung sollte an dieser Stelle die Rohfassung deiner Arbeit entstehen)
  4. Endfassung:
    Feinteiliges Überarbeiten der Rohfassung, Überprüfung der formalen Richtlinien, Korrektur durch eine weitere Person (vor der Abgabe solltest du dich rechtzeitig um die Druckfassung der Bachelorarbeit kümmern)

 

Bei den meisten Hochschulen sind für die komplette Bearbeitung einer Bachelorarbeit 3 Monate nach der Anmeldung vorgesehen. In unseren Augen ist dies tatsächlich eine realistische Einschätzung dessen, wieviel Zeit eine gute Bachelorarbeit benötigt.

Damit dir die Zeit nicht einfach so davon läuft, solltest du diese Phasen auf weitere kleine Aufgaben aufteilen und denen eine vorläufige Bearbeitungszeit zuteilen. Der konkrete Zeitplan wird verhindern, dass du dich allzu lange bei einer Aufgabe (wie z.B. der Literaturrecherche) aufhältst und führt dir gleichzeitig vor Augen, was genau noch auf deiner To-Do-Liste steht.

 

 

Konkreten Zeitplan aufstellen

An dieser Stelle lass uns dir eine Sache versprechen: Wenn du dir die Mühe machst, einen realistischen Zeitplan für deine Bachelorarbeit anzulegen, wirst du deine Arbeit pünktlich abgeben – und zwar vergleichsweise stressfrei!

Dazu dauert das Erstellen einer solchen Übersicht zur Zeitplanung tatsächlich nur ein paar wenige Stunden:

 

Phase 1: Themensuche (ca. 1-2 Wochen)

  • Thema finden (4-5 Tage)
  • Erste Recherche und Materialsichtung (4 Tage)
  • Mit dem Betreuer sprechen und ggf. Thema überarbeiten (1 Tag)

 

Phase 2: Grundkonzept der Arbeit (ca. 2 Wochen)

  • Literatur gezielt suchen und eingrenzen (2 Tage)
  • Ausgewählte Literatur lesen und nach Themen strukturieren (4-5 Tage)
  • Forschungsdesign und Fragestellung überlegen (4-6 Tage)
  • Realisierbarkeit prüfen (3-4 Stunden)

 

Phase 2: Ausarbeitung (ca. 4-6 Wochen)

  • Hypothese bilden (1 Tag)
  • Empirische Untersuchung entwerfen (6 Tage)
  • Empirische Untersuchung durchführen (10 Tage)
  • Daten auswerten (5 Tage)
  • Rohfassung fertig stellen (8 Tage)

 

Phase 4: Endfassung (ca. 3-4 Wochen)

  • Erstfassung mehrmals überarbeiten (10 Tage)
  • Layout erstellen und Formalien beachten (3 Tage)
  • Korrektur lesen lassen (3-5 Tage)

 

Reservezeit: 14 Tage

 

Selbstverständlich musst du diese Übersicht deinen individuellen Inhalten und Anforderungen anpassen!

Dazu wirst du wohl kaum wochenlang ohne Pause arbeiten: Plane daher auch immer einige freie Tagen zwischendurch ein. Manchmal muss ein Text auch einfach ein paar Tagen liegen, damit er gut wird. 

Bei einer Bachelorarbeit wirst du außerdem iterativ arbeiten, sprich: immer wieder zu den vorherigen Schritte zurückkehren und sie aufgrund neuer Erkenntnisse anpassen – das ist vollkommen normal.

Die Überarbeitung eines Zeitplans gehört ebenfalls zu einem guten Zeitmanagement dazu. Selbst wenn du dich gerade nicht an die geplanten Termine und Zeiten halten kannst, wirst du trotzdem erkennen können, ob du dich grundsätzlich auf dem richtigen Weg befindest!


Literaturtipp: Hunziker, Alexander W. (2013). Spass am wissenschaftlichen Arbeiten. So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- und Masterarbeit. 5. Auflage. Zürich: SKV
➔ vor allem Kap. VII: “WiepackeichdieArbeitan”, S.126-156.

 

Bachelorarbeit in zwei oder vier Wochen verfassen – ist es überhaupt möglich?

Wenn es um das Thema der Zeitplanung einer Bachelorarbeit geht, gibt es kaum eine andere Frage, die uns so häufig begegnet wie diese:

Ist es überhaupt möglich eine gute Bachelorarbeit abzugeben, wenn nur noch wenige Wochen zur Verfügung stehen und die Arbeit noch nicht mal ansatzweise fertig ist?

Wie wir in den vorangegangenen Kapiteln schon gesehen haben, besteht eine Bachelorarbeit generell aus mehreren komplexen Teilen. Hast du tatsächlich noch keinerlei Vorarbeit (z.B. Literaturrecherche abgeschlossen, Fragestellung formuliert etc.) erledigt, dann ist die komplette Ausarbeitung in einer bis zwei Wochen leider nicht sehr wahrscheinlich.

Wenn du dich derzeit in einer solchen Lage befindest, ermutigen wir dich, mit deinem Betreuer zu sprechen: Die meisten Dozenten können Schreibblockaden oder ähnliche Hürden gut nachvollziehen und können dich zum weiteren Vorgehen beraten. Kopf hoch, du bist nun wirklich nicht der einzige Studierende, der die Frist unterschätzt hat: An den meisten Hochschulen gibt es einen Zweitversuch für die Abgabe einer Bachelorarbeit!

Hast du dagegen noch drei bis vier Wochen Zeit, ist noch nicht alles verloren. Folgendes kannst du tun, um schnellstmöglich voranzukommen:

  1. Wähle ein Thema, mit dem du dich bereits sehr gut auskennst
    Nach Möglichkeit eins, zu dem du in einem Seminar eine schriftliche Ausarbeitung (Essay, Hausarbeit usw.) verfasst hast. Natürlich wirst du auch ein solches Thema vertiefen müssen, damit die Anforderungen einer Bachelorarbeit erfüllt sind (eine Hausarbeit 1:1 zu übernehmen wäre keine gute Idee!). Allerdings wird deine Recherche deutlich unkomplizierter vorankommen und womöglich kannst du sogar die Fragestellungen oder Hypothesen teilweise übernehmen.
     
  2. Nutze Programme zur Literaturverwaltung wie z.B. Zotero 
    Du musst sie nur einmal einrichten und dann beim Schreiben nicht vergessen, alle Bücher immer fortlaufend (das ist sehr unkompliziert!) hinzuzufügen. Das Programm erstellt das Bibliography dann ganz automatisch.
     
  3. Nutze die Formatvorlage deiner Hochschule, um Formatierungsaufwand zu minimieren 
    Viele Hochschulen bieten vorformatierte Word-Vorlagen zum Download an, die bereits alle Richtlinien der Hochschule erfüllen. Dort musst du nur noch deinen Text einfügen und an einigen Stellen anpassen. Insgesamt nimmt dir eine bestehende Vorlage sehr viel Arbeit ab.
     
  4. Nutze eine Forschungsmethode, die wenige Aufwand erzeugt
    Falls du noch keine Datenerhebung vorgenommen hast, wähle eine solche Forschungsmethode, mit der du möglichst wenig selber tun musst und parallel an einer anderen Stelle arbeiten kannst. Anstatt einer persönlichen Befragung wäre eine Online-Umfrage mit empirio deutlich unkomplizierter: Einmal erstellen, den Link verschicken und auf Ergebnisse warten!
     
  5. Schreibe so schnell wie möglich die erste Rohfassung deines Textes
    Wenn du einen groben Rahmen für deine Arbeit geschaffen hast, kommst du grundsätzlich schneller voran als wenn du über jeden Satz lange nachdenkst. Das Überarbeiten geht meistens zügiger als du denkst, wenn die erste Version schon mal vorliegt, auch wenn diese nicht perfekt ist.

 

Mit diesen Tipps müsstest du den zeitlichen Aufwand für eine Bachelorarbeit grundsätzlich etwas reduzieren. Dennoch möchten wir dir nahelegen – wenn du noch Zeit hast – rechtzeitig über eine gute Zeitplanung nachzudenken, damit das Verfassen deiner Bachelorarbeit nicht zu einer reinen Qual wird. Außerdem können Betreuer fast immer erkennen, an welchen Ecken deiner Arbeit du den kürzeren Weg genommen hast.

 

Leitfaden zum formalen und inhaltlichen Aufbau einer Bachelorarbeit

Jede Bachelorarbeit ist in ihren Grundzügen ähnlich aufgebaut und besteht aus festgelegten Abschnitten. Wichtig ist, dass du dich als erstes mit den spezifischen Anforderungen deiner Hochschule vertraut machst – an diese solltest du dich beim Gestalten deiner Arbeit möglichst genau halten! Der von uns vorgeschlagene Aufbau kann daher nicht als eine allgemeingültige Formel, sondern sollte vielmehr als die Grundlage für deine individuelle Arbeit betrachtet werden.

Die Form einer Bachelorarbeit ist insoweit bedeutend, weil sie durch ein übersichtliches Table of Contents, aussagekräftige Kapitelüberschriften und passende Hervorhebungen eine gewisse Ordnung schafft, um dem Leser den Zugang zum Inhalt deiner Studie zu erleichtern. Indem du die Arbeit ansprechend gestaltest, signalisierst du damit auch deinem Prüfer, dass du insgesamt ordentlich gearbeitet hast: Schließlich zählt der erste Eindruck auch bei einer schriftlichen Abschlussarbeit!

 

1. Titelblatt

Auf der ersten Seite deiner Bachelorarbeit sind formale Angaben zum Titel der Abschlussarbeit, dem Abgabetermin sowie deine Kontaktdaten zu finden. Das Layout kann dabei minimal variieren, beinhaltet jedoch immer den Titel deiner Arbeit, deine Fakultät sowie deine persönliche Information (Name, Studiengang, Student ID number, E-Mail-Adresse etc.).

 

Schematisches Bild von einem Titelblatt oder Deckblatt einer Bachelorarbeit, Masterarbeit oder wissenschaftlichen Arbeit

 

2. Eidesstattliche Erklärung

In Deutschland ist es üblich, bei jeder wissenschaftlichen Abschlussarbeit eine persönlich unterschriebene eidesstattliche Erklärung einzufügen, entweder als letzte Seite der Arbeit oder direkt nach dem Deckblatt. Damit drückst du aus, dass du deine Arbeit selbständig und ohne zugelassene Hilfsmittel geschrieben hast.

 

3. Table of Contents

Das Table of Contents spiegelt deine grundsätzliche Vorgehensweise sowie die thematischen Schwerpunkte deiner Forschung wider. Alle Gliederungspunkte werden dabei mit Angabe der Seitenzahl aufgeführt. Im Idealfall sollte der berühmte “rote Faden” deiner Arbeit bereits anhand der Gliederung erkennbar sein.

Zu jeder Kapitelüberschrift sollte in deiner Ausarbeitung auch Fließtext verfasst sein. Es folgen in deiner Arbeit niemals zwei Überschriften direkt nacheinander, ohne dass du zwischendurch etwas geschrieben hast. Bei der Aufteilung auf weitere Unterpunkte ist zudem darauf zu achten, dass es immer mindestens zwei Unterpunkte von einem Hauptpunkt geben muss. Wenn du einen Unterpunkt 2.1. hast, muss darauf immer ein 2.2. folgen.

Die Gliederung deiner Bachelorarbeit könnte z.B. so aussehen:

Table of Contents:

  1. Introduction
    1.1.  Persönliches Forschungsinteresse
    1.2.  Formulierung der Forschungsfrage

  2. Stand der Forschung
    2.1.  Kultivierungshypothese
    2.2.  Die Videomalaise-Theorie

  3. Forschungsdesign
    3.1.  Bildung der Hypothesen
    3.2.  Quantitative Befragung
    3.3.  Grundgesamtheit und Stichprobe
    3.4.  Festlegung der Definition und Begriffe
    3.4.1.  Mentale Befindlichkeit
    3.4.2.  Nachrichtenkonsum
    3.4.3.  Wenig- und Vielseher

  4. Datenerhebung: Standardisierte Online-Umfrage

  5. Datenauswertung
    5.1.  Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
    5.2.  Prüfung der Hypothesen mithilfe der Inferenzstatistik

  6. Ergebnisse und Erkenntnisse

  7. Reflektion der eigenen Vorgehensweise

  8. Conclusion

 

4. Abbildungs-, Abkürzungs- und/oder Symbolverzeichnis

Abhängig von den Richtlinien deiner Hochschule können das Abbildungs-, Tabellen-, Abkürzungs- oder Symbolverzeichnis nach dem Table of Contents platziert werden oder zum Abschluss nach dem Bibliography.

  • Abbildungs- und/oder Tabellenverzeichnis: Alle Abbildungen und Tabellen werden mit Titeln und Seitenangaben in einem eigenständigen Verzeichnis aufgelistet. Dabei sollten sie in gleicher Reihenfolge nummeriert werden, in der sie in deinem Text auftauchen (Abbildung 1, Abbildung 2, Tabelle 1, Tabelle 2 etc). Bei den Abbildungen sollte zudem eine entsprechende Quelle angegeben werden.

  • Abkürzungsverzeichnis: Fachspezifische Abkürzungen werden alphabetisch aufgeführt und erläutert. Sämtliche Abkürzungen müssen im Text eingeführt werden. Sie werden bei allerersten Erwähnung komplett ausgeschrieben, gefolgt von der abgekürzten Version in Klammern. Erst dann kannst du im Text die Abkürzung benutzen.

    Das gilt nicht für allgemeingültige Abkürzungen (z.B., usw., kg): Diese darfst du im Text verwenden, ohne sie in einem Verzeichnis erklären zu müssen.

  • Symbol- und Formelverzeichnis: Alle im Text benutzten Symbole oder Formeln werden alphabetisch aufgeführt und erklärt.

    Alle Verzeichnisse solltest du während des Schreibens fortlaufend führen statt sie erst am Ende deiner Arbeit zu erstellen. Aus Erfahrung wird es für dich auf diese Art deutlich weniger aufwändig (gerade wenn du zum Schluss einen zeitlichen Druck hast!).

 

5. Introduction

Die Introduction ist dein erster inhaltlicher Punkt und sollte die grundlegende Zielsetzung, dein Forschungsinteresse sowie das methodische Vorgehen zusammenfassen. Dabei solltest du dich darauf konzentrieren, das Forschungsthema für den Leser in einen größeren Zusammenhang einzuordnen und die thematische Gliederung deiner Bachelorarbeit zu skizzieren. Häufig wird die Introduction auch erst zum Schluss geschrieben oder noch einmal überarbeitet, da der Aufbau deiner Arbeit während des Schreibprozesses sich noch ändern kann.

Insgesamt solltest du in der Introduction nicht zu umfassend werden, weil du einzelne Aspekte z.B. zum Forschungsstand oder deiner Forschungsmethode ohnehin in einzelnen Kapiteln ausführlich behandeln wirst. Nach Absprache mit dem Dozenten kann die Introduction in “Einführung in die Thematik” und “Zielsetzung und Vorgehensweise” untergliedert werden.

 

6. Main part deiner Arbeit

Der Main part bildet den Kern deiner gesamten Bachelorarbeit, denn hier erfolgt die unmittelbare Beschreibung der Problemstellung sowie die detaillierte Bearbeitung der Forschungsfrage. Abhängig von der Art deiner Abschlussarbeit (empirisch oder theoretisch) kann der Main part viele unterschiedliche Formen annehmen.

Grundsätzlich sind folgende thematische Aspekte im Main part einer Bachelorarbeit zu finden:

 

Die Anzahl von Haupt- und Unterkapiteln hängt von deinem Thema sowie vom vorgeschriebenen Umfang deiner Bachelorarbeit ab. Bei einer empirischen Abschlussarbeit besteht der Main part aus einem Theorieteil (= Stand der Forschung) und der empirischen Untersuchung (= Forschungsdesign, Datenerhebung und -auswertung). Bei einer theoretischen Abschlussarbeit wird der Stand der Forschung vermutlich länger ausfallen und mit der anschließenden Analyse verknüpft.

Unabhängig von deinem Thema wird der Main part deiner Ausarbeitung dagegen immer logisch-deduktiv aufgebaut: Du beginnst mit allgemeinen themenspezifischen Modellen bzw. Theorien und argumentierst dann immer weiter zugespitzt im Bezug auf die untersuchte Fragestellung.

 

6. Conclusion

Die abschließende Schlussfolgerung kann je nach Forschungsthema aus einem längeren thematischen Ausblick bestehen oder auch die wichtigsten Erkenntnisse deiner Bachelorarbeit auf 1 bis max. 2 Seiten zusammenfassen. Möglicherweise kannst du im Conclusion aus weitere ungelöste Fragen zum untersuchten Thema eingehen, um eine Diskussion in den Fachkreisen anzuregen. Neue Themenbereiche oder Quellen sollten hier allerdings nicht mehr behandelt werden.

Sinnvoll ist es auch, Conclusion und Introduction aufeinander abzustimmen, um deiner gesamten Arbeit mehr Schlüssigkeit zu verleihen. Dafür kannst du einfach die in der Einführung formulierten Ziele deiner Arbeit bei deinem Schlusswort noch einmal aufgreifen.

 

7. Bibliography bzw. Quellenverzeichnis

Jede Abhandlung, auf die du dich im Text direkt oder indirekt beziehst, muss sich im Bibliography wiederfinden. Die Quellenangaben werden dabei alphabetisch und innerhalb des Alphabets nach Erscheinungsjahr geordnet. Beiträge, die du während der Recherche zwar gelesen hast, aber nicht in der Arbeit reflektiert oder erwähnt hast, sollten entsprechend nicht gelistet werden.

Aus unserer Sicht lohnt es sich gerade bei einer Bachelorarbeit, von Anfang an mit einem kostenlosen Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero zu arbeiten. Dieses hilft dir den Überblick während der Recherche zu behalten, da du dort Zitate und ganze Buchpassagen abspeichern kannst. Dazu wird bei der Nutzung eines entsprechenden Plugins während des Schreibens automatisch ein fehlerfreies Bibliography angelegt. Du kannst sogar festlegen, welche Zitierweise (z.B. nach Harvard) deine Hochschule verwendet und das Programm kümmert sich um die korrekte Form deiner Zitate im Text sowie der Quellen im Bibliography.

Wenn du zusätzlich mit Filmen, Reportagen, Fernsehserien oder Computerspielen arbeitest, empfehlen wir dir zusätzlich zum Bibliography einen alphabetisch angeordneten Medienverzeichnis anzulegen.

 

8. Appendix

Weitere verwendete Materialien wie z.B. statistische Auswertungen, Fragebögen, Transkriptionen von Interviews oder etwa Timecodes aus untersuchten Medienquellen sollten am Ende der Arbeit in einem Appendix gesammelt werden.


Literaturtipp: Berger-Grabner, Doris (2016). Wissenschaftliches Arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

➔ vor allem Kap. 3.3.: “Wissenschaftliche Arbeiten logisch gliedern”, aber auch ansonsten erklärt dieser Band sehr verständlich, mit zahlreichen Beispielen und konkreten Tipps (zu Form, Struktur, Literaturrecherche, Zitierweise etc.), worauf du beim Verfassen einer erfolgreichen Abschluss- inkl. Bachelorarbeit achten musst – gerade für angehende Akademiker mit wenig Forschungserfahrung sehr empfehlenswert!

 

Struktur der Bachelorarbeit: Unser Grundschema

Der formale Aufbau deiner Arbeit wird vorrangig durch die Richtlinien deiner Hochschule vorgegeben. Die Reihenfolge von einzelnen Bestandteilen (z.B. wo verschiedene Verzeichnisse oder eidesstattliche Erklärung platziert werden) sowie spezifische Schrift- oder Zitiervorgaben können sich also grundsätzlich unterschieden.

Um dir dennoch den Aufbau deiner Arbeit im Vorfeld zu erleichtern, wollen wir dir zum Abschluss aufzeigen, wie eine typische formale Struktur einer Bachelorarbeit konkret aussehen kann. Wenn es besser zu deiner individuellen Arbeit und Forschungsmethode passt, kannst (und solltest!) du von diesem Grundschema abweichen:

Deckblatt
Eidesstattliche Erklärung
Table of Contents
Abkürzungsverzeichnis

  1. Introduction
    1.1. Forschungsinteresse: Einführung in die Thematik
    1.2. Zielsetzung: Formulierung der Forschungsfrage

  2. Theorie: Stand der Forschung

  3. Forschungsdesign
    3.1. Bildung der Hypothesen
    3.2. Wahl der Forschungsmethode, z.B. quantitative Befragung
    3.3. Stichprobe festlegen
    3.4. Definition und Festlegung der untersuchten Variablen und Merkmale
    3.5. Fragenkatalog

  4. Datenerhebung: Standardisierte Online-Umfrage

  5. Datenauswertung
    5.1. Deskriptive Darstellung der Ergebnisse
    5.2. Prüfung der Hypothesen mithilfe der Inferenzstatistik

  6. Ergebnisse und Erkenntnisse

  7. Reflektion der eigenen Vorgehensweise

  8. Conclusion

  9. Bibliography

  10. Appendix

 

Weiterführende Literatur:

Balzert, Helmut et al. (2011). Wissenschaftliches Arbeiten. 2 Auflage. Berlin/Dortmund: Springer Campus.

Berger-Grabner, Doris (2016). Wissenschaftliches Arbeiten in der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Hilfreiche Tipps und praktische Beispiele. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer Fachmedien.

Hessen, Bernd (2014). Wissenschaftliches Arbeiten. Methodenwissen für das Bachelor-, Master- und Promotionsstudium. 3. überarbeit. Auflage. Berlin/Heidelberg: Springer Gabler.

Hunziker, Alexander W. (2013). Spass am wissenschaftlichen Arbeiten. So schreiben Sie eine gute Semester-, Bachelor- und Masterarbeit. 5. Auflage. Zürich: SKV.

Kornmeier, Martin (2008). Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht. Für Bachelor, Master und Dissertation. Bern/Stuttgart/Wien: UTB Haupt Verlag.

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