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Was ist eine Ratingskala? Definition und Beispiel

Die Ratingskala (engl. “rating” = Bewertung oder Einschätzung) eignet sich für mündliche oder schriftliche Aussagen wie etwa bei Online-Umfragen, um persönliche Einschätzungen der Befragten in Abstufungen festzuhalten.

von Maria MalzewAktualisiert am 26. Juli 2023Lesezeit 2 Min.

In der empirischen Forschung müssen verschiedene Aussagen, Meinungen und Einstellungen von untersuchten Personen messbar gemacht werden. Zur Erfassung solcher Inhalte werden verschiedene Skalenniveaus eingesetzt. Vor allem in der Marktforschung zählt die so genannte Ratingskala zu den gängigsten Skalierungsmethoden.

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Allgemeine Definition der Ratingskala

Die Ratingskala (engl. “rating” = Bewertung oder Einschätzung) eignet sich für mündliche oder schriftliche Aussagen wie etwa bei Online-Befragungen, um persönliche Einschätzungen der Befragten in Abstufungen festzuhalten. Die Testpersonen wählen dabei diejenige Stufe, die ihrem subjektiven Empfinden bezüglich des untersuchten Gegenstandes am ehesten entspricht. Dieser Skalentyp wird häufig in Einstellungs- oder Persönlichkeitsfragebögen eingesetzt.

Streng genommen handelt es sich bei den Daten einer Ratingskala um qualitative Merkmale, weil sie nicht direkt einen Zahlenwert aufweisen (im Gegensatz zu quantitativen Merkmalen wie Alter oder Einkommen). Die Ratingskala macht es jedoch möglich, diese für die statistische Erfassung in Form von Zahlenwerten zu erfassen.

 

Ratingskala in einem Fragebogen einer Online-Umfrage

 

In der Regel müssen dabei Abstände bzw. Intervalle auf der Skala zwischen einzelnen Antwortmöglichkeiten als gleich groß aufgefasst werden – in diesem Fall spricht man auch von einer Intervallskala. Das bedeutet, dass Forschende voraussetzen, dass der Unterschied zwischen 4 und 5 genau so groß ist wie zwischen 6 und 7.


Verschiedene Typen von Ratingskalen

Wenngleich alle Ratingskalen insgesamt ähnliche Grundzüge aufweisen, werden in der Forschungspraxis diese Varianten am häufigsten eingesetzt:

  1. Unipolare Ratingskala
  2. Bipolare Ratingskala
  3. Symbolische Ratingskala

 

1. Unipolare (verbale oder numerische) Ratingskala

Die unipolare Ratingskala bildet die Intensität eines einzelnen Merkmals in graduellen Abstufungen ab, wie z.B. Ausmaß der Lärmbelästigung, Intensität von Schmerzen oder Zufriedenheit mit einem Ereignis.

  • Beispiel für unipolare verbale Ratingskala (= mit Worten / Ausdrücken):
    Die Bauarbeiten vor meinem Haus sind für mich eine starke mentale Belastung.
    Antworten: Stimmt gar nicht, Stimmt wenig, Stimmt teilweise, Stimmt ziemlich, Stimmt voll und ganz

     
  • Beispiel für unipolare numerische Ratingskala (= mit Zahlen):
    Bitte beurteilen Sie die Benutzerfreundlichkeit dieser Website auf einer Schulnotenskala von Note 1 bis Note 6. 
    Antworten: 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend)

 

2. Bipolare Ratingskala

Die bipolare Ratingskala bildet zwei gegensätzliche Merkmale an den jeweiligen Skalenenden ab, wie z.B. unzufrieden/zufrieden, gestresst/entspannt, verärgert/ausgeglichen.

Beispiel: Ich empfinde die Arbeitsatmosphäre in unserem Großraumbüro als ...
Antworten: angespannt - 1, 2, 3, 4, 5 - gelassen

 

3. Symbolische Ratingskala

Die symbolische Ratingskala bildet untersuchte Merkmale in Form von visuellen Symbolen ab, um z.B. Emotionen oder Stimmung darzustellen

Beispiele: Antworten werden als Smileys, Daumen oder Trophähen dargestellt.
 

 

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